So, 14:06 Uhr
11.12.2011
Liederzyklus Die Schöne Magelone.
Einen besonderen vorweihnachtlichen Hörgenuss bescherte den Sondershäusern der Liederzyklus Die Schöne Magelone von Johannes Brahms, der heute erklang.
Die Verlegung vom Achteckhaus von Schloss Sondershausen in den ehemaligen Marstall, der jetzigen Franz-Liszt-Halle war nicht die einzige Änderung an diesem Tag, was dem Hörgenuss aber keinen Abbruch tat. Für den Liederzyklus Die Schöne Magelone hat die Landesmusikakademie ein besonderes Trio aufgeboten.
Die Landesmusikakademie konnte hierfür den bekannten Schauspieler Hanns Zischler als Sprecher gewinnen. Zu dem Mimen gesellte sich an diesem Vormittag noch in Berlin geborene Tobias Berndt und der Weimarer Pianist Daniel Heide.
Hanns Zischler, einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands ist nicht nur durch unzählige Fernsehproduktionen einem breiten Publikum bekannt, in seiner langjährigen Filmkarriere hat er mit Regisseuren wie Wim Wenders, Peter Handke, Claude Chabrol und Steven Spielberg gedreht, was ihn weltweit bekannt gemacht hat. Immer wieder tritt er auch in melodramatischen Kontexten als Sprecher auf, so auch in der Schönen Magelone.
Den Gesangspart des Gesangszyklus gestaltete der Berliner Bariton Tobias Berndt. Er ist Preisträger meherer Wettbewerbe, u.a auch dem Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2004 und des Wettbewerbs für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart 2007.
Der Weimarer Pianist Daniel Heide und Begründer des Lyrischen Salons auf Schloss Ettersburg komplettiert das Trio. Der Franz-Liszt-Preisträger lehrt u.a. an der Hochschule "Hans-Eisler" Berlin und der Hochschule "Franz-Liszt" Weimar.
Das Märchen von der schönen Magelone und dem Ritter Peter, der sie im jugendlichen Überschwang für sich gewinnt, mit ihr romantisch in die Wälder flieht, durch Wirrnisse des Schicksals von ihr getrennt wird, in Gefangenschaft der Mohren gerät und nach schweren Jahren in einer armseligen Schäferhütte wieder zu ihr findet, bewegte Brahms bereits in seiner Kindheit.
"Die schöne Magelone" ist kein Melodram, sondern ein Liederzyklus mit Lyrik von Ludwig Tieck. Nun ist gegen die Lyrik nichts einzuwenden, aber Tiecks Prosa zwischen den Liedern steht unter schwerem Kitschverdacht. Diese Texte wollte ich nicht lesen, so Hanns Zischler gleich bei der Eröffnung. Stattdessen nehme ich das Original, die erste deutsche Fassung des "Magelone"-Stoffes von 1535, geschrieben von Veit Warbeck.
Hier hat sich nicht etwa ein zweiter Pianist eingeschlichen, aber optische Spiegelung und Lichtverhältnisse lassen die Spiegelung klarer und deutlicher erschein, als das Original. Der Auftakt diesees musikalischen Tages in Sondershausen war gelungen. Für Musikfans erwartet dann am Nachmittag das Weihnachtskonzert der Madrigalisten und des Weihnachtskonzert von Fabian Fromm.
Autor: khhDie Verlegung vom Achteckhaus von Schloss Sondershausen in den ehemaligen Marstall, der jetzigen Franz-Liszt-Halle war nicht die einzige Änderung an diesem Tag, was dem Hörgenuss aber keinen Abbruch tat. Für den Liederzyklus Die Schöne Magelone hat die Landesmusikakademie ein besonderes Trio aufgeboten.
Die Landesmusikakademie konnte hierfür den bekannten Schauspieler Hanns Zischler als Sprecher gewinnen. Zu dem Mimen gesellte sich an diesem Vormittag noch in Berlin geborene Tobias Berndt und der Weimarer Pianist Daniel Heide.
Hanns Zischler, einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands ist nicht nur durch unzählige Fernsehproduktionen einem breiten Publikum bekannt, in seiner langjährigen Filmkarriere hat er mit Regisseuren wie Wim Wenders, Peter Handke, Claude Chabrol und Steven Spielberg gedreht, was ihn weltweit bekannt gemacht hat. Immer wieder tritt er auch in melodramatischen Kontexten als Sprecher auf, so auch in der Schönen Magelone.
Den Gesangspart des Gesangszyklus gestaltete der Berliner Bariton Tobias Berndt. Er ist Preisträger meherer Wettbewerbe, u.a auch dem Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2004 und des Wettbewerbs für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart 2007.
Der Weimarer Pianist Daniel Heide und Begründer des Lyrischen Salons auf Schloss Ettersburg komplettiert das Trio. Der Franz-Liszt-Preisträger lehrt u.a. an der Hochschule "Hans-Eisler" Berlin und der Hochschule "Franz-Liszt" Weimar.
Das Märchen von der schönen Magelone und dem Ritter Peter, der sie im jugendlichen Überschwang für sich gewinnt, mit ihr romantisch in die Wälder flieht, durch Wirrnisse des Schicksals von ihr getrennt wird, in Gefangenschaft der Mohren gerät und nach schweren Jahren in einer armseligen Schäferhütte wieder zu ihr findet, bewegte Brahms bereits in seiner Kindheit.
"Die schöne Magelone" ist kein Melodram, sondern ein Liederzyklus mit Lyrik von Ludwig Tieck. Nun ist gegen die Lyrik nichts einzuwenden, aber Tiecks Prosa zwischen den Liedern steht unter schwerem Kitschverdacht. Diese Texte wollte ich nicht lesen, so Hanns Zischler gleich bei der Eröffnung. Stattdessen nehme ich das Original, die erste deutsche Fassung des "Magelone"-Stoffes von 1535, geschrieben von Veit Warbeck.
Hier hat sich nicht etwa ein zweiter Pianist eingeschlichen, aber optische Spiegelung und Lichtverhältnisse lassen die Spiegelung klarer und deutlicher erschein, als das Original. Der Auftakt diesees musikalischen Tages in Sondershausen war gelungen. Für Musikfans erwartet dann am Nachmittag das Weihnachtskonzert der Madrigalisten und des Weihnachtskonzert von Fabian Fromm.








