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Winter´s Bone

Samstag, 07. Dezember 2013, 06:40 Uhr
Mit der Aufführung Winter´s Bone (USA 2010), einem Drama, setzt am Freitag das StuKi 76 im Panorama Museum Bad Frankenhausen seine Filmreihen fort. Wie immer ein Tipp von Fred Böhme...


Regie: Debra Granik
Buch: Debra Granik, Anne Rosellini, Daniel Woodrell
D.: Jennifer Lawrence, Isaiah Stone, Ashlee Thompson, John Hawkes, Lauren Sweetser, Shelley Waggener, Kevin Breznahan u.a.
FSK: 12, L.: 100 min

Irgendwo in den waldigen Hügeln der Ozark-Berge im Süden des US-Bundesstaates Missouri lebt die Familie Dolly in ärmlichsten Verhältnissen. Um seine Familie über Wasser zu halten, betätigt sich Vater Jessup wie viele der Männer hier, als Chrystal- Meth-Produzent und Dealer und verbringt mehr Zeit im Knast als in Freiheit. Da die Mutter psychisch krank und deshalb nicht in der Lage ist, sich um ihre Kinder zu kümmern, sorgt die 17-jährige Ree für ihre beiden jüngeren Geschwister Sonny und Ashlee. Als Jessup zu einer Gerichtsverhandlung nicht erscheint, taucht die Polizei auf und droht mit der Pfändung der Blockhütte der Dollys, da der Vater diese als Kaution verpfändet habe. Dann hätten sie zu den ganzen Problemen, die sie eh schon plagen, auch noch die Last der Obdachlosigkeit zu schultern. Um das Schlimmste abzuwenden, macht sich Ree auf die Suche nach ihrem Vater und stößt innerhalb ihrer eigenen Verwandtschaft auf einer Mauer des Schweigens und der offenen Feindseligkeit. Doch Ree lässt sich durch nichts und niemand davon abbringen, ihren Vater aufzuspüren. Ihr bleiben genau sieben Tage Zeit…

Winter´s Bone (Foto: Panoramamuseum Bad Frankenhausen) Winter´s Bone (Foto: Panoramamuseum Bad Frankenhausen)

Foto „Winter´s Bone 3“; Rechteinhaber: 24 Bilder

Wie eine Ethnologin folgt Debra Granik gemeinsam mit ihrem Kameramann Michael McDonough der Spurensuche Rees und zeichnet nebenbei ebenso faszinierendes wie abstoßendes Bild des amerikanischen Prekariats, das wie eine fremde Zivilsationsform fernab der "normalen" Welt erscheint.

Dennoch gerät die schmerzliche Erforschung der Menschen am Rande der Gesellschaft nie zum Sozialporno, trotz aller Widrigkeiten und dem durchweg nicht gerade sympathischen Wesen der Akteure behalten diese stets ihre Würde – oder was davon übrig geblieben ist.
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Freitag, 13. Dezember, 20:00 Uhr im StuKi 76

Mit Shuttleservice! Abfahrt ab REHA-Klinik 19:30 Uhr. Interessenten melden bitte ihren Bedarf unter der 0800-3023666 an bzw. REHA-Patienten tragen sich bitte in die Liste im Patientenordner ein!
Fred Böhme
Autor: khh

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