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Di, 00:01 Uhr
13.12.2011

Enttäuschende Veranstaltung

Gestern erfolgte im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen der Startschuss für die Diskussion um die Stadtentwicklung von Sondershausen 2011 bis 2920. Zumindest der Start war erstmal fast ein Schuss in den berühmten Ofen...

Ob Bürgermeister Joachim Kreyer wirklich mit der Bevölkerungsresonanz zu diesem Bürgerforum zufrieden war, bleibt zu bezweifeln. Zieht man die Teilnehmer ab, die von Berufswegen, oder weil sie Stadträte, sind ab, bleibt nicht mehr viel übrig. Die Stadtentwicklung scheint der Bevölkerung wohl leider am Hut vorbei zu geben.

Schon der Beginn der Veranstaltung war mehr als holprig. Nicht das der Vortrag von Christoph Hanske (Architektur Rittmannsperger) und seinem Mitarbeiter uninteressant gewesen wäre, er berichtete eine Unmenge Fakten, über das was seit 2000 bis 2010 gelaufen war. Aber vom Thema Stadtentwicklung 2011 bis 2020 war selbst nach einer Stunde noch nicht ein Sterbenswörtchen zu hören gewesen.

An dieser Stelle platze kn der Kragen und machte den Bürgermeister darauf aufmerksam, dass die Besucher dieser Veranstaltung, einschließlich des Medienvertreters nicht unendlich Zeit mit gebracht haben. Viel hat sich trotzdem nicht am Vortrag geändert. Über das eigentliche Konzept 2011 bis 2020 wurde nicht viel bekannt gegeben. Bei dem gestern gesagten, würde die Stadtentwicklung an den gesamten Ortsteilen völlig vorbei gehen, denn über die Ortsteile wurde fast nur in der Vergangenheit gesprochen, als es um de Zeit bis 2010 ging (einmal fiel das Wort Thalebra).
Stadtentwicklung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Stadtentwicklung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Stadtentwicklung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Damit kn nicht falsch verstanden wird, die Konzeption kann durchaus gut sein und richtige Fakten enthalten, aber es wurde praktisch nicht viel an die wenigen Teilnehmer der Veranstaltung weitergegeben. Bei so wenig Zukunftsfakten dann im Bürgerforum groß Diskussion zu erwarten, musste schief gehen.

Im Gegenteil, mit zwei Fragen taten sich gleich ganze Abgründe auf. Die erste Frage bezog sich von Wolfgang Dittrich, Vorsitzender Kreisverband Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde e. V, auf das Kleingartenwesen in der zukünftigen Stadtentwicklung. Upps, das Kleingartenwesen ist laut Konzeption nicht vorhanden. Zwar versicherte der Bürgermeister schnell, wie wichtig das Kleingartenwesen ist, aber allein schon die Tatsache, dass die Experten so etwas nicht mal eingearbeitet haben, ist schon erschreckend, denn hier geht es um große Flächen und viele Betroffene. Der Kreisverband Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde e. V hat jetzt schon Probleme bei der Mitgliedergewinnung. Wenn jetzt für das Kleingartenwesen keine Perspektive dargelegt wird, wird die Mitgliedergewinnung noch schwieriger.

Man kann natürlich auch ganze Stadtteile kaputt reden. Wer im Hasenholz / Östertal lebt, wird wohl bald sich eine neue Bleibe suchen müssen. Ein Anfrage zum Thema Östertal wurde von Uta Keyser von der Stadtverwaltung im Prinzip so beantwortet: Als Bauland für Einfamilienhäuser brauchen wir es nicht mehr, es wird wohl zu eine Parklandschaft umgestaltet.
Na Bravo, da kann sich kn demnächst mit dem Laptop auf eine nichtvorhanden Parkbank im Östertal setzen und dort sein Nachrichten im Grünen schreiben.

Nun, Spaß beiseite, die beiden Beispiele zeigen, die Bevölkerung sollte sich schon mal dran gewöhnen, sich mit diesen Unterlagen vertraut zu machen, wenn sie später nicht mit kaum mehr veränderbaren Tatsachen konfrontiert werden will. Aber Vorsicht, bei der Einsichtnahme. Das Konzept hat mehr als 100 Seiten! Mal schnell im Bürgerbüro zu den üblichen Öffnungszeiten rein schauen wird bei dem Umfang schwierig werden, so notwendig das auch ist!

Der Hinweis von kn, man möge das Material (es liegt mit Sicherheit in einer PC-Datei vor) als pdf-Datei auf der Homepage der Stadtverwaltung Sondershausen zusätzlich einstellen, wurde vom Bauamtsleiter Manfred Kucksch aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. Mit der Auslegung der gedruckten Variante im Bürgerbüro wird dem Gesetz Rechnung getragen. Eine zusätzlich Einstellung, nur im Zeitraum auch der öffentlichen Auslegung, würde es vielen Bürgern erlauben, auch bequem von zu Hause aus dieses wichtige Dokument zu studieren, so sie einen Breitbandanschluss verfügen. Das hat einfach etwas mir Service und Bürgernähe zu tun!

Ein paar Brocken der Stadtentwicklung wurden aber doch noch genannt. So sei das Ziel, 2020 noch 12,114 Wohneinheiten zu haben, für die dann nur noch 20.520 Einwohner. Dabei gilt es immer noch 745 Wohneinheiten Überhang zu beseitigen. Welche Schwerpunkte wurden noch angedeutet:
  • Alle Bildungseinrichtungen sollen erhalten bleiben.
  • Sanierung des Sportzentrums Göldner
  • Ganz vage Planung einer Zwei-Felder-Halle.
  • Fertigstellung der A71 und der B4 Ortumfahrung Oberspier.
  • Werra-Unstrut-Radweg als Touristenbringer fertig stellen.
  • Bau der Abwasser-Kläranlage Thalebra
  • Vision der eigenständigen Energieversorgung der Region (außer Antriebsstoffe)
  • Rathaus bedarf der Sanierung, aber aus politischen Gründen wohl nicht durchsetzbar.
  • Entwicklung Quartier um Cafe Pille
  • Gebiet August-Bebel-Talstraße als Förderschwerpunkt entwickeln. Ganz vage Vorstellungen der Entwicklung eines Wohnhofs und eines Gewerbehofs.
  • Eventuell im Bereich Seb-Bach-Straße Sanierungen beginnen.


Die Zeit bis Weihnachten ist nicht mehr weit. Bis zum 24.12. heißt es Geschenke gekauft zu haben, und schon am 23.12.2011 endet die Auslegungsfrist für die Stadtentwicklungskonzeption.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh

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