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Fr, 09:30 Uhr
19.05.2023
Polizei zieht erste Bilanz

725 Notrufe zu Himmelfahrt

Die Polizei zieht Resümee zum Herrentag: mit 725 Notrufen, 20 "Streitigkeiten" und einer 50 Körperverletzungen ging der Tag in Thüringen vergleichsweise ruhig über die Bühne. Leider verzeichnete man auch drei sehr schwere Unfälle...

Polizeibilanz zum Vatertag, Symbolbild (Foto: Magnus Günther) Polizeibilanz zum Vatertag, Symbolbild (Foto: Magnus Günther)


Bei frühlingshaften Wetter waren zu Christi Himmelfahrt im Freistaat erwartungsgemäß eine Vielzahl von Personen unterwegs. Einige besuchten landesweit stattfindende öffentliche Veranstaltungen, Feste und sonstige Feierlichkeiten. Andere nutzten den Feiertag und das sonnige Wetter für Ausflüge mit der Familie.

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Vielerorts waren auch die traditionellen Männertags-Touren festzustellen. Die Thüringer Polizei war gut auf die erhöhte Anzahl von Wanderern, Rad- und Kradfahrern und feierwilligen Kleingruppen im ganzen Land vorbereitet und konnte die meisten alkoholbedingten verbalen Streitigkeiten kommunikativ schlichten.

Der Tag startete für die Thüringer Polizistinnen und Polizisten noch relativ ruhig.

Während in der Zeit von 00:00 Uhr bis 12:00 Uhr 195 Notrufe in der Landeseinsatzzentrale eingingen, stieg diese Zahl in den frühen Abendstunden an, sodass von 12:00 Uhr bis 24:00 Uhr ca. 530 Notrufe bearbeitet wurden. Dies entspricht mit insgesamt 725 Notrufen ca. dem Vorjahresstand von 746 Notrufen.

In den frühen Abendstunden erhöhte sich die Einsatzbelastung erkennbar, da eine Vielzahl von Notrufen einging, in denen Streitigkeiten, Körperverletzungen und Ruhestörungen angezeigt wurden. Ursächlich waren oftmals ein erhöhter Alkoholkonsum sowie die Einnahme von berauschenden Mitteln. Die meisten körperlichen Auseinandersetzungen verursachten glücklicherweise nur leichtere Verletzungen. Einige Streitigkeiten konnten schon durch die erhöhte polizeiliche Präsenz im Ansatz beruhigt werden. Im 24-Stunden-Resümee wurden nach bisheriger Auswertung von Mitternacht bis Mitternacht etwas mehr als 50 Körperverletzungsdelikte sowie ca. 20 allgemeine Streitigkeiten erfasst.

Ganz ohne Verletzungen, aber dafür mit einem hohen Einfluss auf das persönliche Nervenkostüm der Anrufer wurden in der Zeit von Mitternacht bis Mitternacht insgesamt ca. 115 Ruhestörungen angezeigt, die meist durch laute Musik oder durch musikalisch eher weniger talentierte Alkoholgesänge verursacht wurde.

Einige Verkehrsteilnehmer haben vor Fahrtantritt nicht auf den Konsum alkoholischer Getränke oder berauschender Mittel verzichtet, so dass die Thüringer Polizei in der Zeit von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr ca. 20 Alkoholverstöße und Fahrten unter dem Einfluss berauschender Mittel ahnden musste.

Das Einsatzaufkommen zum Männertag 2023 ist nach den vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und konnte mit den geplanten Einsatzkräften gut bewältigt werden.

In der Tagesbilanz wurden etwas mehr als 60 Verkehrsunfälle aufgenommen. Die Anzahl an Verkehrsunfällen war unwesentlich höher als 2022. Die äußerst traurige Folge einiger Tagesausflüge waren drei schwere Verkehrsunfälle, in deren Folge drei Menschen ihr Leben verloren.

Während der Mittagszeit kam ein 29-jähriger Motorradfahrer auf der Landstraße zwischen Schwarzburg und Bad Blankenburg in einer Rechtskurve in den Gegenverkehr und kollidierte mit zwei Kleinkrafträdern. Der Motorradfahrer verstarb noch an der Unfallstelle, ein 20-jähriger Kleinkraftradfahrer wurde schwerstverletzt in ein Krankenhaus gebracht. Auch der dritte Beteiligte, ein 37-jähriger Mann, wird schwerverletzt im Krankenhaus ärztlich versorgt.

