Sondershausen erinnert an die Opfer der NS-Diktatur
Gedenken an die Pogromnacht 1938
Freitag, 07. November 2025, 14:00 Uhr
Rund 100 Menschen versammelten sich am heutigen 7. November auf dem Jüdischen Friedhof in Sondershausen, um der jüdischen Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 zu gedenken. Bürgermeister Steffen Grimm hieß die Anwesenden herzlich willkommen und zeigte sich erfreut über die große Beteiligung:...
Schlossmuseumsleiterin Dr. Carolin Schäfer und Bürgermeister Steffen Grimm gedachten der Sondershäuser Opfer der Reichspogromnacht von 1938. (Foto: Janine Skara)
Es ist wichtig, dass wir gemeinsam hier stehen – um zu erinnern, um zu mahnen und um unsere Verantwortung für ein respektvolles und friedliches Miteinander zu bekräftigen."
Unter den Teilnehmenden befanden sich Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Berufsschulzentrums des Kyffhäuserkreises, der Regelschule Am Franzberg und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, außerdem Bürgerinnen und Bürger, Landtagsabgeordneter Stefan Schard, Schlossmuseumsleiterin Dr. Carolin Schäfer sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung.
Ein zentraler Beitrag kam von Max Schäfer (Universitätsbibliothek Magdeburg) und Malte Ringhoff (Stadtarchiv Halle). In ihrer Rede zum Thema Was das Pogrom möglich machte und heute wieder möglich ist beleuchteten sie die historischen und gesellschaftlichen Wurzeln des Antisemitismus – und warnten zugleich vor aktuellen Entwicklungen, die diskriminierendes Denken erneut begünstigen.
Bürgermeister Grimm erinnerte in seiner Ansprache an die jüdische Geschichte Sondershausens, an die Synagoge in der Bebrastraße und an die Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten. Er betonte: Die Worte Kein Vergessen auf der Gedenktafel am Standort der ehemaligen Synagoge sind ein Auftrag an uns alle.
Über 100 Menschen nahmen an der Gedenkfeier zur Pogromnacht auf dem jüdischen Friedhof in Sondershausen teil. (Foto: Janine Skara)
Die Stadt Sondershausen engagiert sich seit Jahren aktiv in der Erinnerungsarbeit – etwa durch die Pflege der jüdischen Friedhöfe in Sondershausen und Immenrode, die Verlegung und Betreuung der Stolpersteine sowie durch Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen und dem Berufsschulzentrum.
Autor: emw
Schlossmuseumsleiterin Dr. Carolin Schäfer und Bürgermeister Steffen Grimm gedachten der Sondershäuser Opfer der Reichspogromnacht von 1938. (Foto: Janine Skara)
Es ist wichtig, dass wir gemeinsam hier stehen – um zu erinnern, um zu mahnen und um unsere Verantwortung für ein respektvolles und friedliches Miteinander zu bekräftigen."
Unter den Teilnehmenden befanden sich Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Berufsschulzentrums des Kyffhäuserkreises, der Regelschule Am Franzberg und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, außerdem Bürgerinnen und Bürger, Landtagsabgeordneter Stefan Schard, Schlossmuseumsleiterin Dr. Carolin Schäfer sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung.
Ein zentraler Beitrag kam von Max Schäfer (Universitätsbibliothek Magdeburg) und Malte Ringhoff (Stadtarchiv Halle). In ihrer Rede zum Thema Was das Pogrom möglich machte und heute wieder möglich ist beleuchteten sie die historischen und gesellschaftlichen Wurzeln des Antisemitismus – und warnten zugleich vor aktuellen Entwicklungen, die diskriminierendes Denken erneut begünstigen.
Bürgermeister Grimm erinnerte in seiner Ansprache an die jüdische Geschichte Sondershausens, an die Synagoge in der Bebrastraße und an die Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten. Er betonte: Die Worte Kein Vergessen auf der Gedenktafel am Standort der ehemaligen Synagoge sind ein Auftrag an uns alle.
Über 100 Menschen nahmen an der Gedenkfeier zur Pogromnacht auf dem jüdischen Friedhof in Sondershausen teil. (Foto: Janine Skara)
Die Stadt Sondershausen engagiert sich seit Jahren aktiv in der Erinnerungsarbeit – etwa durch die Pflege der jüdischen Friedhöfe in Sondershausen und Immenrode, die Verlegung und Betreuung der Stolpersteine sowie durch Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen und dem Berufsschulzentrum.

