eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (lb_1)
Di, 09:35 Uhr
19.05.2026
um 38 Prozent:

Mit Vermögen sinkt das Armutsrisiko im Alter

Das Armutsgefährdungsrisiko fällt in Deutschland erheblich geringer aus, wenn neben den Einkommen der Haushalte auch ihre Vermögen berücksichtigt werden. Dieser Effekt fällt im Alter besonders groß aus, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)...

Senioren (Symbolfoto) (Foto: 🌸♡💙♡🌸 Julita 🌸♡💙♡🌸 auf Pixabay) Senioren (Symbolfoto) (Foto: 🌸♡💙♡🌸 Julita 🌸♡💙♡🌸 auf Pixabay)
Fast jeder fünfte Altersrentner gilt nach gängiger Definition als armutsgefährdet – eine Quote von 17,8 Prozent. Doch die Zahl führt in die Irre, weil sie ausschließlich auf dem Einkommen basiert und das Vermögen der Haushalte ausblendet.

Anzeige symplr (mr_1)
Neue IW-Berechnungen auf Basis von Mikrodaten der Deutschen Bundesbank zeigen: Bezieht man das Nettovermögen ein, sinkt die Quote auf elf Prozent. Rund 4.000 Haushalte haben für die Erhebung umfassende Angaben zu ihrer Einkommens- und Vermögenssituation gemacht.

Vermögen sichert den Lebensstandard – auch bei kleinen Renten
Im Durchschnitt verfügen Haushalte mit einem GRV-Altersrentner als Hauptverdiener über ein Nettovermögen von rund 313.000 Euro. Der Median liegt bei knapp 140.000 Euro. Die Bundesbank hat nach dem wichtigsten Motiv für die Vermögensbildung gefragt: Am häufigsten nannten die Befragten die Vorsorge für den Notfall – noch vor der Altersvorsorge. Offenkundig planen viele Haushalte ihre Absicherung im Alter über beide Wohlstandsquellen: laufendes Einkommen und angespartes Vermögen.

Reformdebatte blendet aus, ob Haushalte vorgesorgt haben
Die Bundesregierung hat eine Alterssicherungskommission eingesetzt, die bis Sommer 2026 Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Rentensystems vorlegen soll. Mehrere der diskutierten Reformvorschläge – vom „Boomer-Soli“ über die sogenannte Akademiker-Rente bis hin zu einer progressiven Staffelung der Rentenansprüche – begründen mehr Umverteilung in der GRV mit dem Verweis auf hohe Armutsgefährdungsquoten. Doch von der Höhe einer gesetzlichen Rente allein lässt sich nicht auf die Wohlstandssicherung eines Haushalts im Alter schließen.

Grafik (Foto: IW) Grafik (Foto: IW)
„Wir führen die Rentendebatte auf der Basis nicht überzeugender Befunde“, sagt IW-Rentenexperte Jochen Pimpertz. In die Bewertung des Armutsrisikos fließe nicht ein, ob ein Haushalt erhebliches Vermögen gebildet habe – sei es in Form von Immobilien oder anderen Formen. Dabei prüfen Mindestsicherungssysteme bereits heute beides – als Instrument gegen Altersarmut seien sie deshalb treffsicherer. „Wer den Versicherungscharakter der Rente mit unvollständigen Armutszahlen aufweicht, riskiert teure Fehlanreize".
Autor: psg

Anzeige symplr (lb_3)
Kommentare
Echter Sundhäuser
19.05.2026, 10:46 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (bb_2)