Auch für einen 50-jährigen Radfahrer kam in Schweina bei Bad Liebenstein jede Hilfe zu spät. Nach ersten Erkenntnisse bremste der Radfahrer gegen 16:30 Uhr an einer Baustelle stark ab und stürzte schwer. Hierbei erlitt er so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Tragisch endete auch eine Motorradfahrt für einen 31-jährigen Mann. Er kam aus noch ungeklärter Ursache gegen 20:40 Uhr im Bereich Gerstungen-Unterellen nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Bordstein und kollidierte mit einem Verkehrszeichen. Hierdurch wurde er nach gegenwärtigen Ermittlungen von seinem Krad geschleudert und verstarb noch an der Unfallstelle aufgrund der Schwere seiner Verletzungen.

Die Bilanz für Nordthüringen
Auch in Nordthüringen verzeichnete man einige schwere Unfälle, wie an diesem Tag nicht selten, unter Alkoholeinfluss. In der Gesamtschau habe man aber das "erwartbare Tagesgeschäft" erlebt, ein klassischer Vatertag bei dem freimütiger Alkoholgenuss und gutes Wetter zwar für Einsätze gesorgt haben, aber nichts herausragendes Geschehen sei, heißt es von Seiten der Landespolizeiinspektion in Nordhausen.
Autor: red

Kommentare
Kobold2
19.05.2023, 10.34 Uhr
Da gewinnt man
Den Eindruck, daß man nicht mal mehr einen Feiertag vernünftig begehen kann.....
henry12
19.05.2023, 11.20 Uhr
"725 Notrufe zu Himmelfahrt"
Da gibt es nur eine Konsequenz..
Komplettes Pyrotechnikverbot zu Himmelfahrt !
Sonst droht eine Überlastung der Rettungskräfte und Krankenhäuser.
Wie Bitte
19.05.2023, 11.41 Uhr
Der sogenannte "Männer-/Vatertag" - eigentlich ja
Christi Himmelfahrt, aber wen interessieren die Ursprünge unserer Feiertage - war noch nie ein Tag, der weitestgehend "vernünftig" begangen wurde. Wenn ich allein schon Mittwoch gesehen habe, was da von Jugendlichen, die weder Männer und erst recht nicht (hoffe ich) Väter sind, an alkoholischen Getränken weggeschleppt wurde, da erscheinen mir die Polizeizahlen noch vergleichsweise gering.
Fragen Sie mal, was Kellnerinnen an diesem Tag durchstehen müssen, wenn die Herren in Gaststätte, Kneipe und Biergarten einfallen...
N. Baxter
19.05.2023, 11.56 Uhr
mal sehen
wann der Vorschlag zum Verbot dieses Tages die Runde macht...? (Vielleicht auch im ersten Step mit 65Prozent nachhaltigen Sprit)
nichtbekannt
19.05.2023, 12.20 Uhr
Saufende Sogenannte Mitmenschen.
Habe es wieder in einer Gartenanlage miterlebt. Scheiß Tag. Zum Glück nur einmal im Jahr. Egoistisches Fußvolk. Bis irgendwann.
Gehard Gösebrecht
19.05.2023, 17.47 Uhr
Das nennt man in der Gastronomie Umsatz am Feiertag! @wie bitte
Aber den ganzen Tag knautschen ist ja auch schon mal was.
Zur Erinnerung.
Vor nicht all zu langer Zeit sind die Kneipen wegen leerer Stühle in die Insolvenz gegangen.
Feiern und dgl. waren verboten.
Hausarrest war angesagt.
Und jetzt kommt die Normalität langsam zurück und es ist auch wieder nicht richtig.
Es geht eben nicht jeder zu Christi- Himmelfahrt in die Kirche.
Ich war auch nicht dort.
Wie Bitte
19.05.2023, 18.18 Uhr
Herr Gösebrecht,
Wenn Sie mich missverstehen möchten, verstehen Sie mich doch bitte richtig miss.

