Di, 06:39 Uhr
03.07.2012
nnz/kn-Interview: Blau statt grün
Der Freistaat Thüringen "verpasst" sich nach und nach ein neues Web-Gesicht. Die Umgestaltung der Internetseiten ist im Gange. Warum das notwendig war, was neu ist und warum nun Blau die dominierende Farbe sein wird? Antworten bekamen wir in einem Gespräch mit dem Regierungssprecher dieses Landes, Peter Zimmermann.
nnz/kn: Der neue Internetauftritt des Freistaates wird von der Farbe Blau dominiert. Warum nicht mehr Grün?
P. Zimmermann: Die Farbe "blau" ist interthematisch einsetzbar, auffallend und gut wiedererkennbar. Unser Land tritt in Zukunft mit einem einheitlichen Design auf, was mit allen bisherigen Farben nicht so war. Die neue Markenstrategie hat die Touristiker, die Wirtschaftsförderer und die Landesregierung gleichermaßen überzeugt. Und auch die neue Marke bietet viel Platz für "grün", in Fotos, Grafiken und Kreativbereichen.
nnz/kn: Hat damit das Farben-Wirrwarr der diversen Ministeriums-Seiten endlich auch ein Ende oder beharrt jeder Minister auf seiner individuellen Farbe?
P. Zimmermann: Von einem Farben-Wirrwarr wird in Zukunft keine Rede mehr sein. Die Ressorts wollten ihre Seiten in eigener Zuständigkeit weiterführen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen. Die Ressortseiten werden nicht mehr durch eine Farbe, aber durch eine Kopfmarke erkennbar sein.
P. Zimmermann: Uns allen ist klar: Die Online-Kommunikation ist ein wichtiges Thema, es gibt viele Ideen und noch mehr Wünsche. Und: Neue Ziele liegen nicht an alten Wegen! Manchmal muss man ein bisschen kämpfen.
nnz/kn: Was war eigentlich der Grund/Anlass zum Freshup (Neugestaltung) des Netzangebotes der Landesregierung? Wie war die Herangehensweise? Wer hatte die Ideen, wer hat das realisiert?
P. Zimmermann: Das Problem Thüringens besteht vor allem darin, dass Thüringen nicht bekannt genug ist. Zudem ordnen national sowie international viele Menschen die großen Namen unserer Historie oder unsere wunderschönen Städte, wie beispielsweise Weimar, gar nicht oder zu wenig dem Freistaat zu. thueringen.de soll helfen, die schönsten Seiten unseres Landes schneller zu finden, besser zu zeigen und bekannter zu machen.
nnz/kn: Immer wieder hört man von diversen Medien und natürlich von der Opposition die Kritik, dass es keine Ausschreibung gegeben habe. Hat das die Thüringer Staatskanzlei nicht nötig?
P. Zimmermann: Wir arbeiten für die Wartung, Administration und Entwicklung von thueringen.de mit einer Firma aus Weimar zusammen. Für diese Kooperation hat es bereits im Jahr 2000 eine Ausschreibung gegeben. Alle Arbeiten laufen korrekt und auf dieser Grundlage. Im Übrigen liegt es in der Rolle der Opposition, die Regierung zu kritisieren. Wenn die Kritik berechtigt ist, nehmen wir diese auch an.
nnz/kn: Können Sie die Inhalte, die Struktur des neuen Angebotes kurz beschreiben?
P. Zimmermann: Heutige Internetnutzer erwarten nicht nur statische Informationen auf einer Seite, sondern auch praktische Tipps, Kontakte und Service. Im Rahmen dessen, was wir durch Kooperationen beispielsweise mit der Thüringer Tourismus-GmbH mit thueringen.de leisten können, werden wir also serviceorientiert sein. Wir bieten künftig einen bessere Online-Service für Bürger, einen Thüringen-Ticker, Veranstaltungstipps, Verkehrsinformationen, oder auch das Thüringenwetter für Touristen und Gäste, nur um mal einige Angebote zu nennen. Ich meine, dass ist wirklich eine gute Werbung für Thüringen.
nnz/kn: Also alles in einem Guss?
