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Mo, 15:50 Uhr
09.03.2009

Regionaler Demografie-Workshop

Der dritter Regionaler Demografie-Workshop zog eine erste Bilanz. Im Projekt "Region schafft Zukunft" steht fest: Kreisübergreifende Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden...

Bilanz im Modellvorhaben "Region schafft Zukunft": Die 40 Teilnehmer des 3. Regionalen Demografie-Workshops in Kelbra, darunter die Bürgermeister von Kelbra, Sondershausen und Bad Frankenhausen, sprachen sich am vergangenen Donnerstag fast einstimmig für die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Landkreisen Mansfeld-Südharz und Kyffhäuserkreis aus.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hatte alle Beteiligten und Vertreter der Kreis- und Kommunalverwaltung nach Kelbra eingeladen, um über den aktuellen Stand der Modellprojekte zu informieren und weitere Schritte zur Anpassung an den demografischen Wandel zu diskutieren. Da die meisten der vom Bund geförderten Projekte zum Jahresende auslaufen, stand die Frage im Mittelpunkt, wie die beiden Kreise die Projekte aus eigenen Kräften fortführen wollen.

Landesregierung kündigt weiterer Unterstützung an
Wilfried Köhler, Referatsleiter im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt kündigte für den Frühsommer weitere Unterstützung an: Das Land wird in Mansfeld-Südharz ein Demografie-Coaching für die zentralen Orte fördern.

Anpassung erfordert interkommunale Planung
Was auf die Klein- und Mittelstädte zukommt, macht Frau Schilling deutlich, die als Gast der Partnerregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg über ihre Erfahrungen berichtete. Ihr Fazit: Die bald gravierend auftretenden Tragfähigkeitsprobleme der öffentlichen Einrichtungen, wie Kitas, Grundschulen, Sportplätze oder Freiwilliger Feuerwehr, könne nur durch interkommunale Zusammenarbeit gelöst werden. Verwaltungseinheiten unter 700 Einwohnern können nach Ansicht der Fachplanerin zukünftig kein umfassendes Infrastrukturangebot mehr finanzieren.
Herr Rümenapp vom Planungsbüro GGR Hamburg zeigte mit Hilfe einer kleinräumigen Bevölkerungsprognose für die beiden Landkreise, dass die durchschnittliche Abnahme um 30% bis 2025 in den Gemeinden sehr unterschiedlich ausprägt sein wird und örtlich durchaus noch deutlich höhere Bevölkerungsverluste zu erwarten sind.

Demografischer Wandel erfordert zentrale Koordination
Einig war sich die Mehrheit der versammelten Fachplaner aus der Modellregion Südharz-Kyffhäuser, dass das Thema Demografischer Wandel weiterhin eine zentrale Rolle in der Kommunalpolitik einnehmen sollte. Dabei könne die Wirtschaftsförderung auf Kreisebene die verschiedenen Fachpolitiken, die vom Bevölkerungsrückgang betroffen sind, am Besten koordinieren.

Anpassungsprozesse gehen in die nächste Phase
Zum Abschluss erklärte Frau Kirchner, Amtleiterin für Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreises, dass man weiter zusammenarbeiten wolle, da erst jetzt erst die Basisstufe des Handlungskonzeptes erreicht sei und bis 2013 nun die Umsetzung der Konzepte in der sogenannten Kreativphase gefordert ist. Wie dieser Prozess organisiert werden kann, indem eventuell weitere Bürgermeister beteiligt werden, darüber wollen beide Landräte Anfang April mit Bundes- und Landesvertretern beraten..
Autor: khh

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