Es geht nicht um Umsätze in den Kneipen, und dass "offene Kneipen nun auch wieder nicht richtig seien".
Es geht darum, dass weibliche Gastronomie-Beschäftigte am "Vatertag" im Vergleich zu anderen Feiertagen überproportional mehr sexuellen Belästigungen ausgesetzt sind, weil die Herren der Schöpfung aus irgend einem Grund an diesem einen Tag völlig durchdrehen. Ich denke, das hat mit der Herden-Bildung zu tun, und dass jeder Mann der Gruppe der noch größere Platzhirsch sein möchte.
Nicht einmal während der Oktoberfeste kommt es zu so vielen sexuellen Belästigungen männlicher Gäste gegenüber weiblicher Bedienungen wie an einem Tag Himmelfahrt.

Das war meine Aussage.
Ich habe nicht bestritten, dass die Gastronomen die Einnahmen dringend benötigen. Das eine hat mit dem anderen nicht das Geringste zu tun, und Corona haben Sie ins Spiel gebracht, warum auch immer.

Lassen Sie Ihre persönliche Abneigung mir gegenüber bitte nicht Ihren Sinn für Objektivität trüben.
nur_mal_so
19.05.2023, 20.04 Uhr
Als Frau möchte ich "Wie Bitte"s Aussagen bestätigen,
weil ich einige Freundinnen habe, die während Ausbildung und Studium in der Gastronomie arbeiteten und regelmäßig vor den Himmelfahrt-Diensten einen Heiden-Respekt hatten. (Man verzeihe mir das Wortspiel) Nicht, weil sie nicht verdienen wollten, sondern weil die Väter an diesem Tag das pure Grauen waren.
Nicht alle, natürlich, aber eben tatsächlich "überproportional viele".

Dafür darf es gern "Daumen Runter" geben, die an der Realität jedoch nichts ändern.
Leute aus dem 13. Sonnensystem können das halt nicht nachvollziehen, dafür müsste man geerdeter sein (oh je, noch ein Wortspiel).
ossi1968
19.05.2023, 20.46 Uhr
Lösung
Also ich h@tte da eine Lösung. Gebt denn Kneipen Fördermittel damit sie an diesem ganz SCHLÜMMEN Tag zulassen können. Braucht doch niemand bei den vollumfänglichen sexueller Belästigungengen. Einfach zusperren und alles wird gut... Ironie aus.
PS.. Ich wünsche mir das Leben vor 2020 zurück...
Bleistift und Lineal
19.05.2023, 22.26 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Gehard Gösebrecht
20.05.2023, 07.12 Uhr
Das ist nun mal so
Wenn man nicht höhentauglich ist, dann sollte man nicht aufs Dach steigen.
Wenn man Angst vor den Männern an Himmelfahrt hat, sollte man nicht in der Gastronomie anfangen.
Übrigens.
Der Gastättenbetreiber hat auch an Himmelfahrt bei Übergriffen auf das Bedienungspersonal das Hausrecht.
Kobold2
20.05.2023, 08.00 Uhr
Manche merken
gar nicht, das sie den größtenteils abgewerteten Eingangskommentar mit ihren Ausflüchten perfekt bestätigen. Da müssen vergangene Coronamaßnahmen für Benehmensschwäche und sinkendes gesellschaftliches Niveau herhalten, bald kommt noch die Regierung als Ursache, nur mit den Ausländern wirds wohl schwierig .....
nur_mal_so
20.05.2023, 09.14 Uhr
"Wenn man Angst vor Männern hat, sollte man nicht in der Gastronomie anfangen".
ist ungefähr das gleiche Niveau wie "Wenn sie enge Klamotten trägt ist sie selbst schuld, wenn sie vergewaltigt wird".

Das driftet hier gerade sehr weit ab, aber die Schuldumkehr "Männer dürfen sich betrunken danebenbenehmen, schließlich zwingt die Kellnerinnen ja niemand zu ihrem Job" k****t mich gerade extrem an. "Männern wurde zwei Jahre lang das Feiern an Vatertag verboten, da haben sich jetzt Kellnerinnen nicht über sexuelle Übergriffe zu beschweren" setzt dem ganzen die Krone auf.
Und das alles in einem Brustton der Überzeugung, jawoll, Männer haben ein Recht darauf, Frauen am Vatertag sexuell zu belästigen, die müssen ja nicht auf's Dach gehen, wenn sie nich höhentauglich sind - geht's noch?

