Marketing nicht vernachlässigen
Freitag, 07. August 2015, 10:00 Uhr
Der Unstrut-Werra-Radweg ist bisher eine sehr gelungene Sache. Aber beim Marketing hapert es noch gewaltig...
Der Unstrut-Werra-Radweg (UWR) wird von den Einheimischen mit Begeisterung aufgenommen und bereits von vielen Radfahrern benutzt, selbst als der Weg noch nicht freigegeben war. Aber es gibt einen gewaltigen Wermutstrofen. Wer nicht die örtlichen Presse gelesen hat, der bekommt noch nicht viel zu hören und zu sehen. Dabei läuft die Urlaubssaison auf höchsten Touren. Nicht jeder plant Wochen und Monate vorher.
Aber Informationen über den UWR sind schwer zu erhalten. Die vorhandenen Wander- und Radwanderkarten enthalten noch keine Angaben, auch nicht gestrichelt, für im Bau befindlich Strecken.
Die vom Landratsamt bzw. geplante Webseite unter www.unstrutwerraradweg.de zeigt nur:
Marketing nicht vernachlässigen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anstatt hier laufend über den Baufortschritt zu berichten und bereits über die freigegebenen Strecken zu informieren, passiert hier überhaupt nichts.
Die Krone auf das setzt das Thüringer Verkehrsministerium auf. Hier ist beim Radroutenplaner (http://radroutenplaner.thueringen.de/) nur zu lesen:
Unstrut-Werra-Radweg
Beginnend in der Stadt der Tore und Kirchen, in Mühlhausen (direkte Anbindung zum Unstrut-Radweg) fahren Sie nach Langula. Von hier aus lohnt sich ein Abstecher in den Nationalpark Hainich, dem größten, zusammenhängenden Laubwaldgebiet Deutschlands. Steigen Sie bei einem Besuch des Baumkronenpfades dem Urwald aufs Dach und genießen Sie von der Aussichtsplattform in 44 m Höhe das fantastische Panorama über den Nationalpark Hainich. (http://radroutenplaner.thueringen.de/themenrouten_info.asp?dbspalte=552)
Na Bravo, obwohl der UWR bereits seit Ende vorigen Jahres von der Werra bis Sondershausen durchgängig befahrbar ist, keine Zeile über die anderen bereits fertiggestellten Wegteile. Da auch die Strecke Bad Frankenhausen - Artern bereits befahrbar ist, kein Ton und erst recht nicht Berka (Sondershausen) - Bad Frankenhausen. Und sage bei den Verantwortlichen keiner, das habe er nicht gewusst. Auf diesen Makel wurde schon mehrfach hingewiesen.
Marketing nicht vernachlässigen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Aber auch entlang der Strecke könnte etwas Werbung nicht schaden. Am UWR selbst sind bereits Hinweisschilder zu den Sehenswürdigkeiten geschaffen worden, wie hier der Wegweiser nach Bendeleben oder zur Barbarossahöhle in Rottleben. Aber wie sieht es in der anderen Richtung aus?
Da Auswärtige meist eben den UWR doch noch nicht kennen, fahren sie eben noch normale Landstraße. Und da gibt es eben keine Hinweisschilder über den vorhandenen Radweg. Wer von Bad Frankenhausen in Richtung Sondershausen fährt, bekommt in der Rottleberstraße eben keinen das es bereits einen Radweg gibt. Das wäre gerade jetzt wichtig, wo die Strecke durch Bad Frankenhausen noch nicht ausgeschildert ist, was mit Sicherheit erst im Herbst passieren wird.
Auch in Rottleben oder Bendeleben findet man nicht einen Hinweis in Richtung UWR. Und kn hat schob einige Radfahrer gesehen, die über den Hüflar in die Orte gekommen waren. Selbst in Berka hat man es nicht fertiggebracht, schon mal einen Wegbaum am jetzigen Beginn der Trasse aufzustellen. Das Richtungsschild nach Sondershausen kann man ja dann im Herbst ganz einfach dazu schrauben.
Noch ist die diesjährige Urlaubs- und insbesondere Radfahrersaison erst zur Hälfte gelaufen. Vielleicht lässt sich das eine oder andere Hinweisschild noch aufstellen. Diese Hinweisschilder sind ja nicht nur ein Service für die Radtouristen, sondern leiten auch Radfahrer auf den UWR, und werden zur eigenen Sicherheit von der doch recht stark befahrenen Landstraße Sondershausen - Bad Frankenhausen genommen.
Bei den Verantwortlichen für Tourismus sollte es sich doch langsam herumgesprochen haben, Touristen kommen nicht von allein, sie wollen angelockt und auch mit Wegweisern hingeführt werden. Nicht jeder möchte gern eine "Schnitzeljagd" machen und den Weg suchen. Und die Information im Radroutenplaner zu ändern, der ja millionenfach aufgerufen wird, sollte auch kaum Zeit in Anspruch nehmen.
