Bewegung ist Grundbestandteil Typ-2-Diabetes-Therapie
Dem Zucker Beine machen
Sonntag, 09. Oktober 2016, 16:53 Uhr
Wenn es um das Leben mit Typ-2-Diabetes geht, denken die meisten Menschen zuerst an eine Ernährungsumstellung und Medikamente. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Therapie wird jedoch oft stiefmütterlich behandelt: Bewegung...
"Inzwischen haben sehr viele Studien gezeigt, dass körperliche Aktivität eines der effektivsten Mittel ist, das bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden kann", erklärt dazu Dr. med. Tobias Wiesner, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie aus Leipzig.
Bewegung ist deshalb so wichtig, weil sie die Insulinsensibilität der Zellen verbessert, die bei Typ-2-Diabetikern meist gestört ist. Außerdem werden Blutfette, Blutdruck und Gewicht positiv beeinflusst - mehr Informationen dazu gibt es auch unter www.diabetes-behandeln.de. Natürlich kann nicht jeder Patient ein intensives Training bewältigen. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn körperliche Aktivität bedeutet nicht unbedingt Sport.
"Schon kleine Wege bringen Effekte, zum Beispiel die Nutzung einer Treppe statt des Fahrstuhls, die Nutzung einer weiter entfernten Haltestelle öffentlicher Verkehrsmittel, das weiter entfernt geparkte Auto und vieles mehr", erläutert Dr. Wiesner. Mit etwas Motivation fände jeder Patient Möglichkeiten, im Alltag aktiv zu werden. Diabetiker, die blutzuckersenkende Medikamente nehmen, sollten dabei jedoch beachten, dass körperliche Aktivitäten, die mit einem deutlich erhöhten Bewegungspensum einhergehen, auch zu Unterzuckerungen führen können. Deshalb rät der Experte, bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Unterzuckerung Medikamente wie z. B. DPP-4-Hemmer einzusetzen. Diabetiker sollten sich vor dem Trainingsstart ärztlich beraten lassen.
Autor: red"Inzwischen haben sehr viele Studien gezeigt, dass körperliche Aktivität eines der effektivsten Mittel ist, das bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden kann", erklärt dazu Dr. med. Tobias Wiesner, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie aus Leipzig.
Bewegung ist deshalb so wichtig, weil sie die Insulinsensibilität der Zellen verbessert, die bei Typ-2-Diabetikern meist gestört ist. Außerdem werden Blutfette, Blutdruck und Gewicht positiv beeinflusst - mehr Informationen dazu gibt es auch unter www.diabetes-behandeln.de. Natürlich kann nicht jeder Patient ein intensives Training bewältigen. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn körperliche Aktivität bedeutet nicht unbedingt Sport.
"Schon kleine Wege bringen Effekte, zum Beispiel die Nutzung einer Treppe statt des Fahrstuhls, die Nutzung einer weiter entfernten Haltestelle öffentlicher Verkehrsmittel, das weiter entfernt geparkte Auto und vieles mehr", erläutert Dr. Wiesner. Mit etwas Motivation fände jeder Patient Möglichkeiten, im Alltag aktiv zu werden. Diabetiker, die blutzuckersenkende Medikamente nehmen, sollten dabei jedoch beachten, dass körperliche Aktivitäten, die mit einem deutlich erhöhten Bewegungspensum einhergehen, auch zu Unterzuckerungen führen können. Deshalb rät der Experte, bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Unterzuckerung Medikamente wie z. B. DPP-4-Hemmer einzusetzen. Diabetiker sollten sich vor dem Trainingsstart ärztlich beraten lassen.
Auch Krafttraining nützt
Neben der erhöhten Aktivität im Alltag gelten für Zuckerkranke vor allem Ausdauersportarten wie Wandern, Walken, Schwimmen oder Radfahren als günstig. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt aber alternativ oder als Ergänzung auch ein Kraftausdauertraining.Daten & Fakten
Unterzuckerungen können sowohl während als auch nach dem Training auftreten, wenn die Belastung hoch war. Zur Vorbeugung sollte man:- nach ärztlicher Anweisung die Medikation anpassen/verringern,
- nicht mit niedrigem Blutzucker beginnen, sondern vorher zum Beispiel eine Banane essen,
- kontrollieren, dass der Blutzucker nach größeren Anstrengungen vor dem Schlafengehen höher liegt, um nächtlichen Unterzuckerungen vorzubeugen,
- für den Fall einer Unterzuckerung Traubenzucker oder ähnliches bereithalten.
