Gutes muss nicht teuer sein
Samstag, 27. Oktober 2012, 07:00 Uhr
Ein gutes Sonnenblumenöl ist schon für 1,49 Euro pro Liter zu haben, die gleiche Menge eines mangelhaften Bio-Öls aus Sonnenblumenkernen kostet hingegen 8,50 Euro. Bei einem Test von 16 raffinierten und 12 kaltgepressten Sonnenblumenölen fand die Stiftung Warentest 13 gute, 13 befriedigende, ein ausreichendes sowie ein mangelhaftes Öl. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der November-Ausgabe der Zeitschrift test.
Lichtkontakt kann Öle ranzig werden lassen. Dunkle Flaschen schützen besser. (Foto: Stiftung Warentest)
13 der 28 Testkandidaten schneiden gut ab, vor allem raffinierte, günstige Öle. Bei den kaltgepressten, die im Vergleich fast alle deutlich teurer sind, stellten die Tester sehr viel häufiger Fehler beim Verkosten fest. Typisch für sie ist ein deutlich nussiges, kerniges Aroma. Fünf hatten aber einen leicht schalig-modrigen, holzigen oder verbrannten Geruch und Geschmack. Ein kaltgepresstes, mit Wasserdampf behandeltes Bio-Sonnenblumenöl für 8,50 Euro pro Liter schmeckte stark ranzig, oxidiert und alt. Außerdem schnitt es auch in der chemischen Qualität schlecht ab. Das Urteil der Tester: Mangelhaft.
Auch unter den raffinierten Sonnenblumenölen gab es ein teures Schlusslicht, das nicht nur wegen seines unausgewogenen, leicht oxidierten und leicht ranzigen Geruchs und Geschmacks negativ auffiel. Es hatte auch den höchsten Gehalt an ungesunden Transfettsäuren und enthielt einen durch die Raffination entstandenen Schadstoff. Insgesamt war dieses Bio-Öl damit nur ausreichend.
Weichmacher, Lösemittel, Schwermetalle und Arsen fanden die Prüfer nicht. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Pestizide haben die Hersteller im Griff. Bei allen raffinierten Ölen wiesen die Tester aber Schadstoffe nach, die bei der Raffination entstehen können. In einigen Ölen wiesen die Tester auch Mineralöle nach.
Nur ein natives Bio-Sonnenblumenöl eignet sich besonders zum Braten.
Der ausführliche Test Sonnenblumenöl ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenblumenoel veröffentlicht.
Autor: red
Lichtkontakt kann Öle ranzig werden lassen. Dunkle Flaschen schützen besser. (Foto: Stiftung Warentest)
13 der 28 Testkandidaten schneiden gut ab, vor allem raffinierte, günstige Öle. Bei den kaltgepressten, die im Vergleich fast alle deutlich teurer sind, stellten die Tester sehr viel häufiger Fehler beim Verkosten fest. Typisch für sie ist ein deutlich nussiges, kerniges Aroma. Fünf hatten aber einen leicht schalig-modrigen, holzigen oder verbrannten Geruch und Geschmack. Ein kaltgepresstes, mit Wasserdampf behandeltes Bio-Sonnenblumenöl für 8,50 Euro pro Liter schmeckte stark ranzig, oxidiert und alt. Außerdem schnitt es auch in der chemischen Qualität schlecht ab. Das Urteil der Tester: Mangelhaft.Auch unter den raffinierten Sonnenblumenölen gab es ein teures Schlusslicht, das nicht nur wegen seines unausgewogenen, leicht oxidierten und leicht ranzigen Geruchs und Geschmacks negativ auffiel. Es hatte auch den höchsten Gehalt an ungesunden Transfettsäuren und enthielt einen durch die Raffination entstandenen Schadstoff. Insgesamt war dieses Bio-Öl damit nur ausreichend.
Weichmacher, Lösemittel, Schwermetalle und Arsen fanden die Prüfer nicht. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Pestizide haben die Hersteller im Griff. Bei allen raffinierten Ölen wiesen die Tester aber Schadstoffe nach, die bei der Raffination entstehen können. In einigen Ölen wiesen die Tester auch Mineralöle nach.
Nur ein natives Bio-Sonnenblumenöl eignet sich besonders zum Braten.
Der ausführliche Test Sonnenblumenöl ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenblumenoel veröffentlicht.
