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Krankenkosten im Fokus

Dienstag, 13. Dezember 2011, 13:39 Uhr
Über Geld wird im Gesundheitswesen zurzeit viel diskutiert. Die BARMER GEK auch 2012 ohne Zusatzbeitrag sein, wie aus einem entsprechenden Gespäch hervorging...

Den Berechnungen durch Prof. Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen zufolge könnte es in den kommenden Jahren zu einer gravierenden Verschlechterung der finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenkassen kommen. Dadurch würden auf viele Versicherte in 2012 Zusatzbeiträge zukommen. Wie die Situation bei Deutschlands größter Krankenkasse ist, dazu sprachen wir mit Frank Krüger, Geschäftsführer der BARMER GEK Artern.

Herr Krüger, wird die BARMER GEK im nächsten einen Zusatzbeitrag von Ihren Versicherten verlangen?

Die BARMER GEK wird ebenso wie in diesem Jahr auch in 2012 von ihren Versicherten keinen Zusatzbeitrag erheben. Aussagen für die darauffolgenden Jahre sind unseriös, denn niemand kann heute vorhersagen, wie die Finanzsituation der Gesetzlichen Krankenversicherung zu diesem Zeitpunkt sein wird.

Was war ausschlaggebend für Ihre gute finanzielle Situation?

Sowohl Finanz- als auch Mitgliederentwicklung laufen bei uns ausgesprochen positiv, und gehen mit einer Straffung der Organisationsstruktur einher. Wir setzen heute bereits die Weichen für eine weitere Stärkung des Finanzhaushaltes in den kommenden Jahren. Die BARMER GEK ist eine der wirtschaftlich stabilsten und leistungsstärksten Krankenkassen in Deutschland. Das wird auch in Zukunft so bleiben.

Die Barmer GEK bietet auf ihrer Internetplattform einen sogenannten Arztnavigator an. Wie kommt diese Informationsquelle auf der Suche nach einem geeigneten Arzt bei den Versicherten an?

Das Arztnavi ist ein voller Erfolg. Allein in den ersten drei Monaten hat das Portal drei Millionen Besucher verzeichnet, mehr als 80.000 Bewertungen wurden abgegeben. Unsere Versicherten wollen ihre Ärzte beurteilen und sich Informationen über die Qualität ärztlicher Leistung einholen können. Der Erfolg hängt auch damit zusammen, dass die Ärzteschaft die Entwicklung des Arztnavis aktiv begleitet hat.
Autor: khh

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