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Fr, 08:36 Uhr
26.10.2012

Tod in Würde ist möglich - auch zu Hause

Etwa 70 Prozent aller Deutschen sterben in Krankenhäusern und Pflegeheimen, obwohl die meisten lieber zu Hause sterben würden. Dass für Schwerstkranke ein Tod in Würde mithilfe ambulanter Dienste auch in den eigenen vier Wänden möglich ist, beschreibt die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe der Zeitschrift test...


Das Angebot dafür wächst, reicht aber noch nicht aus. Alle Hospiz- und Palliativangebote sind für den Patienten weitgehend kostenlos.

Ein ambulanter Hospizdienst besteht oft aus einem hauptamtlichen und vielen geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern. Eine feste ehrenamtliche Bezugsperson besucht regelmäßig einen Schwerkranken und seine Angehörigen. Sie stehen bereit für Gespräche und entlasten oft auch das Umfeld der Kranken.

Wenn unheilbar Schwerstkranke zu Hause eine aufwändige medizinische Betreuung benötigen, kommt die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Frage. Die Teams aus Ärzten und Pflegekräften sind 24 Stunden erreichbar. Neben der Vollversorgung gibt es hierbei auch die Teilversorgung, bei der das SAPV-Team mit anderen Ärzten und Pflegekräften zusammenarbeitet.

Wenn die ambulante Versorgung nicht mehr ausreicht, etwa bei akuten medizinischen Krisen, gibt es spezialisierte Krankenhausstationen, sogenannte Palliativstationen. Ist eine Entlassung nicht mehr möglich, bekommen Sterbende und Angehörige Ruhe und Raum für den Abschied. Wem als Schwerstkranker nur noch eine absehbar kurze Lebenszeit bleibt, dem ermöglicht auch ein stationäres Hospiz ein würdevolles und beschwerdearmes Leben bis zuletzt.

Der ausführliche Report Hospiz- und Palliativangebote ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/hospizdienste veröffentlicht.
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
26.10.2012, 11:43 Uhr
Schlimmer gehts nimmer
Das Schlimmste, was einen Menschen passieren kann ist, wenn man in der Fremde sterben muß.
Fernab von seiner vertrauten Umwelt. Zum Beispiel in einem Hotelzimmer oder vielleicht noch auf offener Strasse. Dann doch lieber Zuhause im Bett.
Bodo Schwarzberg
26.10.2012, 12:22 Uhr
Großen Respekt vor Aktiven des Palliativnetzwerkes
Ich habe für mein 2013 erscheinendes neues Buch "Menschenbilder...." mehrere Ärzte, Pflegekräfte und Hospizmitarbeiter interviewt und möchte Ihnen allen an dieser Stelle meinen ganz großen Respekt zollen. Mit ihrem Einfühlungsvermögen und mit Ihrer Fachkompetenz, ja mit ihrer ganzen Persönlichkeeit ermöglichen sie schwerkranken Menschen ein würdevolles Sterben. Sie können den Sterbenden, aber auch den Angehörigen die Angst vor diesen schwersten Stunden überhaupt nehmen. Es ist das überragende Verdienst des Pailliativnetzwerkes Nordthüringen, die unheilbar Kranken aus der dunklen Ecke früherer Jahre herausgeholt zu haben. Bis zuletzt werden sie als Persönlichkeiten mit Wünschen geachtet.
Ich bin tief beeindruckt von den Möglichkeiten des Hospiz' "Haus Geborgenheit" in Neustadt, von der aktiven Zuwendung zu den Sterbenden dort und von den erfolgreichen Bestrebungen, die Menschen so lange wie irgendmöglich in ihren vier Wänden bleiben lassen zu können.
In einer Gesellschaft,in der offenbar nur Jugend zählt, haben es die Protagonisten des Palliativnetzwerkes geschafft, dem Sterben den Platz zu geben, den es schon immer hatte: in der Mitte bzw. als ganz normaler Teil unseres Lebens.
suedharzer
26.10.2012, 15:01 Uhr
Unterste Schublade Herr Schwarzberg!
Jeder der ein Herz in der Brust hat, wird wohl größten Respekt vor den Leistungen der Menschen haben, die täglich sterbenden Menschen helfen. Ich kann dies beurteilen, da ich selbst bereits vier Menschen bei ihren letzten Stunden auf Erden begleitete.

Dieses Thema zum Anlass zu nehmen, um (Mal wieder) wieder für Ihr "Buch" zu werben ist aber unterste Schublade Herr Schwarzberg! Hier wäre Schweigen wirklich Gold gewesen. Wann lernen Sie dies endlich, Herr Schwarzberg?
Bodo Schwarzberg
26.10.2012, 17:00 Uhr
@südharzer-streiten verbietet sich angesichts des Themas
Lieber Südharzer,
da konnten Sie ja doch noch Ihren Frust loswerden, denn unter meinem Menschenbild 49 musste ja ein Kommentar von Ihnen gesperrt werden. Viel schlimmer finde ich, dass Sie versuchen, angesichts des hier diskutierten Themas, zu streiten. Seien Sie doch froh darüber, dass ich mich für mein Buch mit Menschen unterhalte, die sich auf diesem Gebiet engagieren.

Denn allzuoft wird das Thema Sterben von der Allgemeinheit noch immer ignoriert. Von daher halte ich es für sinnvoll, auf das Buch in diesem Zusammenhang auch aufmerksam zu machen.

Dennoch, lieber Südharzer war das nicht der Grund meines Kommentars. Das werden Sie mir ganz gewiss nicht glauben, womit ich dann leben muss aber auch problemlos kann. Nein, ich wollte mit diesem Kommentar tatsächlich auf diese Menschen aus dem Palliativnetzwerk aufmerksam machen, aus tiefstem Herzen.

Im Übrigen: Durch Ihre Kritik haben Sie unabsichtlich gewiss mehr Werbung für mein Buch gemacht, als ich es je beabsichtigte.
Janko
26.10.2012, 20:54 Uhr
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