Di, 13:03 Uhr
30.10.2012
Arbeitsmarkt-Reaktionen (2)
Eine leichte Herbstbelebung sorgt für positive Zahlen am Arbeitsmarkt. 90.746 Arbeitslose – 1.598 weniger als im September – meldete heute die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Wie aber deutet die Thüringer Wirtschaft diese Zahlen...
Die Arbeitslosenquote beträgt 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres ist die registrierte Arbeitslosigkeit weiter gesunken. Damit hat Thüringen die niedrigste Arbeitslosenquote in Ostdeutschland und schneidet sogar besser ab als Nordrhein-Westfalen.
Die immer noch gute Auftragslage in den Thüringer Betrieben sichert uns für den Oktober einen Spitzenwert, der wohl in diesem Jahr nicht mehr unterboten werden kann, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die vorliegenden Zahlen. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen lasse nach. Momentan seien die Risiken der Staatsschuldenkrise einfach zu groß. Viele Personalchefs würden deshalb auf Sicht fahren. So wären die gemeldeten freien Stellen im Freistaat um 860 auf 14.589 weiter gesunken.
Die bisherige Rettungspolitik lässt die gewerbliche Wirtschaft eher frösteln und zehrt immer mehr an den Nerven der Firmenchefs. Insbesondere bei den Industrieunternehmen, die schwerpunktmäßig in den Euroraum exportieren, ist eine große Verunsicherung zu spüren, so Grusser. Die teilweise sehr rigiden Sparprogramme in Griechenland, Italien, Spanien und aktuell Frankreich würden vor allem diejenigen Firmen treffen, die eine starke Verwurzelung im Euroraum hätten.
Trotz eingetrübter Zukunftsaussichten rechnet der IHK-Hauptgeschäftsführer auch in den kommenden Monaten nicht mit einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Nach der jüngsten IHK-Konjunkturanalyse wollten immerhin drei von vier Firmenchefs die Mitarbeiterzahl halten. Es spreche also nur wenig für eine lang anhaltende Durststrecke.
Autor: redDie Arbeitslosenquote beträgt 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres ist die registrierte Arbeitslosigkeit weiter gesunken. Damit hat Thüringen die niedrigste Arbeitslosenquote in Ostdeutschland und schneidet sogar besser ab als Nordrhein-Westfalen.
Die immer noch gute Auftragslage in den Thüringer Betrieben sichert uns für den Oktober einen Spitzenwert, der wohl in diesem Jahr nicht mehr unterboten werden kann, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die vorliegenden Zahlen. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen lasse nach. Momentan seien die Risiken der Staatsschuldenkrise einfach zu groß. Viele Personalchefs würden deshalb auf Sicht fahren. So wären die gemeldeten freien Stellen im Freistaat um 860 auf 14.589 weiter gesunken.
Die bisherige Rettungspolitik lässt die gewerbliche Wirtschaft eher frösteln und zehrt immer mehr an den Nerven der Firmenchefs. Insbesondere bei den Industrieunternehmen, die schwerpunktmäßig in den Euroraum exportieren, ist eine große Verunsicherung zu spüren, so Grusser. Die teilweise sehr rigiden Sparprogramme in Griechenland, Italien, Spanien und aktuell Frankreich würden vor allem diejenigen Firmen treffen, die eine starke Verwurzelung im Euroraum hätten.
Trotz eingetrübter Zukunftsaussichten rechnet der IHK-Hauptgeschäftsführer auch in den kommenden Monaten nicht mit einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Nach der jüngsten IHK-Konjunkturanalyse wollten immerhin drei von vier Firmenchefs die Mitarbeiterzahl halten. Es spreche also nur wenig für eine lang anhaltende Durststrecke.