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Anschauungsunterricht zu Fragen der Inklusion

Sonntag, 11. Mai 2014, 18:35 Uhr
Im Mittelpunkt des Verbandsnachmittages des VdK-Ortsverbandes Reinsdorf für den Monat Mai 2014 stand der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

In diesem Jahr standen die von der Aktion inhaltlich und materiell unterstützten Veranstaltungen und Aktionen unter dem Motto „Viel erreicht und noch viel mehr vor“ in Anspielung auf den 50. Jahrestag des Bestehens der Aktion Mensch. Sie unterstützt mit ihrer Lotterie viele Projekte in der ganzen Bundesrepublik.

Anschauungsunterricht zu Fragen der Inklusion (Foto: Steffen Küttner) Anschauungsunterricht zu Fragen der Inklusion (Foto: Steffen Küttner)

Aus diesem Anlass hatte sich unser Ortsverband liebe Gäste in sein „Cafe der Inklusion“ eingeladen, allen voran eine Gruppe Jugendlicher, die in den Werkstätten der Stiftung Finneck tätig sind. Sie wurden begleitet von Herrn Heiße, stv. Werkstattleiter und Frau Balthasar vom Sozialen Dienst der Werkstatt. Unser Mitglied Martin Kalisch, selbst in der Finneckwerkstatt Bad Frankenhausen tätig und Vorsitzender des Werkstattrates berichtete dann über die Arbeit in der geschützten Werkstatt und was es ihnen bedeutet trotz ihrer Behinderung in der Werkstatt zu arbeiten, in Produktionsprozesse integriert und nicht nur beschäftigt zu sein.

Die diakonische Stiftung Finneck ist immerhin ein regionaler Träger der Behindertenarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe sowie Bildungseinrichtung mit ca. 400 Mitarbeitern. Die Stiftung betreut in den Schulen in Rastenberg und Sömmerda, in einer Kindertagesstätte, Wohnheimen und mehreren Außenwohngruppen sowie an den Standorten der Werkstätten ca. 1.200 Menschen mit und ohne Behinderung.

Natürlich ist auch für die Mitarbeiter der Einrichtung Inklusion das Ziel und man freut sich u. a. über jeden Mitarbeiter, den man erfolgreich in die freie Wirtschaft entlassen kann. Aber leider reichen dort die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen nicht aus bzw. begegnen diese noch immer Vorbehalten.

Martin Begrich, durch einen Sportunfall in seiner Jugend behindert und später Gründer des VdK im Kyffhäuserkreis, hatte einleitend seine Gedanken zur Inklusion erläutert und konnte letzteres nur bestätigen. Frau Schweichler ebenfalls als Gast dabei, vom Verein Lebenshilfe e. V. kennt diese Probleme genau. Gemeinderat Schedletzky weiß aber auch, dass es nicht einfach ist, die finanziellen Hürden für die Umsetzung von Inklusion zu überwinden. Hier ist der Gesetzgeber gefragt. Die Veranstaltung sollte helfen Barrieren abzubauen und Klarheit in den Köpfen zu schaffen.

Text und Bilder: Steffen Küttner
Autor: khh

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