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Do, 22:42 Uhr
01.09.2016
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Schlechte Nachrichten vom Kyffhäuser

Nicht nur weil es aktuell am Südhang brennt, denn die Firma FZ Food Ringleben, auch bekannt unter dem Namen Frenzel Tiefkühlkost, musste Insolvenz anmelden und schickt seit heute die Beschäftigten in die Arbeitslosigkeit...


Eigentlich sollte es ein gemütlicher Unternehmerabend am Kyffhäuser werden, kn berichtet noch ausführlich, aber der 1. Beigeordnete der Landrätin Raimund Scheja (CDU) informierte, dass die FZ Food Ringleben nicht nur Insolvenz angemeldet hat, sondern heute alle 150 Beschäftigten in die Arbeitslosigkeit geschickt hat.

Schlechte Nachrichten vom Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schlechte Nachrichten vom Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Wirtschaftsministerium gab es ein dringendes Krisengespräch mit Vertretern des Landratsamtes um die Entlassungen abzufedern.

Scheja dankte dem Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und der Arbeitsministerin Heike Werner für die schnelle Gesprächsbereitschaft und Kontaktaufnahme. Ergebnisse wurden noch nicht bekannt.

Schlechte Nachrichten vom Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schlechte Nachrichten vom Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Matthias Woitsch von der Arbeitsagentur in Sondershausen gab weitere Einzelheiten bekannt. Von den 150 Werktätigen kommen 120 aus dem Kyffhäuserkreis, davon 70 bis 80 aus dem Altkreis Artern. Die Übrigen kommen u.a. aus Greußen, Sondershausen und sogar Erfurt.

Zur Zeit werden die Daten der Betroffenen aufgenommen, aber zum großen Teil sind es Produktionsarbeiter. Hinter der Bezeichnung Produktionsarbeiter können sich aber auch hochqualifizierte Leute verstecken, die in ihrem Fach keine Arbeit bekamen, aber das werden wir bald ermittelt haben.

Woitsch bat die anwesenden Unternehmer zu prüfen, in wie fern die Unternehmen Einstellungen vornhmen können. Wir werden, wenn nötig, für die schnelle Qualifizierung sorgen, wenn das nötig ist, so Woitsch.

Auf der Webseite gab die KTG Agrar SE zu der FZ Foot Ringleben gehört bekannt:

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet


Ad-hoc Mitteilung nach Art. 17 der EU-Marktmissbrauchsverordnung (MAR)
Hamburg, 1. September 2016. Die KTG Agrar SE (ISIN: DE000A0DN1J4) gibt bekannt, dass mit Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom heutigen Tag das Insolvenzverfahren über ihr Vermögen eröffnet und zugleich Eigenverwaltung angeordnet wurde. Die KTG Agrar SE ist zahlungsunfähig und in Höhe von rd. 394 Mio. überschuldet.

Das Gutachten des vorläufigen Sachwalters liegt nunmehr dem Vorstand vor. Als Ergebnis der Ermittlungen des vorläufigen Sachwalters steht fest, dass Abschreibungsbedarf bei Beteiligungen und Forderungen (einschließlich assoziierter Unternehmen) der KTG Agrar SE voraussichtlich in Höhe von bis zu 222 Mio. und bei sonstigen Vermögensgegenständen (hier: Forderungen gegen Dritte) voraussichtlich in Höhe von 169 Mio. besteht. Aufgrund dieser Tatsache ist absehbar, dass die Insolvenzquote für die Gläubiger der KTG Agrar SE äußerst gering ausfallen wird; eine ungefähre Höhe ist derzeit nicht prognostizierbar.

Im Hinblick auf die Verfahrenseröffnung wurde zur Wahrung aller Sanierungs- und Verwertungsoptionen ein strukturierter M&A-Prozess für den Bereich Agrar und das rd. 50%ige Aktienpaket an der KTG Energie AG unter Einbeziehung strategischer und institutioneller Interessenten eingeleitet. In Anbetracht der Ermittlungsergebnisse stehen alternative Sanierungsmöglichkeiten nur sehr eingeschränkt zur Verfügung.

Zugleich hat eine Zwischenbewertung der jetzt angelaufenen Ernte ergeben, dass die Ernte über die aufgrund der nachteiligen Witterungsbedingungen zu erwartenden leicht unterdurchschnittlichen Erträge hinaus noch erheblich schlechter ausfallen wird.
Autor: khh

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