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Sa, 16:51 Uhr
05.06.2021
Studie zu neuem Bußgeldkatalog

Deutsche begrüßen höhere Strafen

Die Verkehrsminister konnten sich auf einen neuen Bußgeldkatalog einigen, der ab dem Spätsommer 2021 in Kraft treten soll. Viele Strafen werden dadurch sogar verdoppelt. Doch was halten die Deutschen von diesen Maßnahmen?

Die Mehrheit sieht darin die Chance, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen (62 Prozent) und die Regelungen tatsächlich einzuhalten (59 Prozent). In einer repräsentativen Studie zum Thema „Neuerungen im Bußgeldkatalog“ fand die Tankstellenkette HEM heraus, dass die 2.674 Befragten härteren Strafen keinesfalls abgeneigt gegenüberstehen. Und das, obwohl bereits drei Viertel aller Deutschen einen Strafzettel erhalten haben, meist wegen zu schnellem Fahren (54 Prozent) oder Falschparken (52 Prozent).

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Mehr als 40 Prozent der Teilnehmer meinen zwar, dass die Strafen sehr hoch sind, aber sie schließlich einen Nutzen bringen sollen. Knappe 20 Prozent sind sogar der Meinung, dass diese Maßnahmen schon längst überfällig waren.

Zwischen Posern und Parkplätzen
Während die Mehrheit der Deutschen mit über 70 Prozent vor allem jene Strafen, die mit der Probezeit verbunden sind, als äußerst sinnvoll erachten, gehen die Meinungen in Bezug auf Geschwindigkeitsüberschreitungen deutlich auseinander: Jeweils ein Drittel sieht die Erhöhung der Strafe entweder als durchdacht, generell vertretbar oder viel zu teuer an.

Eine der drastischsten Änderungen ist wohl das Posen mit dem Fahrzeug. Diese Regelung schließt unter anderem unnötigen Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen mit ein. Bei einem Verstoß kann das fünfmal teurer werden als bisher. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht dies jedoch als gerechtfertigt, da sie die Notwendigkeit hinter derartigen Aktionen nicht erkennen können.

HEM Studie zum neuen Bußgeldkatalog (Foto: Deutsche Tamoil) HEM Studie zum neuen Bußgeldkatalog (Foto: Deutsche Tamoil)


Im Rahmen der Umfrage zeigt sich aber auch ein anderer Wunsch ganz deutlicher: mehr Parkmöglichkeiten. Denn jeder Zweite sieht die Erhöhung der Strafe für falsches Halten und Parken als unfair an, da es aufgrund der begrenzten Parkplätze oftmals die letzte Lösung ist.

Das Fahrverhalten der Deutschen
Die Deutschen sind bekannt für ihr schnelles Fahrverhalten. Das zeigt auch die Umfrage: Beachtliche 79 Prozent geben zu, hin und wieder über dem erlaubten Tempolimit zu fahren. Weitere schlechte Angewohnheiten beim Autofahren sind unter anderem das Nichteinhalten des Mindestabstands zum Vordermann (21 Prozent) sowie das Fahren trotz großer Müdigkeit mit 15 Prozent. Allerdings beschreibt der Großteil der Befragten den eigenen Fahrstil als vorausschauend (56 Prozent) und schnell, aber sicher (37 Prozent). Interessant ist, dass auch wenn die Ergebnisse zur Einschätzung des eigenen Fahrverhaltens relativ ausgeglichen sind, sich vor allem die über 60-Jährigen als besonders gute Fahrer einstufen. Jeder Zehnte über 60 würde sich sogar Bestnoten für seinen Fahrstil geben, in den jüngeren Altersgruppen trauen sich dies lediglich fünf Prozent der Befragten zu.

In Bezug auf die Angewohnheiten anderer Verkehrsteilnehmer geht deutlich hervor, dass dichtes Auffahren (75 Prozent), das Schneiden eines anderen Fahrzeuges (65 Prozent), zu langsames Fahren (62 Prozent) und das Nicht-Setzen des Blinkers (59 Prozent) die Verhaltensweisen sind, die im Verkehr am meisten stören.

