Das traurigste Kapitel
Samstag, 14. September 2013, 00:46 Uhr
Der letzte Kreistag vom 11.09.13 war für mich das traurigste Kapitel dieser Legislaturperiode, so Heidrun Morgan – Mitglied des Kreistages der FDP in einer Stellungnahme gegenüber kn. Sie hat auch eine Forderung an die Bundestags- und Landtagmitglieder
Ich verstehe nicht, warum hier Parteiinteressen vor den Interessen der Kinder stehen.
Dies möchte ich am Beispiel von der drohenden Schließung der Grundschule in Wiehe verdeutlichen.
In der Grundschule Wiehe sind nach Aussage der Schulnetzkonzeption 75 T € für Sofortbebarf und ca. 650 T € für weitere Sanierungsarbeiten in den nächsten Jahren notwendig. In der Grundschule Bottendorf sind 145 T € Sofortbedarf und ca. 1,32 Millionen notwendig.
Hier hat niemand die Kosten in Frage gestellt, welche über die Kreisumlage finanziert werden muss.
Durch den Abgeordneten und ehemaligen Bürgermeister Willomitzer wurde eine Gegenüberstellung des Investitionsbedarfes an beiden Grundschulen gefordert. Dies wurde durch die Verwaltung des
Kreises bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgelegt.
Ich frage mich wirklich, was gibt es zu verbergen. Ich frage mich auch, nach der Kostenbeteiligung
an der Mehrzweckhalle in Bottendorf. Diese wird für den Sportunterricht der Grundschule genutzt.
Eigentümer ist die Stadt Roßleben.
Kann sich die Stadt Roßleben diese Mehrzweckhalle ohne Beteiligung der Kosten für den Schulsport überhaupt leisten? Sind das auch Gründe für die Entscheidung, den Schulstandort in Wiehe in Frage zu stellen?
Im Einzugsbereich der Grundschule Wiehe sind bis zum Jahr 2018 jährlich 16 – 22 Schüler in einzuschulen, hier wurden gleich die künftigen Schüler von Gehofen, welche Wahlfreiheit haben, ausgelassen.
Die Fahrzeiten der jetzigen Grundschüler von Nausitz, Langenroda und Donndorf liegen dann über 20 Minuten. Da können diese Schüler doch gleich nach Artern fahren. Ein Vergleich dazu wurde in der Schulnetzkonzeption nicht geprüft. Meines Wissens sind Fahrzeiten über 20 Minuten für Grundschüler nicht zumutbar bzw. zulässig?
Weiterhin könnte auch eine Prüfung der Aufnahme der Grundschüler aus dem Nachbarland Sachsen/Anhalt erfolgen. Die Nachbarorte Allerstedt, Wohlmirstedt usw. liegen nur wenige km von Wiehe entfernt. Deren Schulkinder sollen in die Schule nach Bad Bibra künftig fahren. Ihr Weg führt über Saubach. Wer diese Stecke kennt, weiß, dass es hier im Winter bis zum Stillstand der Busse kommen kann.
Es gibt noch vieles was zu prüfen ist. Traurig bin ich über die negative Entscheidung der Kreistagsmitglieder, dem Antrag von Herrn Willomitzer, die Entscheidung über die Grundschule Wiehe aus dem Paket herauszunehmen, einfach abzuschmettern. Denkt hier niemand an die Kinder? Kinder sind unsere Zukunft!
Da wundern sich alle über die demografische Entwicklung auf dem Lande. Welche junge Familie will noch in einem Dorf bzw. Kleinstadt leben, wo es keine Grundschule evtl. Kindergarten, Ärzte in Zukunft und vor allem Arbeitsstellen usw. gibt?
Bemerken möchte ich noch, dass ich nicht gegen die Schließung der Grundschule Bottendorf bin, es sollte jedoch unbedingt versucht werden, beide Grundschulstandorte zu erhalten und alles dazu zu unternehmen, auch wenn die Sanierung nicht bis 2018 aus finanziellen Gründen abgeschlossen werden kann.
Ich appelliere hier an unsere Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Keine Kürzungen im Bereich der Schulen und vor allem für alle Kinder weiter vorzunehmen. Was nützt uns die Festschreibung auf einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, wenn die Schulen weiter gekürzt werden. Denkt an die Grundschüler, welche gerade mit 6 Jahren nur noch an den Bushaltestellen stehen, kaum in die Busse klettern können und schon wie Erwachsene einen Arbeitstag von früh 6.00 Uhr bis in die Nachmittagsstunden haben.
