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So, 11:41 Uhr
07.06.2026
Ungesunde Durstlöscher

So würde die Zuckersteuer beliebte Kinder-Getränke gesünder machen

Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer könnte den Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken deutlich senken. Das zeigt ein Marktcheck von foodwatch...

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So viel Zucker enthalten die beliebtesten Kindergetränke. (Foto: Quelle: Foodwatch)
Die Verbraucherorganisation hat zehn bei Kindern beliebte Getränke untersucht, darunter Fanta, Durstlöscher und Capri-Sun. Aktuell enthalten die Trinkpäckchen, Dosen und Flaschen im Schnitt 10 Zuckerwürfel. Um die Abgabe zu vermeiden, müssten die Hersteller den Zuckergehalt um fast die Hälfte senken.
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„Das zuckrigste Getränk im Check, der Gönrgy-Drink Apfelringe, enthält pro Dose fast 22 Zuckerwürfel. Das ist keine Erfrischung, das ist Körperverletzung. Der flüssige Zucker ist besonders schädlich: Er flutet den Körper in kürzester Zeit mit leeren Kalorien. Die Zuckersteuer ist eine Wohltat für die Kindergesundheit. Die Steuer muss jetzt schnellstmöglich und ohne Verwässerungen der Limo-Lobby umgesetzt werden”, sagte Luise Molling von foodwatch in einer Presseinformation.

Im Gespräch ist eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe für Getränke nach dem Vorbild Großbritanniens. Laut dem Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit soll eine Abgabe von umgerechnet 26 Cent pro Liter fällig werden, wenn Getränke mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Enthalten sie mehr als 8 Gramm Zucker, müssen die Hersteller 32 Cent bezahlen. In Großbritannien haben viele Hersteller ihre Rezepturen angepasst, um die Abgabe zu vermeiden. Dadurch sank der Zuckergehalt von Softdrinks um 35 Prozent.

foodwatch hat berechnet, wie stark Hersteller in Deutschland den Zuckergehalt ihrer Getränke senken müssten, um keine Abgabe zu zahlen:
  • Gönrgy Apfelringe (Gönrgy GmbH) – minus 40,5 Gramm Zucker: Unrühmlicher Spitzenreiter im foodwatch-Check ist der Gönrgy-Energydrink. Pro 100 Milliliter enthält er ganze 13 Gramm Zucker. In einer 500-Milliliter-Dose stecken also 65 Gramm oder fast 22 Zuckerwürfel. Will Gönrgy die Abgabe umgehen, müsste es 40,5 Gramm (13,5 Zuckerwürfel) weniger in die Dose kippen.
  • Durstlöscher Multivitamin 12-Frucht (Weser Gold) – minus 35,5 Gramm Zucker: Mit 12 Gramm Zucker pro 100 Milliliter ist der Durstlöscher eine wahre Zuckerbombe. Das 500-Milliliter-Trinkpäckchen enthält ganze 60 Gramm Zucker, also 20 Zuckerwürfel. Um der Limosteuer zu entgehen, müsste Weser Gold den Zuckergehalt um mehr als die Hälfte verringern, auf 24,5 Gramm Zucker oder etwas mehr als 8 Zuckerwürfel pro Päckchen.
  • Benny Kids Drinks Colamix (Deliqua Markenvertrieb GmbH) – minus 14 Gramm Zucker: Der Hersteller des überzuckerten Cola-Getränks hätte den Anreiz, den Zuckergehalt der 330 Milliliter-Dose fast um die Hälfte zu reduzieren: von 30 Gramm auf 16 Gramm.
  • Sprite (Coca-Cola Europacific Partners Deutschland) – minus 10 Gramm Zucker: Von 26 auf 16 Gramm müsste der Zuckergehalt der Sprite-Dose fallen, damit Hersteller Coca-Cola keine Steuer zahlen muss.
  • Fanta (Coca-Cola Europacific Partners Deutschland) – minus 9 Gramm Zucker: In der 330-Milliliter-Dose Fanta stecken 25 Gramm Zucker. In Großbritannien enthält sie dank Zuckersteuer jetzt schon deutlich weniger. In Deutschland bald auch nur noch 16 Gramm?
  • Yippy Cherry (Rauch Fruchsäfte GmbH) – minus 8 Gramm Zucker: Das Fruchtsaftgetränk enthält 7,3 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. In der 330-Milliliter-Trinkflasche stecken damit rund 24 Gramm Zucker oder 8 Zuckerwürfel. Soll es nicht teurer werden für Hersteller Rauch, müsste er den Gehalt pro Flasche um rund 8 Gramm reduzieren auf etwa fünfeinhalb Zuckerwürfel.
  • Fuze Tea Pfirsich (Coca-Cola Europacific Partners Deutschland) – minus 8 Gramm Zucker: Eine 400-Milliliter-Flasche des Eistees enthält aktuell noch rund 9 Zuckerwürfel. Dank Zuckersteuer bald nur noch 6,5?
  • Solevita Multivitamin (Capri-Sun Vertriebs GmbH/Niederrhein-Gold GmbH) – minus 6 Gramm Zucker: Multivitaminsaft hört sich gesund an, doch stecken in dem 200-Milliliter-Trinkpäckchen ganze 16 Gramm Zucker (etwa fünfeinhalb Zuckerwürfel). Solevita kann der Abgabe entgehen, wenn sie den Zuckergehalt um 2 Würfel reduzieren.
  • Capri-Sun Orange und Monsteralarm (Capri-Sun GmbH) – minus 6 Gramm Zucker: Pro 200-Milliliter Trinkpäckchen enthalten Capri-Sun Orange und Capri-Sun Monsteralarm um die 16 Gramm Zucker. 6 Gramm zu viel, wenn die Zuckersteuer vermieden werden soll.
Autor: red

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Kommentare
wonne
07.06.2026, 13:44 Uhr
Was ist gesünder ?
Naturzucker als natürliches Süßungsmittel oder Honig sind wesentlich gesünder als chemische Ersatzprodukte die die Darmflora verändern und Durchfall auslösen können. Viele sollten sich mal fragen warum ihre Verdauung nicht mehr richtig funktioniert. Die Dosis macht das Gift.
Wenn ich beim Einkaufen Familien mit Kindern sehe die diese mit Zuckerersatzprodukten ernähren, habe ich Angst um die Kinder.
Ein Naturjogurt mit frischen Beeren und etwas Naturzucker ist wesentlich gesünder als der angepriesene Chemiepamps-
Und wer daran das meiste verdient wissen wir doch alle !
Piet
07.06.2026, 14:38 Uhr
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