Fakt ist, so gerne die Deutschen auch schnell fahren, die Sicherheit liegt ihnen am Herzen: Trotz hoher Bußgelder und einem einmonatigen Fahrverbot bei Missbrauch oder Blockade einer Rettungsgasse, meinen mehr als die Hälfte der Befragten, dass diese Strafe durchaus noch höher sein könnte.
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Kommentare

05.06.2021, 19.08 Uhr
Richard Z.& Paul | Na klar....
man hat bei der Umfrage sicher 100 Prozent Rentner befragt, die im motorisierten Straßenverkehr nicht mehr aktiv teilnehmen und nicht die, die in dieser "Leistigungssteigerungsgesellschaft " mit ihren privaten PKW täglich zur Slavenarbeit unterwegs sind.
Auf nimmer Wiedersehen nnz!!!:-(

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05.06.2021, 20.33 Uhr
altmeister | Einkommensabhängig
Dieser Bußgeldkatalog ist am Leben vorbei entschieden, werden dabei schließlich die gering Verdienenden härter bestraft als die Gutverdiener.
Eine einkommensabhängige Regelung wäre das Richtige, denn dann würde die Bestrafung besser greifen! Selbst ein Fahrverbot trifft Geringverdiener viel härter als Jemanden, der sich einen Chauffeur leisten kann.
Somit ist dieses gesamte Regelwerk schon vom Grund auf ungerecht.

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05.06.2021, 21.07 Uhr
Klaus der Erste
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Verstoß gegen AGB
06.06.2021, 07.08 Uhr
DonaldT | Neuer Bußgeldkatalog
Da kann Hr. Scheuer vorlegen was er will.
Bald stellt man fest, wie beim letzten Versuch, dass der Bußgeldkatalog rechtliche Unsicherheiten hat und aufgehoben werden muss.

Die bisherigen Ordnungssstrafen hätten ausgereicht, wenn denn mal kontinuierlich kontrolliert worden wäre.
Jedoch haben Ordnungsämter und die Polizei alle Augen zu gehabt, auch die Hühneraugen.

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06.06.2021, 07.29 Uhr
Jäger53 | Es ist schon seltsam
das wir im Bußgeldkatalog ein Deutschland sind, Bei Löhnen und Renten leider immer noch nicht.
In den neuen Bundesländern müssten die Geldstrafen den Renten und Löhnen angepasst werden.
Das würde bedeuten das nur 80 Prozent der Geldstrafen in den neuen BL. bezahlt werden müssen.
Aber irgend wo müssen wir ja gleich sein.

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06.06.2021, 09.09 Uhr
Sonntagsradler 2 | Das Gejammer über höhere Bußgelder
Haltet EUCH an die Regeln und ihr braucht auch weniger Blutdruck senkende Mittel! :- )
Zu Ungleichen Löhne lesen Sie Ihre Arbeitsverträge und fragen Sie Ihren Chef oder Schicht- bzw. Betriebsleiter.

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06.06.2021, 09.23 Uhr
Kobold2 | Versteh
Die Aufregung nicht...
Es liegt doch an jedem selbst, ob er gern zusätzlich ins Staatsäckel einzahlen möchte.
Es ist schon lange bekannt und am Verhalten sichtbar, das die Strafen in Deutschland zu lasch sind.

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06.06.2021, 09.31 Uhr
henry12 | Verkehrte Welt
Unsere Brummifahrer dürfen vorhandene Assistenten ausschalten und ballern regelmäßig die Stauenden weg oder schießen PKW `s beim Überholen von der Straße. Natürlich alles no Problem. Dafür uneingeschränkte Zustimmung
zum Kurs der Partei-und Staatsführung .
Höhere Strafen, höhere Preise , höhere Steuern und Abgaben. Wen befragen die eigentlich bei
"Deutsche begrüßen" ?

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06.06.2021, 09.38 Uhr
Rosi21 | Welche und wieviele Bürger wurden denn befragt?
Ich schätze, man sucht jetzt Einnahmen für vielen unnützen
Masken, Corona-Tests und Beihilfen für die Bürger, die
ihrer Arbeit nicht nachgehen ---d u r f t e n--!!!
Ein altes Sprichwort:
Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast!