Heidrun Morgan
Autor: khhIch verstehe nicht, warum hier Parteiinteressen vor den Interessen der Kinder stehen.
Dies möchte ich am Beispiel von der drohenden Schließung der Grundschule in Wiehe verdeutlichen.
In der Grundschule Wiehe sind nach Aussage der Schulnetzkonzeption 75 T € für Sofortbebarf und ca. 650 T € für weitere Sanierungsarbeiten in den nächsten Jahren notwendig. In der Grundschule Bottendorf sind 145 T € Sofortbedarf und ca. 1,32 Millionen notwendig.
Hier hat niemand die Kosten in Frage gestellt, welche über die Kreisumlage finanziert werden muss.
Durch den Abgeordneten und ehemaligen Bürgermeister Willomitzer wurde eine Gegenüberstellung des Investitionsbedarfes an beiden Grundschulen gefordert. Dies wurde durch die Verwaltung des
Kreises bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgelegt.
Ich frage mich wirklich, was gibt es zu verbergen. Ich frage mich auch, nach der Kostenbeteiligung
an der Mehrzweckhalle in Bottendorf. Diese wird für den Sportunterricht der Grundschule genutzt.
Eigentümer ist die Stadt Roßleben.
Kann sich die Stadt Roßleben diese Mehrzweckhalle ohne Beteiligung der Kosten für den Schulsport überhaupt leisten? Sind das auch Gründe für die Entscheidung, den Schulstandort in Wiehe in Frage zu stellen?
Im Einzugsbereich der Grundschule Wiehe sind bis zum Jahr 2018 jährlich 16 – 22 Schüler in einzuschulen, hier wurden gleich die künftigen Schüler von Gehofen, welche Wahlfreiheit haben, ausgelassen.
Die Fahrzeiten der jetzigen Grundschüler von Nausitz, Langenroda und Donndorf liegen dann über 20 Minuten. Da können diese Schüler doch gleich nach Artern fahren. Ein Vergleich dazu wurde in der Schulnetzkonzeption nicht geprüft. Meines Wissens sind Fahrzeiten über 20 Minuten für Grundschüler nicht zumutbar bzw. zulässig?
Weiterhin könnte auch eine Prüfung der Aufnahme der Grundschüler aus dem Nachbarland Sachsen/Anhalt erfolgen. Die Nachbarorte Allerstedt, Wohlmirstedt usw. liegen nur wenige km von Wiehe entfernt. Deren Schulkinder sollen in die Schule nach Bad Bibra künftig fahren. Ihr Weg führt über Saubach. Wer diese Stecke kennt, weiß, dass es hier im Winter bis zum Stillstand der Busse kommen kann.
Es gibt noch vieles was zu prüfen ist. Traurig bin ich über die negative Entscheidung der Kreistagsmitglieder, dem Antrag von Herrn Willomitzer, die Entscheidung über die Grundschule Wiehe aus dem Paket herauszunehmen, einfach abzuschmettern. Denkt hier niemand an die Kinder? Kinder sind unsere Zukunft!
Da wundern sich alle über die demografische Entwicklung auf dem Lande. Welche junge Familie will noch in einem Dorf bzw. Kleinstadt leben, wo es keine Grundschule evtl. Kindergarten, Ärzte in Zukunft und vor allem Arbeitsstellen usw. gibt?
Bemerken möchte ich noch, dass ich nicht gegen die Schließung der Grundschule Bottendorf bin, es sollte jedoch unbedingt versucht werden, beide Grundschulstandorte zu erhalten und alles dazu zu unternehmen, auch wenn die Sanierung nicht bis 2018 aus finanziellen Gründen abgeschlossen werden kann.
Ich appelliere hier an unsere Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Keine Kürzungen im Bereich der Schulen und vor allem für alle Kinder weiter vorzunehmen. Was nützt uns die Festschreibung auf einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, wenn die Schulen weiter gekürzt werden. Denkt an die Grundschüler, welche gerade mit 6 Jahren nur noch an den Bushaltestellen stehen, kaum in die Busse klettern können und schon wie Erwachsene einen Arbeitstag von früh 6.00 Uhr bis in die Nachmittagsstunden haben.
Heidrun Morgan
