Kühler Kopf gegen Hitzeschock
Dienstag, 20. Mai 2014, 15:33 Uhr
Autofahren bei Hitze belastet nicht nur das Gemüt sondern auch den Kreislauf. Darunter leidet die Konzentration. Ermüdung und längere Reaktionszeiten sind die Folge. Eine Klimaanlage verspricht da Abhilfe, aber Vorsicht: nicht gewartete und zu kalt eingestellte Klimaanlagen sind gesundheitsgefährdend...
Mit dem plötzlichen Temperaturanstieg auf sommerliche über 30 Grad kommen echte Belastungen auf die Autofahrer zu, weiß Dr. Don DeVol, Verkehrspsychologe des TÜV Thüringen. Hitze kann wie Alkohol wirken.
Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat dazu in einer Studie festgestellt, dass sich die durchschnittlichen Unfallzahlen erhöhen, wenn die Temperatur im Wageninneren steigt. Bei 27 Grad Autotemperatur steigen die Unfallzahlen um 6 Prozent, ab 32 Grad um 13 Prozent und bei Saharabedingungen von 37 Grad sogar um 33 Prozent. Die Ursachen dafür liegen in der hitzebedingten Unkonzentriertheit, Ermüdung und verlangsamten Reaktion, erklärt Dr. DeVol.
Ist eine Klimaanlage im Auto vorhanden, empfiehlt der Verkehrsexperte ein paar Einstellregeln. Die Temperatur im Wageninneren sollte nicht mehr als acht Grad Celsius unter der Außentemperatur liegen. Bei 30 Grad Außentemperatur müsste die Klimaanlage auf 22 Grad eingestellt werden. Bei größeren Temperaturdifferenzen können Erkältungen oder Herzkreislaufstörungen die Folge sein. Außerdem sollte die Kaltluft aus dem Gebläse möglichst nicht direkt auf den Körper oder ins Gesicht gerichtet werden. Bindehautentzündungen sind häufig auf falsch eingestellte Klimaanlagen zurückzuführen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen heißt es, immer ausreichend trinken und auf gesunde, leichte Ernährung achten. Längere Autofahrten lieber öfter einmal mit einer kurzen Pause unterbrechen und das Auto dabei gut durchlüften. Beim Anfahren empfiehlt es sich, die Klimaanlage zunächst auf Umluftbetrieb zu stellen. So kann eine schnellere Luftabkühlung erreicht werden. Schnelleres Fahren mit geöffneten Fenstern sollte vermieden werden.
Wirkungsvoll ist auch der Schutz gegen die direkte Sonneneinstrahlung. Immerhin können sich Armaturen und Hutablage bei direkter Sonneneinstrahlung auf über 70 Grad Celsius erhitzen. Sonnenbrillen schützen gegen direktes, blendendes und zu intensives Tageslicht, schattige Parkplätze verhindern das zu starke Aufheizen des Fahrzeugs. Ein zusätzlicher Sonnenschutz für Front- und Heckscheibe hindern ebenfalls die Sonneneinwirkung. Gila Hanssen / PIXELIO
Autor: redMit dem plötzlichen Temperaturanstieg auf sommerliche über 30 Grad kommen echte Belastungen auf die Autofahrer zu, weiß Dr. Don DeVol, Verkehrspsychologe des TÜV Thüringen. Hitze kann wie Alkohol wirken.
Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat dazu in einer Studie festgestellt, dass sich die durchschnittlichen Unfallzahlen erhöhen, wenn die Temperatur im Wageninneren steigt. Bei 27 Grad Autotemperatur steigen die Unfallzahlen um 6 Prozent, ab 32 Grad um 13 Prozent und bei Saharabedingungen von 37 Grad sogar um 33 Prozent. Die Ursachen dafür liegen in der hitzebedingten Unkonzentriertheit, Ermüdung und verlangsamten Reaktion, erklärt Dr. DeVol.
Ist eine Klimaanlage im Auto vorhanden, empfiehlt der Verkehrsexperte ein paar Einstellregeln. Die Temperatur im Wageninneren sollte nicht mehr als acht Grad Celsius unter der Außentemperatur liegen. Bei 30 Grad Außentemperatur müsste die Klimaanlage auf 22 Grad eingestellt werden. Bei größeren Temperaturdifferenzen können Erkältungen oder Herzkreislaufstörungen die Folge sein. Außerdem sollte die Kaltluft aus dem Gebläse möglichst nicht direkt auf den Körper oder ins Gesicht gerichtet werden. Bindehautentzündungen sind häufig auf falsch eingestellte Klimaanlagen zurückzuführen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen heißt es, immer ausreichend trinken und auf gesunde, leichte Ernährung achten. Längere Autofahrten lieber öfter einmal mit einer kurzen Pause unterbrechen und das Auto dabei gut durchlüften. Beim Anfahren empfiehlt es sich, die Klimaanlage zunächst auf Umluftbetrieb zu stellen. So kann eine schnellere Luftabkühlung erreicht werden. Schnelleres Fahren mit geöffneten Fenstern sollte vermieden werden.
Wirkungsvoll ist auch der Schutz gegen die direkte Sonneneinstrahlung. Immerhin können sich Armaturen und Hutablage bei direkter Sonneneinstrahlung auf über 70 Grad Celsius erhitzen. Sonnenbrillen schützen gegen direktes, blendendes und zu intensives Tageslicht, schattige Parkplätze verhindern das zu starke Aufheizen des Fahrzeugs. Ein zusätzlicher Sonnenschutz für Front- und Heckscheibe hindern ebenfalls die Sonneneinwirkung. Gila Hanssen / PIXELIO