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06.06.2021, 10.34 Uhr
Echter-Nordhaeuser | "Deutsche begrüßen höhere Strafen!?"
Wenn ich so ein Schmarrn immer lese warum nur höhere Strafen bei Autofahrer!? Beim Tanken wird man abgezockt und beim Bußgeld. Was ist aber mit den Ungeziefer (Verbrecher, Kinderschänder und anderes Gedöns) mit höheren Strafen davon spricht keiner. Aber der Autofahrer ist ja ein leichtes Opfer.

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06.06.2021, 10.56 Uhr
Sonntagsradler 2 | @ Echter-Nordhaeuser Was schmerzt mehr?
Höhere Bußgelder oder ein Unfalltot eines nahen Angehörigen.
Denkt mal nach! Und Gudi

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06.06.2021, 11.00 Uhr
Kritiker2010 | Es fehlt ein Bußgeldpolitik für Behörden und Politik
"Die neuen Strafen sind schon sehr hoch, ALLERDINGS SOLLEN SIE JA AUCH ETWAS NUTZEN".
(Man beachte das Framing im zweiten Teil des Satzes - ohne geht nicht mehr.)

Da immer nur die Anderen etwas falsch machen und dabei erwischt werden, finde ich das auch total richtig. Ich bin ein Kleinbürger und will die Anderen mal ordentlich dran kriegen! Deren Unbeschwertheit macht mir Wut und dafür sollen sie bluten. Wenn es mich selbst erwischt, ist das freilich total unfair und unverhältnismäßig!

Wenn wir aber durch Strafen unverantwortliches Verhalten verhindern können, so frage ich mich, warum in so vielen anderen Bereichen keine Bußgeldkataloge mit permanent steigenden Strafen existieren.

Ich sehe da z.B. in der Politik viel Potenzial.
Aktuell könnten wir ja zahlreiche Personen zur Kasse bitten, für sinnlose Lockdowns, unseriöse Maskengeschäfte, Abrechnungsbetrug in Krankenhäusern und Testzenten, kulturelle und wirtschaftliche Schäden, Schäden an Kindern, unseriöse Mautverträge, Ermöglichen illegaler Einwanderung, NGOs und sonstige Steuerverschwendung.

Da kämen bei äquivalenter Anwendung sicher ganz schnell ein paar Milliarden Euro an Strafen zusammen.

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06.06.2021, 12.17 Uhr
Kobold2 | Grundsätzlich verkehrt
ist es mit Stammtischparolen zu argumentieren um mit seiner Ahnungslosigkeit von sich abzulkenken.
Kein Ahnung aber viel Meinung, besonders von Assistenzsystemen, das kommt davon, wenn man nur die Halbwahrheiten der Medien nachplappert, als sich mal zu informieren, weil es alles so toll ins eigeneWeltbild passt.
Jedenfalls wissen die wenigsten, wie sich ein Notbremsassistent benimmt, wenn mal so 3 PKW-Unfehlbare meinen, in den Sicherheitsabstand zu fahren.
Wer glaubt das der Assistent grundsätzlich Unfälle verhindert, der kann sich seine Zitronen auch von einem Zitronenfalter falten lassen. Die gesetzliche Vorgabe ist, die Geschwindigkeit bei schweren LKW um mindestens 20km/h zu verringern. Den Rest regelt die Physik
Derweil können sich die Unfehlbaren weiter ins Parkverbot stellen, beim Spurwechsel aufs Blinken verzichten, damit der Rest endlich mal wieder im tristen Alltag überrascht wird. Oder in Autobahnbaustellen, die Geschwindigkeiten und die Spurbreiten auf den linken Spuren, sowie das dortige Überholverbot mit Anhängern ignorieren, oder einfach nur jammern, weil man mal wieder in der 30er Zone vorm örtlichen Kindergarten oder Schule geblitzt worden ist.

