In Thüringen besitzen immer mehr Haushalte ein Elektrofahrrad. Nach den Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 verfügten 17,2 Prozent der Haushalte über mindestens ein E-Bike. Fünf Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei 4,9 Prozent. Darauf weist das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Weltfahrradtages am 3. Juni hin...
E-Bikes, wie hier bei einem Testtag in Nordhausen, werden immer beliebter. (Foto: Archivbild agl)Insgesamt besaßen 2023 rund 71,1 Prozent der Thüringer Haushalte mindestens ein Fahrrad. Damit liegt der Freistaat weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit verfügten 78,4 Prozent der Haushalte über mindestens ein Fahrrad, 20,6 Prozent besaßen mindestens ein Elektrofahrrad.
Langfristig zeigt sich bei der Fahrradausstattung der Thüringer Haushalte ein deutlicher Aufwärtstrend. Während 1993 lediglich 60,0 Prozent der Haushalte ein Fahrrad besaßen, stieg der Anteil über 63,9 Prozent im Jahr 2003 auf 69,8 Prozent im Jahr 2013. Gegenüber 2013 entspricht das bis 2023 einem Zuwachs von 1,3 Prozentpunkten.
Trotz der zunehmenden Verbreitung von Fahrrädern und E-Bikes spielt das Rad als Verkehrsmittel für den Arbeitsweg bislang nur eine vergleichsweise geringe Rolle. Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2024 nutzten 6,6 Prozent der Erwerbstätigen in Thüringen das Fahrrad oder Elektrofahrrad für den Weg zur Arbeit. Die große Mehrheit von 72,8 Prozent legte ihren Arbeitsweg mit dem Auto oder Motorrad zurück.
Als mögliche Gründe nennt das Statistikamt die häufig langen Pendelwege. Weniger als die Hälfte der Erwerbstätigen (47,0 Prozent) arbeitete innerhalb der eigenen Wohngemeinde. 43,5 Prozent pendelten in eine andere Thüringer Kommune, weitere 9,5 Prozent sogar über die Landesgrenzen hinaus. Zudem hatten knapp die Hälfte der Beschäftigten einen Arbeitsweg von zehn Kilometern oder mehr beziehungsweise wechselnde Arbeitsstätten.
Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede bei der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit. Während 7,3 Prozent der Männer das Fahrrad nutzten, lag der Anteil bei den Frauen bei 5,8 Prozent.