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Fr, 07:45 Uhr
29.06.2012

Schlecker Betriebsversammlung

FOR YOU – VOR ORT – VORBEI Unter diesem etwas abgewandelten Slogan endet diese Woche ein Lebensabschnitt für an die 800 Frauen in Thüringen. Hier die Meldung der Gewerkschaft ver.di, verbunden mit dem Termin der letzten Betriebsversammlung...

Trotz aller Bemühungen der Gewerkschaft ver.di, der Betriebsräte und auch der Insolvenzverwaltung werden die Beschäftigten der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker den Weg zum Arbeitsamt gehen müssen, trotz sehr schlechter Aussichten in Thüringen eine adäquate Arbeit im erlernten Beruf zu finden.

Nach Auskunft der Bundesagentur steht für 15 arbeitslos gemeldete Verkäuferinnen nur 1 freier Arbeitsplatz zur Verfügung.

„Die Sonntagsreden der PolitikerInnen können die Beschäftigten nicht mehr hören. Die gleichen, die es verhindert haben, dass mit einer Transfergesellschaft Zeit gewonnen und somit vielleicht auch ein neuer Investor gefunden wird, sind so weit vom tatsächlichen Arbeitsmarkt weg, dass es zynisch klingt, wenn ein Herr Rösler behauptet, dass die Frauen eine schnelle ‚Anschlussverwendung‘ finden werden,“ so Undine Zachlot vom ver.di-Fachbereich Handel in Thüringen.

Die Enttäuschung, die Wut der Frauen ist groß, auch weil neuere Nachrichten aus dem Schlecker-Clan nur von Verschiebung von Millionen Eurobeträgen berichten.



„Bis zum heutigen Tage hat Anton Schlecker noch kein einziges Wort an die Beschäftigten gerichtet. Respekt vor der Arbeitsleistung dieser Menschen sieht anders aus.



Wo war das Engagement der jungen Generation Schlecker, um die dramatische Situation der Beschäftigten positiver zu gestalten? Um nur ein Beispiel zu nennen: Das Logistik-Dienstleistungsunternehmen von Lars und Meike Schlecker hat bis zur Insolvenz und darüber hinaus überteuerte Rechnungen gestellt und damit zur Pleite des Schlecker-Unternehmens beigetragen. Daran ändern auch die Beileidsbeteuerungen der jungen Generation Schlecker nichts.



Es ist ein Skandal, dass Lars und Meike Schlecker das Scheitern der Rettung den Beschäftigten in die Schuhe schieben. Die Beschäftigten waren zu äußerst schmerzhaften Einschnitten bei den Personalkosten von mehr als zehn Prozent bereit, um ihren Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze zu leisten. Es waren die jungen Schleckers, deren Leiharbeitsfirma Meniar 2010 Lohndumping zum Geschäftsprinzip erhoben hat. Wenn ausgerechnet Lars und Meike Schlecker jetzt zur Investorensuche wieder auf drastische Lohnsenkung setzen, zeigt es, dass sie nichts hinzugelernt haben.“ so Steffi Nutzenberger, ver.di Bundesfachbereichsleiterin Handel



Um die Fragen der Kolleginnen zu beantworten und auch die weiteren Möglichkeiten des Berufslebens zu diskutieren, wird am Freitag, den 29.06.2012, 14 Uhr in „Victor’s Residenz-Hotel“ noch einmal eine Betriebsversammlung stattfinden.

Für kompetente Ansprechpartner aus der Bundesagentur, dem Thüringer Wirtschaftsministerium, dem Gesamtbetriebsrat, der Insolvenzverwaltung und nicht zuletzt der Gewerkschaft ver.di ist gesorgt.



„Ich denke, diese Versammlung wird letztmalig ein Treffen der Kolleginnen sein, die so viele Jahre für das Unternehmen mit ganzer Kraft gearbeitet haben. Es ist auch an uns, ihnen unsere Solidarität zu geben und die Unterstützung bei ihren zukünftigen beruflichen Wegen“, sagt Undine Zachlot von ver.di.
Autor: khh

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