Ich geh mich mal übergeben.
Mitternacht
20.05.2023, 10.03 Uhr
@Kobold
Keine Sorge, wenn die Diskussion noch eine Weile weiterläuft, sind wir garantiert auch bei der Regierung (sind wir im Prinzip jetzt schon, denn wer hat denn schließlich den Männern zwei Jahre lang das Feiern verboten?) und bei den Ausländern (weil deutsche Männer ja ohnehin keine Kellnerinnen speziell oder Frauen allgemein sexuell belästigen, das machen nur die Flüchtlinge).

Wegen genau solcher Diskussionen schaue ich kaum noch in die nnz, aber hier haben mich die Kommentar-Überschriften getriggert, und leider habe ich meine Befürchtungen mal wieder bestätigt bekommen.
Kobold2
20.05.2023, 10.07 Uhr
Dann ist es halt so....
Besser kann man sich nicht blamieren....
Weil man meint an diesem Tag ein Grundrecht auf sich 'maßlos gehen lassen' und übersteigerten Egoismus zu haben.
Auch hier ein herzliches Danke an die Bestätigung meines Eingangskommentars.
Piet
20.05.2023, 10.52 Uhr
Keine Ahnung
Was hier wieder los ist. Ich bin 52 Jahre alt habe also schon viele Vatertag mitgemacht. Egal ob bei Eberhard in der Gartenkneipe Dahlie oder die letzten Jahre in der wunderschönen Gaststätte in Herreden nirgends wurde sich geprügelt oder Frauen belästigt. Im Gegenteil man hat viele nette Leute kennengelernt und hat zusammen getrunken und sich gut verstanden. Und Kobold nicht traurig sein weil sie zu Vatertag nicht draußen sind, und deshalb nicht wissen können wie schön es wirklich ist mit Freunden zu feiern.
bleibtmalfeinineurer
20.05.2023, 12.19 Uhr
Naja, jeder soll halt feiern,
wie er/sie will. Was gar nicht geht ist, wenn dabei andere in irgendeiner Form belästigt werden. Es kann doch nicht sein, dass ein "Ausnahmezustand" herrscht, nur weil einige ihre (hoffentlich vorhandene gute) Erziehung vergessen.
Mir geht das sowieso nicht in den Kopf, was daran so toll ist, sich mit reichlich Alkohol den Rest Gehirnzellen wegzuballern, der noch vorhanden ist und am Ende wankend in irgendein Bett zu fallen. Klar habe ich den Feiertag auch genossen, mit etwas Sport am Vormittag und Wein und Steaks und Jazz am Nachmittag mit einem Freund in seinem Garten... belästigt haben wir höchstens die veganen Nachbarn mit dem Grillgeruch...Beschwerden gab es keine.
Ich finde es schön, in Familie den Tag zu verbringen, war bei mir arbeitsbedingt nicht möglich...aber okay...jeder wie er mag.
Kobold2
20.05.2023, 16.43 Uhr
Passt auch
Zum Nivesu und der Selbstvorführung, das man schon wieder meint zu wissen wie ich diesen Tag verbracht habe, ohne das ich bisher ein Anhaltspunkt dafür gegeben habe.
Sinnloses betrinken und das zelebrieren von Egoismus und Machogehabe ist für mich kein feiern. Ich finde es auch peinlich ,das ich mich von meiner Frau irgendwo einsammeln lassen muss, weil der Heimweg selbständig nicht mehr klappt.
Zur Auflösung....
Für uns ist das ein Familenwander, oder Radtourentag, den ich in erster Linie (Achtung genau lesen) mit meiner Frau verbringe.
Müller
20.05.2023, 22.03 Uhr
Folgen von berauschenden Mitteln und Regierung möchte Drogen freigeben
Viele schimpfen hier auf Folgen von berauschenden Mitteln und Regierung möchte Drogen freigeben.

Kommentar Ende
Kobold2
21.05.2023, 17.24 Uhr
passt auch
in die heutige Zeit....
Die Regierung ist Schuld, wenn der Endanwender nicht in der Lage ist und es an Selbsteinschätzung mangelt.
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