P. Zimmermann: Ja, all diese Informationen stehen dem Nutzer übersichtlich und informativ auf der Homepage von thueringen.de zur Verfügung..
nnz/kn: Ist das für eine Startseite nicht zu viel, schließlich gilt doch im Netz des Jahres 2012 die Devise: Mit möglichst wenig Klicks zu den gewünschten Information?
P. Zimmermann: Ich finde, das neue Angebot ist frischer, freundlicher und übersichtlicher als das bisherige. Und tatsächlich wird der Nutzer mit wenigen Klicks die gesuchte und gewünschte Information erreichen. Die Rubrik Themenbereiche ist praktisch das Eingangstor in das Informationsportal der Thüringer Ministerien. Mit dem Serviceportal und dem Zuständigkeitsfinder stehen dem Nutzer Dienstleistungsportale mit umfangreichen Informationsangeboten zur Verfügung. Selbst Hotelbuchungen sind über thueringen.de möglich.
nnz/kn: Haben Sie oder hat die Landesregierung nun den virtuellen Stein des Weisen gefunden oder lässt die neue Struktur Veränderungen, Ergänzerung, Neuerungen zu?
P. Zimmermann: Neuerungen stehen wir immer offen und aufgeschlossen gegenüber. Nichts ist in Stein gemeißelt. Das gilt insbesonere für ein so modernes und schnelles Medium wie das Internet. Wir werden sehr schnell herausfinden – auch in Zusammenarbeit mit unseren Partnern – welche Veränderungen, Ergänzungen und Neuererungen sinnvoll und auch machbar sind.
nnz/kn: Wie sieht es mit der Interaktivität des Angebotes in Richtung der Nutzer aus. Wird es zum Beispiel zu gewissen Themen Chatmöglichkeiten mit Ministern oder Staatssekretären geben?
P. Zimmermann: Das hängt vom jeweiligen Minister ab, einige Thüringer Kabinettsmitglieder sind heute schon bei Facebook präsent.
nnz/kn: Herr Zimmermann, vielen Dank für das Gespräch.
Autor: nnznnz/kn: Der neue Internetauftritt des Freistaates wird von der Farbe Blau dominiert. Warum nicht mehr Grün?
P. Zimmermann: Die Farbe "blau" ist interthematisch einsetzbar, auffallend und gut wiedererkennbar. Unser Land tritt in Zukunft mit einem einheitlichen Design auf, was mit allen bisherigen Farben nicht so war. Die neue Markenstrategie hat die Touristiker, die Wirtschaftsförderer und die Landesregierung gleichermaßen überzeugt. Und auch die neue Marke bietet viel Platz für "grün", in Fotos, Grafiken und Kreativbereichen.
nnz/kn: Hat damit das Farben-Wirrwarr der diversen Ministeriums-Seiten endlich auch ein Ende oder beharrt jeder Minister auf seiner individuellen Farbe?
P. Zimmermann: Von einem Farben-Wirrwarr wird in Zukunft keine Rede mehr sein. Die Ressorts wollten ihre Seiten in eigener Zuständigkeit weiterführen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen. Die Ressortseiten werden nicht mehr durch eine Farbe, aber durch eine Kopfmarke erkennbar sein.
P. Zimmermann: Uns allen ist klar: Die Online-Kommunikation ist ein wichtiges Thema, es gibt viele Ideen und noch mehr Wünsche. Und: Neue Ziele liegen nicht an alten Wegen! Manchmal muss man ein bisschen kämpfen.
nnz/kn: Was war eigentlich der Grund/Anlass zum Freshup (Neugestaltung) des Netzangebotes der Landesregierung? Wie war die Herangehensweise? Wer hatte die Ideen, wer hat das realisiert?
