Bald auch in Sondershausen
Donnerstag, 21. Juni 2012, 20:28 Uhr
Arnstadt hat sie, Nordhausen, Weimar und viele weitere Städte in Thüringen und ganz Deutschland. "Stolpersteine" sind das wohl größte dezentrale Denkmal in Europa...
In Köln nahm alles seinen Anfang. Der Künstler Gunter Demnig wollte mit seinen Stolpersteine an die Opfer der NS-Zeit erinnern, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einließ. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas.
"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagte Gunter Demnig einmal. Gedenken will man auch in Sondershausen an die jüdischen Mitmenschen die Auswandern mussten und auch in Massenvernichtungslagern ihr Leben lassen mussten. Im Hauptausschuss der Stadt Sondershausen stellte die Mitarbeiterin des Schlossmuseums Sondershausen Bettina Bärninghausen das Projekt vor.
Mit den Steinen vor den Häusern soll die Erinnerung an die Menschen lebendig bleiben, die einst dort wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. Die Steinquader mit der Kantenlänge 10 cm und einer Messingplatte für die Aufschrift, werden bodengleich verlegt.
Das mit dem Stolperstein muss man gedanklich sehen. Es soll Erinnerung schaffen an Menschen, die wegen ihrer Religion, Gesinnung oder Herkunft in der NS-Zeit geächtet oder gar umgebracht wurden.
Für 120 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines STOLPERSTEINS übernehmen, ob Einzelperson, Firma oder Verein. Im Hauptausschuss war man sich einig, dass quasi als Initial die ersten sechs Stolperstein im Herbst eingebracht werden. Die Stadt wird fünf der Stolperstein übernehmen. Der sechste kommt vom Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) persönlich. Sprecher aller Fraktionen befürworteten die Teilnahme am Projekt.
Bettina Bärninghausen hatte bereits umfangreich recherchiert und die Familie Simon aus Sondershausen für das Projekt ausgewählt. Hier gibt es auch noch Kontakt zu Familienmitgliedern die über verschiene Wege aus Deutschland in den USA Zuflucht gefunden hat. Mit den Stolpersteinen gedenkt aber eben auch, denjenigen, die umgebracht wurden.
Stammvater der Familie war Samuel Simon, der 1903 in der Lohstraße ein Konfektionsgeschäft eröffnete. Durch Familienmitglieder wurde weitere Geschäfte eröffnet. Ungefähr in Höhe der jetzigen Flachläden werden die STOLPERSTEINE in etwa in der Höhe verlegt. wo mal die Geschäfte waren, zu beiden Seiten der jetzigen Lohstraße. Von den früheren Häusern in der Lohstraße ist nach der Bombardierung vom 8. April 1945 nichts mehr übrig geblieben.
Der Künstler Gunter Demnig hat sich vorbehalten, bei der Verlegung der STOLPERSTEIN immer selbst anwesend zu sein. Mit einem Vortrag verbunden wird der Künstler am 5. November 2012 in Sondershausen weilen.
Das Projekt STOLPERSTEINE hatte Ende 2011 mit in circa 700 Orten mit über 32.000 verlegten Steinen realisiert werden können. STOLPERSTEINE liegen nicht nur in Deutschland, sondern in mehreren Orten in Österreich, Ungarn, in den Niederlanden, Belgien, Tschechien, so wie auch in Polen (Wroclaw und Slubice).
Mehr Informationen gibt es vom Künstler hier:
www.stolpersteine.com
Autor: khhIn Köln nahm alles seinen Anfang. Der Künstler Gunter Demnig wollte mit seinen Stolpersteine an die Opfer der NS-Zeit erinnern, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einließ. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas.
"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagte Gunter Demnig einmal. Gedenken will man auch in Sondershausen an die jüdischen Mitmenschen die Auswandern mussten und auch in Massenvernichtungslagern ihr Leben lassen mussten. Im Hauptausschuss der Stadt Sondershausen stellte die Mitarbeiterin des Schlossmuseums Sondershausen Bettina Bärninghausen das Projekt vor.
Mit den Steinen vor den Häusern soll die Erinnerung an die Menschen lebendig bleiben, die einst dort wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. Die Steinquader mit der Kantenlänge 10 cm und einer Messingplatte für die Aufschrift, werden bodengleich verlegt.
Das mit dem Stolperstein muss man gedanklich sehen. Es soll Erinnerung schaffen an Menschen, die wegen ihrer Religion, Gesinnung oder Herkunft in der NS-Zeit geächtet oder gar umgebracht wurden.
Für 120 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines STOLPERSTEINS übernehmen, ob Einzelperson, Firma oder Verein. Im Hauptausschuss war man sich einig, dass quasi als Initial die ersten sechs Stolperstein im Herbst eingebracht werden. Die Stadt wird fünf der Stolperstein übernehmen. Der sechste kommt vom Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) persönlich. Sprecher aller Fraktionen befürworteten die Teilnahme am Projekt.
Bettina Bärninghausen hatte bereits umfangreich recherchiert und die Familie Simon aus Sondershausen für das Projekt ausgewählt. Hier gibt es auch noch Kontakt zu Familienmitgliedern die über verschiene Wege aus Deutschland in den USA Zuflucht gefunden hat. Mit den Stolpersteinen gedenkt aber eben auch, denjenigen, die umgebracht wurden.
Stammvater der Familie war Samuel Simon, der 1903 in der Lohstraße ein Konfektionsgeschäft eröffnete. Durch Familienmitglieder wurde weitere Geschäfte eröffnet. Ungefähr in Höhe der jetzigen Flachläden werden die STOLPERSTEINE in etwa in der Höhe verlegt. wo mal die Geschäfte waren, zu beiden Seiten der jetzigen Lohstraße. Von den früheren Häusern in der Lohstraße ist nach der Bombardierung vom 8. April 1945 nichts mehr übrig geblieben.
Der Künstler Gunter Demnig hat sich vorbehalten, bei der Verlegung der STOLPERSTEIN immer selbst anwesend zu sein. Mit einem Vortrag verbunden wird der Künstler am 5. November 2012 in Sondershausen weilen.
Das Projekt STOLPERSTEINE hatte Ende 2011 mit in circa 700 Orten mit über 32.000 verlegten Steinen realisiert werden können. STOLPERSTEINE liegen nicht nur in Deutschland, sondern in mehreren Orten in Österreich, Ungarn, in den Niederlanden, Belgien, Tschechien, so wie auch in Polen (Wroclaw und Slubice).
Mehr Informationen gibt es vom Künstler hier:
www.stolpersteine.com