Autor: khhDer Unstrut-Werra-Radweg (UWR) wird von den Einheimischen mit Begeisterung aufgenommen und bereits von vielen Radfahrern benutzt, selbst als der Weg noch nicht freigegeben war. Aber es gibt einen gewaltigen Wermutstrofen. Wer nicht die örtlichen Presse gelesen hat, der bekommt noch nicht viel zu hören und zu sehen. Dabei läuft die Urlaubssaison auf höchsten Touren. Nicht jeder plant Wochen und Monate vorher.
Aber Informationen über den UWR sind schwer zu erhalten. Die vorhandenen Wander- und Radwanderkarten enthalten noch keine Angaben, auch nicht gestrichelt, für im Bau befindlich Strecken.
Die vom Landratsamt bzw. geplante Webseite unter www.unstrutwerraradweg.de zeigt nur:
Marketing nicht vernachlässigen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anstatt hier laufend über den Baufortschritt zu berichten und bereits über die freigegebenen Strecken zu informieren, passiert hier überhaupt nichts.Die Krone auf das setzt das Thüringer Verkehrsministerium auf. Hier ist beim Radroutenplaner (http://radroutenplaner.thueringen.de/) nur zu lesen:
Unstrut-Werra-Radweg
Beginnend in der Stadt der Tore und Kirchen, in Mühlhausen (direkte Anbindung zum Unstrut-Radweg) fahren Sie nach Langula. Von hier aus lohnt sich ein Abstecher in den Nationalpark Hainich, dem größten, zusammenhängenden Laubwaldgebiet Deutschlands. Steigen Sie bei einem Besuch des Baumkronenpfades dem Urwald aufs Dach und genießen Sie von der Aussichtsplattform in 44 m Höhe das fantastische Panorama über den Nationalpark Hainich. (http://radroutenplaner.thueringen.de/themenrouten_info.asp?dbspalte=552)
Na Bravo, obwohl der UWR bereits seit Ende vorigen Jahres von der Werra bis Sondershausen durchgängig befahrbar ist, keine Zeile über die anderen bereits fertiggestellten Wegteile. Da auch die Strecke Bad Frankenhausen - Artern bereits befahrbar ist, kein Ton und erst recht nicht Berka (Sondershausen) - Bad Frankenhausen. Und sage bei den Verantwortlichen keiner, das habe er nicht gewusst. Auf diesen Makel wurde schon mehrfach hingewiesen.
Marketing nicht vernachlässigen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Aber auch entlang der Strecke könnte etwas Werbung nicht schaden. Am UWR selbst sind bereits Hinweisschilder zu den Sehenswürdigkeiten geschaffen worden, wie hier der Wegweiser nach Bendeleben oder zur Barbarossahöhle in Rottleben. Aber wie sieht es in der anderen Richtung aus?Da Auswärtige meist eben den UWR doch noch nicht kennen, fahren sie eben noch normale Landstraße. Und da gibt es eben keine Hinweisschilder über den vorhandenen Radweg. Wer von Bad Frankenhausen in Richtung Sondershausen fährt, bekommt in der Rottleberstraße eben keinen das es bereits einen Radweg gibt. Das wäre gerade jetzt wichtig, wo die Strecke durch Bad Frankenhausen noch nicht ausgeschildert ist, was mit Sicherheit erst im Herbst passieren wird.
Auch in Rottleben oder Bendeleben findet man nicht einen Hinweis in Richtung UWR. Und kn hat schob einige Radfahrer gesehen, die über den Hüflar in die Orte gekommen waren. Selbst in Berka hat man es nicht fertiggebracht, schon mal einen Wegbaum am jetzigen Beginn der Trasse aufzustellen. Das Richtungsschild nach Sondershausen kann man ja dann im Herbst ganz einfach dazu schrauben.
Noch ist die diesjährige Urlaubs- und insbesondere Radfahrersaison erst zur Hälfte gelaufen. Vielleicht lässt sich das eine oder andere Hinweisschild noch aufstellen. Diese Hinweisschilder sind ja nicht nur ein Service für die Radtouristen, sondern leiten auch Radfahrer auf den UWR, und werden zur eigenen Sicherheit von der doch recht stark befahrenen Landstraße Sondershausen - Bad Frankenhausen genommen.
Bei den Verantwortlichen für Tourismus sollte es sich doch langsam herumgesprochen haben, Touristen kommen nicht von allein, sie wollen angelockt und auch mit Wegweisern hingeführt werden. Nicht jeder möchte gern eine "Schnitzeljagd" machen und den Weg suchen. Und die Information im Radroutenplaner zu ändern, der ja millionenfach aufgerufen wird, sollte auch kaum Zeit in Anspruch nehmen.