P. Zimmermann: Das Problem Thüringens besteht vor allem darin, dass Thüringen nicht bekannt genug ist. Zudem ordnen national sowie international viele Menschen die großen Namen unserer Historie oder unsere wunderschönen Städte, wie beispielsweise Weimar, gar nicht oder zu wenig dem Freistaat zu. thueringen.de soll helfen, die schönsten Seiten unseres Landes schneller zu finden, besser zu zeigen und bekannter zu machen.
nnz/kn: Immer wieder hört man von diversen Medien und natürlich von der Opposition die Kritik, dass es keine Ausschreibung gegeben habe. Hat das die Thüringer Staatskanzlei nicht nötig?
P. Zimmermann: Wir arbeiten für die Wartung, Administration und Entwicklung von thueringen.de mit einer Firma aus Weimar zusammen. Für diese Kooperation hat es bereits im Jahr 2000 eine Ausschreibung gegeben. Alle Arbeiten laufen korrekt und auf dieser Grundlage. Im Übrigen liegt es in der Rolle der Opposition, die Regierung zu kritisieren. Wenn die Kritik berechtigt ist, nehmen wir diese auch an.
nnz/kn: Können Sie die Inhalte, die Struktur des neuen Angebotes kurz beschreiben?
P. Zimmermann: Heutige Internetnutzer erwarten nicht nur statische Informationen auf einer Seite, sondern auch praktische Tipps, Kontakte und Service. Im Rahmen dessen, was wir durch Kooperationen beispielsweise mit der Thüringer Tourismus-GmbH mit thueringen.de leisten können, werden wir also serviceorientiert sein. Wir bieten künftig einen bessere Online-Service für Bürger, einen Thüringen-Ticker, Veranstaltungstipps, Verkehrsinformationen, oder auch das Thüringenwetter für Touristen und Gäste, nur um mal einige Angebote zu nennen. Ich meine, dass ist wirklich eine gute Werbung für Thüringen.
nnz/kn: Also alles in einem Guss?
P. Zimmermann: Ja, all diese Informationen stehen dem Nutzer übersichtlich und informativ auf der Homepage von thueringen.de zur Verfügung..
nnz/kn: Ist das für eine Startseite nicht zu viel, schließlich gilt doch im Netz des Jahres 2012 die Devise: Mit möglichst wenig Klicks zu den gewünschten Information?
P. Zimmermann: Ich finde, das neue Angebot ist frischer, freundlicher und übersichtlicher als das bisherige. Und tatsächlich wird der Nutzer mit wenigen Klicks die gesuchte und gewünschte Information erreichen. Die Rubrik Themenbereiche ist praktisch das Eingangstor in das Informationsportal der Thüringer Ministerien. Mit dem Serviceportal und dem Zuständigkeitsfinder stehen dem Nutzer Dienstleistungsportale mit umfangreichen Informationsangeboten zur Verfügung. Selbst Hotelbuchungen sind über thueringen.de möglich.
nnz/kn: Haben Sie oder hat die Landesregierung nun den virtuellen Stein des Weisen gefunden oder lässt die neue Struktur Veränderungen, Ergänzerung, Neuerungen zu?
P. Zimmermann: Neuerungen stehen wir immer offen und aufgeschlossen gegenüber. Nichts ist in Stein gemeißelt. Das gilt insbesonere für ein so modernes und schnelles Medium wie das Internet. Wir werden sehr schnell herausfinden – auch in Zusammenarbeit mit unseren Partnern – welche Veränderungen, Ergänzungen und Neuererungen sinnvoll und auch machbar sind.
nnz/kn: Wie sieht es mit der Interaktivität des Angebotes in Richtung der Nutzer aus. Wird es zum Beispiel zu gewissen Themen Chatmöglichkeiten mit Ministern oder Staatssekretären geben?
P. Zimmermann: Das hängt vom jeweiligen Minister ab, einige Thüringer Kabinettsmitglieder sind heute schon bei Facebook präsent.
nnz/kn: Herr Zimmermann, vielen Dank für das Gespräch.