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06.06.2021, 21.17 Uhr
grobschmied56 | Haltet Euch an die Regeln...
... ist ein guter Ratschlag! Man muß sich die Regeln dann mal genauer anschauen. Gleich 2 mal wurde ich auf der A 71 in den letzten Jahren 'geblitzt'. Die Leute, denen ich das erzählt habe, sind in schallendes Gelächter ausgebrochen, zwei Damen sind mit angewinkelten Armen aufs Klo gerannt (Angst vor Spontan -Durchnässung).
Hintergrund: Grobi gilt als Schleicher und typischer Hütchenfahrer. Immer hübsch gemütlich auf der rechten Spur. Geblitzt wurde ich in einem Fall mit 74 Km/h in einem Tunnel. Den ich ganz für mich allein hatte. Wer mal Sonntag mittag auf der A 71 unterwegs war, der kennt das vielleicht - manchmal hat man dort 2 bis 3 Kilometer der Piste nur für sich. Grund war - die Senkung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit im Tunnel von 80 auf 60 Km/h - weil 200 Meter HINTER dem Tunnel ein PKW auf dem Standstreifen liegen geblieben war - na, was da alles passieren kann!
Im anderen Fall wurde ich mit etwas über 90 (!) Kilometer pro Stunde HINTER einem Tunnel geblitzt. Wahrscheinlich sind die scharfen Denker, die sich das ausgeknobelt haben der Meinung, daß einem auch ein Tunnel, den man seit 5 Sekunden verlassen hat, noch auf den Kopf fallen kann.
Wegen solchem Firlefanz wird man zur Kasse gebeten.
Das geht dann in die Verkehrsstatistik ein als Verkehrs-RASEREI. Man darf das aber keinesfalls als ABZOCKE bezeichnen, weil man dann ganz uneinsichtig und bösi bösi ist! Und natürlich gibt es ganz viele grüne und weltfremde Tantchen und Onkelchen, die für derart unverantwortliche RASEREI höhere Strafen fordern.
LOGO.

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07.06.2021, 07.48 Uhr
Echter-Nordhaeuser | "Das größte Problem"
Ist der Schilderwald es gibt einfach zu viele Verkehrsschilder an vielen Stellen und dies ist das was auch manchen Autofahrer das Genick bricht.
Hier müsste erst einmal die Säge angesetzt werden.

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07.06.2021, 10.52 Uhr
DDR-Facharbeiter | V-Regler plus Navi schützen Konto vor Bußgeld-Wegelagern.
Wer höhere Verkehrsstrafen begrüsst, ist nach meiner Meinung ein*e Masochisten*In. Als Masochismus wird bezeichnet, wenn ein Mensch Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, dass ihm Schmerzen zugefügt werden.
In den Tunneln der A 71 wurde ich mehrmals
- schmerzlich und ohne Lustgefühle - gebüsst. Seitdem fahre ich meinen Otto-Verbrenner mit einem spritsparenden Geschwindigkeits-Regler (eingestellt auf Erlaubte Geschwindigkeit plus Erlaubte 5%Toleranz) und einem Navigationsgerät mit Verkehrszeichen-Erkennung und Ding-Dong- Warnton.
Erlebe immer wieder Lust und Befriedigung, weil mein Durchschnittsverbrauch spürbar sank, ich seltener Gas und Bremse betätigen muss, meine Beine entspannen kann und keine Bussgelder abbuchen muss. Drängler hänge ich immer wieder ab, weil die Geschwindigkeits-Regelung meine Karre ohne Bremsen zügig durch die Kurven zieht. Regler und wachsames Navi schützen Nerven und Konto vor Schikanen von Bußgeld-Wegelagern.

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07.06.2021, 11.52 Uhr
tannhäuser | Bin ich dafür...
...bei gleichzeitiger Abschaffung des Jugendstrafrechts für geschätzt 14-jährige Mitte 20 und von Bewährungsstrafen für Vergewaltiger, Messerkünstler, Totraser, Notwehrüberschreitende oder Angeklagte mit "Schwerer Kindheit" oder Traumata im Heimatland oder auf der Reise, meist Flucht genannt, nach Europa.

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