Fr, 12:57 Uhr
23.11.2012
Silberstreif für die Konjunktur
Unerwarteter Lichtblick in der deutschen Wirtschaft: Die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen hat sich im November erstmals seit sechs Monaten wieder aufgehellt. Sowohl die bessere Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die günstigeren Erwartungen für die kommenden Monate sorgten für einen Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas...
Die Unternehmer scheinen sich langsam an die Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit der Euroschuldenkrise zu gewöhnen. Für viele ist das Glas eben nicht halb leer sondern immer noch halb voll, sieht Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gründe für die positive Einschätzung. Zudem spielten sicher auch saisonale Effekte eine Rolle. Das Wetter sei immer noch gut, so dass auf den Baustellen weiter gearbeitet werden könne. Für den Handel stehe mit dem Weihnachtsgeschäft die umsatzstärkste Zeit vor der Tür. Dank der bislang guten Arbeitsmarktlage und der günstigen Einkommenssituation der Verbraucher dürfte so der eine oder andere Euro mehr in der Kasse klingeln.
Allerdings sind die Firmenchefs auch durchaus realistisch und wissen, dass sich die Situation im Januar schon wieder ganz anders darstellen kann, gibt Grusser zu bedenken. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten wären noch längst nicht überwunden. Wegen der staatlichen Sparprogramme und hoher privater Schulden liege auch die Binnenkonjunktur in den bislang stabileren Volkswirtschaften wie Frankreich und den Niederlanden am Boden. Damit werde die Liste der konjunkturellen Wackelkandidaten in Europa immer länger.
Autor: nnzDie Unternehmer scheinen sich langsam an die Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit der Euroschuldenkrise zu gewöhnen. Für viele ist das Glas eben nicht halb leer sondern immer noch halb voll, sieht Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gründe für die positive Einschätzung. Zudem spielten sicher auch saisonale Effekte eine Rolle. Das Wetter sei immer noch gut, so dass auf den Baustellen weiter gearbeitet werden könne. Für den Handel stehe mit dem Weihnachtsgeschäft die umsatzstärkste Zeit vor der Tür. Dank der bislang guten Arbeitsmarktlage und der günstigen Einkommenssituation der Verbraucher dürfte so der eine oder andere Euro mehr in der Kasse klingeln.
Allerdings sind die Firmenchefs auch durchaus realistisch und wissen, dass sich die Situation im Januar schon wieder ganz anders darstellen kann, gibt Grusser zu bedenken. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten wären noch längst nicht überwunden. Wegen der staatlichen Sparprogramme und hoher privater Schulden liege auch die Binnenkonjunktur in den bislang stabileren Volkswirtschaften wie Frankreich und den Niederlanden am Boden. Damit werde die Liste der konjunkturellen Wackelkandidaten in Europa immer länger.