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Mi, 16:46 Uhr
23.11.2022
Heute in der Cruciskirche Sondershausen

Aktionstag gegen häusliche Gewalt

Heute lud das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis zur Fachtagung „Digitaler Gewalt begegnen“ in die Cruciskirche in Sondershausen ein...

Heute war Aktionstag in Sondershausen (Foto: Stadtverwaltung Sondershausen) Heute war Aktionstag in Sondershausen (Foto: Stadtverwaltung Sondershausen)

In den Beratungskontexten des Hilfsnetzwerkes ist zunehmend ein Anstieg von digitalisierter (Ex)Partnerschaftsgewalt und sexualisierter Gewalt zu verzeichnen. Dazu gehört u.a. Stalking, Spionage-Apps, bildbasierte sexualisierte Gewalt, Gerüchte im Netz streuen, heimliches Filmen und vieles mehr.

Wie erkenne ich digitale Gewalt, welche Auswirkungen hat diese auf die Person und insbesondere auf Kinder und Jugendliche? Was bedeutet Cybermobbing und welche Möglichkeiten habe ich, mich gegen digitale Angriffe zu wehren? Um all diese Fragen zu beantworten, begrüßten die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Sondershausen und des Landkreises Kyffhäuserkreis Christin Nowak und Katharina Töppe, Spezialisten der Polizei, des Weissen Ring Thüringen, die Leiterin des Anti-Stalking Projektes Berlin und Medienpädagogen.

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Ziel des Aktionstages war es, handlungssicher im Kampf gegen häusliche Gewalt zu werden. Landrätin Antje Hochwind-Schneider und Bürgermeister der Stadt Sondershausen Steffen Grimm begrüßten die Besucher und dankten zunächst den Gleichstellungsbeauftragten für ihre herausragende Arbeit. „Die digitale Welt eröffnet viele Möglichkeiten, birgt aber auch viele Risiken und gemeinsam müssen eine Antwort finden“, sagte Frau Hochwind-Schneider. Steffen Grimm wünscht sich, dass durch die Initiative gegen häusliche Gewalt mehr Betroffene den Mut finden, Beratungsstellen aufzusuchen und den Mut finden, nicht zu schweigen. „Schweigen hilft nur dem Täter“, so Grimm. Als ehemaliger Polizist wisse er um die Schwierigkeit, den meist lange andauernden Kreislauf der häuslichen Gewalt zu durchbrechen.

„Es waren nicht nur die Taten wie Körperverletzungen, Bedrohungen oder Beleidigungen, die es aufzunehmen galt. Viel mehr berührte mich das persönliche Schicksal, was meist im Anschluss mit der Tat einherging. Seelische Kälte, Perspektivlosigkeit bei den Opfern - Dinge, die man nicht sehen kann, die aber da sind“, erzählte Steffen Grimm. Damit betroffene Frauen und deren Kinder Hilfe erhalten, machte er sich als Bürgermeister dafür stark, dass das Frauenhaus in Sondershausen erhalten blieb.

Am Freitag begeht die Stadt Sondershausen den internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, „Terre des Femmes“. Antje Hochwind-Schneider und Steffen Grimm hissen dann vor dem Landratsamt gemeinsam die Fahne gegen häusliche Gewalt.
Autor: red

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