kyffhaeuser-nachrichten.de

Der Staat und seine Kinder

Freitag, 30. Mai 2014, 10:22 Uhr
Kinder werden von den Eltern buchstäblich an die Hand genommen. Doch manchmal kann das Elternhaus nicht leisten, was es sollte. Dann muss der Staat einspringen. Aber wie häufig kommt das tatsächlich vor?

Jeder achte Thüringer war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik am 31. Dezember 2012 jünger als 18 Jahre. Die meisten der 296.000 unter 18-Jährigen lebten 2012 anteilig im Landkreis Eichsfeld, im Weimarer Land und in der Stadt Weimar. Mit einem Anteil von 15 Prozent an der Bevölkerung war hier jeder Siebte in dieser Altersgruppe.

Den geringsten Anteil der unter 18-Jährigen gab es in der Stadt Suhl. Nur jeder elfte Suhler konnte dieser Altersgruppe zugeordnet werden.
2012 wurden thüringenweit 23.041 Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen von den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe ausgeführt. Bei den unter 18-Jährigen bildeten, mit 13.342 Hilfen, die Erziehungshilfen den Hauptschwerpunkt im Bereich Hilfe zur Erziehung.

Zweit häufigste Hilfeart war in 2949 Fällen die Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe. 1993 Hilfen wurden für die Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform und 1614 Hilfen für die Vollzeitpflege gewährt.

1053 Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt, gemäß Kapitel drei des Zwölften Sozialgesetzbuch (SGB XII), bzw. jeder Achte war noch keine 18 Jahre alt. Bezogen auf 1000 der unter 18-Jährigen betrug der Anteil der Leistungsberechtigten 3,6. 8.132 Personen unter 18 Jahre erhielten im Laufe des Jahres 2012 eine oder mehrere besondere Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB XII. Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen bildete in dieser Altersgruppe den Hauptanteil. 8 096 Personen unter 18 Jahre waren auf diese Hilfe angewiesen.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de