Vorankündigung Werkstattlesung
Montag, 15. Juli 2013, 09:45 Uhr
Kommen Sie zur 11. Ebelebener Werkstattlesung. Lutz Rathenow: Schreiben in der DDR und die Echos im Heute
Am Mittwoch, den 25. September 2013, 19 Uhr, findet im großen Saal der Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte e.V.,
Teichmühlenweg 1 a
in der Reihe Ebelebener Werkstattlesung
eine neue Veranstaltung statt.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen liest Lutz Rathenow aus seinen verschiedenen Werken.
Lutz Rathenow (Jahrgang 1952) ist ein deutscher Lyriker und Prosaautor. Seit März 2011 ist er Sächsischer Landesbeauftragter für die Unterlagen Nach dem Wehrdienst in der NVA begann Rathenow an der Universität Jena ein Studium als Lehrer für Deutsch und Geschichte. Dort gründete und leitete er den oppositionellen Arbeitskreis Literatur und Lyrik Jena und knüpfte Kontakte zur Berliner Wochenschrift Weltbühne. Nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 wurde er verhaftet und Anfang 1977, drei Monate vor dem Examen, wegen Zweifeln an Grundpositionen, Objektivismus und Intellektualisieren der Probleme exmatrikuliert.
Danach arbeitete er als Beifahrer und Transportarbeiter beim VEB Carl Zeiss Jena. Ende 1977 folgte er seiner Frau nach (Ost-)Berlin, wo er beim Theater arbeitete und als freier Schriftsteller lebte.
Nach der Veröffentlichung seines Buches Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet in der Bundesrepublik Deutschland 1980 wurde Rathenow einer Hausdurchsuchung unterworfen, erneut verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit verbracht. Unter anderem setzten sich Christa Wolf und Günter Grass für seine zehn Tage später erfolgende Haftentlassung ein. Er blieb in der DDR und lehnte Ausreiseangebote der DDR-Behörden ab. Rathenow war aktiv in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung, u.a. mit Bärbel Bohley und Gerd Poppe in der Initiative Frieden und Menschenrechte. Nach der friedlichen Revolution in der DDR wurde ihm im Januar 1992 zusammen mit der formellen Rehabilitierung von der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität nachträglich das Abschlussdiplom verliehen. Lutz Rathenow hat zahlreiche Bücher in den letzten 30 Jahren geschrieben.
Hier eine Auswahl:
- Ostberlin – die andere Seite einer Stadt. Fotos: Harald Hauswald. Piper 1986
- Sisyphos. Erzählungen. Berlin Verlag 1995
- Sterben will gelernt sein. Lyrische Prosa. Landpresse 2000
- Die Fünfzig. Gedichte. Landpresse 2002
- Hörbuch: Das RR-Projekt. Texte Töne Trash. Heinz Ratz singt liest spielt Lutz Rathenow. CD - Hörzeichen 2002
- Fortsetzung folgt. Landpresse 2004
- Ost-Berlin. Leben vor dem Mauerfall. Fotos: Harald Hauswald. (Erweitere Neuaufl.) Jaron Verlag 2005
Der Eintritt ist frei.
Für Speisen und Getränke ist in der Pause der Lesung durch das Team der Mühlhäuser Werkstätten gesorgt.
Autor: khhAm Mittwoch, den 25. September 2013, 19 Uhr, findet im großen Saal der Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte e.V.,
Teichmühlenweg 1 a
in der Reihe Ebelebener Werkstattlesung
eine neue Veranstaltung statt.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen liest Lutz Rathenow aus seinen verschiedenen Werken.
Lutz Rathenow (Jahrgang 1952) ist ein deutscher Lyriker und Prosaautor. Seit März 2011 ist er Sächsischer Landesbeauftragter für die Unterlagen Nach dem Wehrdienst in der NVA begann Rathenow an der Universität Jena ein Studium als Lehrer für Deutsch und Geschichte. Dort gründete und leitete er den oppositionellen Arbeitskreis Literatur und Lyrik Jena und knüpfte Kontakte zur Berliner Wochenschrift Weltbühne. Nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 wurde er verhaftet und Anfang 1977, drei Monate vor dem Examen, wegen Zweifeln an Grundpositionen, Objektivismus und Intellektualisieren der Probleme exmatrikuliert.
Danach arbeitete er als Beifahrer und Transportarbeiter beim VEB Carl Zeiss Jena. Ende 1977 folgte er seiner Frau nach (Ost-)Berlin, wo er beim Theater arbeitete und als freier Schriftsteller lebte.
Nach der Veröffentlichung seines Buches Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet in der Bundesrepublik Deutschland 1980 wurde Rathenow einer Hausdurchsuchung unterworfen, erneut verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit verbracht. Unter anderem setzten sich Christa Wolf und Günter Grass für seine zehn Tage später erfolgende Haftentlassung ein. Er blieb in der DDR und lehnte Ausreiseangebote der DDR-Behörden ab. Rathenow war aktiv in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung, u.a. mit Bärbel Bohley und Gerd Poppe in der Initiative Frieden und Menschenrechte. Nach der friedlichen Revolution in der DDR wurde ihm im Januar 1992 zusammen mit der formellen Rehabilitierung von der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität nachträglich das Abschlussdiplom verliehen. Lutz Rathenow hat zahlreiche Bücher in den letzten 30 Jahren geschrieben.
Hier eine Auswahl:
- Ostberlin – die andere Seite einer Stadt. Fotos: Harald Hauswald. Piper 1986
- Sisyphos. Erzählungen. Berlin Verlag 1995
- Sterben will gelernt sein. Lyrische Prosa. Landpresse 2000
- Die Fünfzig. Gedichte. Landpresse 2002
- Hörbuch: Das RR-Projekt. Texte Töne Trash. Heinz Ratz singt liest spielt Lutz Rathenow. CD - Hörzeichen 2002
- Fortsetzung folgt. Landpresse 2004
- Ost-Berlin. Leben vor dem Mauerfall. Fotos: Harald Hauswald. (Erweitere Neuaufl.) Jaron Verlag 2005
Der Eintritt ist frei.
Für Speisen und Getränke ist in der Pause der Lesung durch das Team der Mühlhäuser Werkstätten gesorgt.
