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Metaphysische Malerei

Sonntag, 21. Oktober 2012, 10:43 Uhr
Gestern eröffnete eine neue bemerkenswerte Sonderausstellung „Dopo de Chirico" im Panoramamuseum Bad Frankenhausen. Zur Eröffnung waren Künstler aus Italien angereist...

Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Rechtzeitig erscheinen hieß es wieder gestern in Bad Frankenhausen, sonst sind die besten Plätze weg. Das Interesse an metaphysischer Malerei aus Italien war groß. Und einige der ausstellenden Künstler waren nicht zum ersten Mal in Sonderausstellungen des Panoramamuseums zu sehen.

Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Vorsitzende des Trägervereins des Panorama Museum e.V., Peter Hengstermann, übernahm die Begrüßung der zahlreichen Gäste. Er verwies mit einem kurzen Blick in die Geschichte, dass gestern vor 25 Jahren und vier Tage, dass Panoramamuseum mit Tübke neu eröffnete. Der Dank von Hengstermann ging an Karl-Heinz Hähnel, Museumsreferent beim Thüringer Kultusministerium in Erfurt, der maßgeblich daran beteiligt war, dass das Museum in der heutigen Art überhaupt besteht. Hähnel, der in fünf Wochen in den Ruhestand geht war bei der gestrigen Eröffnung anwesend, sich aber lieber stehend im Hintergrund aufhielt.

Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In einer bemerkenswerten Laudatio ging Museumsdirektor Gerd Lindner auf die kulturhistorische Bedeutung der metaphysischen Malerei ein und deren Auswirkung auf andere Kunstrichtungen. In diesem Zusammenhang brachte Lindner auch Zusammenhänge aus der nahen Vergangenheit rüber. Werner Tübke hatte enge Beziehungen gerade zu dieser Kunstszene in Florenz. Eine Einführung in das Thema der metaphisischen Malerei hatte Silke Krage, Leiterin Museumsmanagement/Fachwissenschaft bereits bei kn gegeben: "Dopo de Chirico"

Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Metaphysische Malerei (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Rosaria Fabrizio hatte die Vorbereitung der neuen Sondersausstellung in Italien organisiert. Die neue Ausstellung gebe einen guten Überblick auf die bestehenden Richtungen. Vorgestellt werden in der Folge der Jahre Künstler wie Gianfilippo Usellini, Stanislao Lepri, Fabrizio Clerici, Carlo Guarienti, Leonardo Cremonini, Gianfranco Ferroni, Domenico Gnoli, Armodio, Sergio Albano, Gian Paolo Dulbecco, Claudio Bonichi, Roberto Rampinelli, Bernardino Luino, Giuseppe Modica, Luca Crocicchi, Alberto Andreis und Ana Kapor.

Unter den gestrigen Gästen der Ausstellungseröffnung befand sich gleich eine ganze "Abordnung" vom Theater Nordhausen, die Leiterin des Kunsthauses Mayenburg Nordhausen, Susanne Hinsching, aber auch Künstler wie Erich Kissing aus Leipzig. Natürlich war auch Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) bei der Eröffnung dabei.
Museumspädagoge Fred Böhme freute sich, dass auch Laienkünstlerinnen aus der Region verterten waren, Sophia und Bettina Lotzweg aus Kalbsrieth, die in der Malwerkstatt des Panorama mit gemacht hatten.

Ein Gespräch am Rande zeigte als sich zwei Gäste unterhielten und der Spruch fiel: "Bloß gut das du mich hierher geschleppt hast, er wäre schade gewesen, wenn ich das verpasst hätte." Also verpassen Sie nicht die Sonderausstellung, die noch bis zum 03. Februar zu sehen ist.

Ein kleiner Wermutstropfen war in der Ausstellung dabei. Zwei große Gemälde waren dabei, da konnte man schauen aus verschiedenen Richtungen, es spiegelte sich immer der Hintergrund überstark ab. Silke Krage, Leiterin Museumsmanagement/Fachwissenschaft, bedauerte es selbst, aber leider wurden die Bilder von den Künstlern nicht mit entspiegeltem Glas (Kostenfrage) geliefert. Leider ließ sich auch kein besserer Standort finden.

Künstlerisch umrahmt wurde die Vernissage von Anne Raasch (Musikhochschule Weimar) stilvoll mit der Gitarre.
Autor: khh

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