Gefährliche Pflanzen
Vorsicht, da wächst was ran
Samstag, 08. August 2015, 11:48 Uhr
Nicht alles was in der Natur wächst ist harmlos. Und eine gefährliche Pflanze macht sich auch in der Region breit...
Sieht auf den ersten Blick nicht gefährlich aus, dass scheinbare Unkraut, was da im Wald wächst.
Auch in Thüringen hat sich der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), auch Herkulesstaude genannt, breit gemacht. Seit einiger Zeit ist sie auch an einem Wanderweg zu finden, der von Großfurra nach Heringen führt.
Der Riesen-Bärenklau ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Er bildet photosensibilisierende Substanzen aus der Gruppe der Furanocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken, das heißt, bei Berührungen in Verbindung mit Tageslicht kann es bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und blasenbildenden, schwer heilenden Verbrennungserscheinungen führen. Es heißt also Abstand halten.
Zum Glück stehen die Pflanzen bisher nur in eh mit viel hohen Unkräutern bestandenem Gebiet. Aber da sich die Pflanzen durch Wind mit ihren Samen gut verbreiten, kann es in den angrenzenden Waldstücken schnell zu "Nachwuchs" kommen. Achten Sie also auf die gefiederten Blätter, denn man erkennt die Pflanze so meist nur wenn sie schon groß ist in Blüte steht.
Leider ist die Beseitigung dieser Pflanze, die 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt wurde, nicht einfach und recht teuer. Beim Umgang mit der Pflanze muss man vollständige Schutzkleidung tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört.
Deshalb zögern die Behörden noch, die Pflanze zu bekämpfen. Das könnte sich als Fehler erweisen. Da sich in anderen Gegenden die Pflanze als sehr robust erwiesen hat, ist nicht zu erwarten, dass sie von allein wieder verschwindet. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Wie der ehrenamtliche Ortswegwart Wandern und Radwandern von Sondershausen auf Nachfrage bestätigte, scheint sich der Bestand gegen über dem Vorjahr vergrößert zu haben.
Vorsicht, da wächst was ran (Foto: Google Maps Karl-Heinz Herrmann)
Und wo steht die Pflanze zurzeit? Der Leiten-Wanderweg, der seinen Startpunkt auf dem Possen bei Sondershausen, führt über Bahnhof Hohenebra, Oberholzchaussee nach Großfurra und über Neuheide nach Schloss Heringen im Landkreis Nordhausen.
Der Leiten-Wanderweg führt dabei auch durch ein Waldstück, dass zwischen Neuheide und Heringen liegt und parallel zur B4 verläuft. In dem mit weißem Strich gekennzeichneten Wegstück hat sich leider der Riesen-Bärenklau breit gemacht.
Wenn man durch das besagte Gebiet wandert, einfach mal auf dem Wege bleiben. Im Wald selbst hat die Pflanze keine große Chance sich zu vermehren, da die Pflanze recht "lichthungrig" ist. Pilzsammler im Wald drinnen haben also kaum etwas zu befürchten. Die Gefahr lauert eher am Waldesrand in der "Krautzone" wo meist kaum ein Pilz steht.
Die Hauptgefahr ist, dass sich der Bärenklau entlang des Waldrandes in östlicher Richtung ausbreitet und dann erreicht er in ein paar Jahren eventuell auch Sondershausen und dort Stockhausen als Erstes. Durch den Wind können aber durchaus auch die Samen schneller verbreitet werden.
Vorsicht, da wächst was ran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Wer also die große Pflanze mit den gefiederten Blättern auch an anderen Stellen entdeckt, sollte das den Behödern melden. Auf keinen Fall selbst anfassen und rausreißen wollen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die im vorigen Jahr vom Wegewart erstmals entdeckte Pflanze endlich bekämpft wird. Je länger man wartet, umso mehr Pflanzen werden es und umso teurer wird später die Bekämpfung. Jetzt sparen, könnte später recht teuer werden.
Autor: khhSieht auf den ersten Blick nicht gefährlich aus, dass scheinbare Unkraut, was da im Wald wächst.
Auch in Thüringen hat sich der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), auch Herkulesstaude genannt, breit gemacht. Seit einiger Zeit ist sie auch an einem Wanderweg zu finden, der von Großfurra nach Heringen führt.
Der Riesen-Bärenklau ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Er bildet photosensibilisierende Substanzen aus der Gruppe der Furanocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken, das heißt, bei Berührungen in Verbindung mit Tageslicht kann es bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und blasenbildenden, schwer heilenden Verbrennungserscheinungen führen. Es heißt also Abstand halten.
Zum Glück stehen die Pflanzen bisher nur in eh mit viel hohen Unkräutern bestandenem Gebiet. Aber da sich die Pflanzen durch Wind mit ihren Samen gut verbreiten, kann es in den angrenzenden Waldstücken schnell zu "Nachwuchs" kommen. Achten Sie also auf die gefiederten Blätter, denn man erkennt die Pflanze so meist nur wenn sie schon groß ist in Blüte steht.
Leider ist die Beseitigung dieser Pflanze, die 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt wurde, nicht einfach und recht teuer. Beim Umgang mit der Pflanze muss man vollständige Schutzkleidung tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört.
Deshalb zögern die Behörden noch, die Pflanze zu bekämpfen. Das könnte sich als Fehler erweisen. Da sich in anderen Gegenden die Pflanze als sehr robust erwiesen hat, ist nicht zu erwarten, dass sie von allein wieder verschwindet. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Wie der ehrenamtliche Ortswegwart Wandern und Radwandern von Sondershausen auf Nachfrage bestätigte, scheint sich der Bestand gegen über dem Vorjahr vergrößert zu haben.
Vorsicht, da wächst was ran (Foto: Google Maps Karl-Heinz Herrmann)
Und wo steht die Pflanze zurzeit? Der Leiten-Wanderweg, der seinen Startpunkt auf dem Possen bei Sondershausen, führt über Bahnhof Hohenebra, Oberholzchaussee nach Großfurra und über Neuheide nach Schloss Heringen im Landkreis Nordhausen.Der Leiten-Wanderweg führt dabei auch durch ein Waldstück, dass zwischen Neuheide und Heringen liegt und parallel zur B4 verläuft. In dem mit weißem Strich gekennzeichneten Wegstück hat sich leider der Riesen-Bärenklau breit gemacht.
Wenn man durch das besagte Gebiet wandert, einfach mal auf dem Wege bleiben. Im Wald selbst hat die Pflanze keine große Chance sich zu vermehren, da die Pflanze recht "lichthungrig" ist. Pilzsammler im Wald drinnen haben also kaum etwas zu befürchten. Die Gefahr lauert eher am Waldesrand in der "Krautzone" wo meist kaum ein Pilz steht.
Die Hauptgefahr ist, dass sich der Bärenklau entlang des Waldrandes in östlicher Richtung ausbreitet und dann erreicht er in ein paar Jahren eventuell auch Sondershausen und dort Stockhausen als Erstes. Durch den Wind können aber durchaus auch die Samen schneller verbreitet werden.
Vorsicht, da wächst was ran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Wer also die große Pflanze mit den gefiederten Blättern auch an anderen Stellen entdeckt, sollte das den Behödern melden. Auf keinen Fall selbst anfassen und rausreißen wollen.Bleibt nur zu hoffen, dass die im vorigen Jahr vom Wegewart erstmals entdeckte Pflanze endlich bekämpft wird. Je länger man wartet, umso mehr Pflanzen werden es und umso teurer wird später die Bekämpfung. Jetzt sparen, könnte später recht teuer werden.


