Di, 14:12 Uhr
03.12.2013
Praxistag für Arbeitsvermittler
Zum dritten Mal startet die Bundesagentur für Arbeit (BA) anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung in die bundesweit angelegte Aktionswoche. Führungskräfte und Mitarbeiter der Nordhäuser Arbeitsagentur werben kontinuierlich für mehr Inklusion im Arbeitsleben...
Gerhard Böhme (Teamleiter Arbeitsvermittlung in der Arbeitsagentur Nordhausen) informiert sich im Bereich Montage und Verpackung
"Behinderten Menschen wird zu häufig noch mit Vorbehalten begegnet", meint Gabriela Helbing Geschäftsführerin der Nordhäuser Arbeitsagentur. Das sei auch ein Grund dafür, dass diese Personengruppe leider noch nicht ausreichend vom Aufschwung des Arbeitsmarktes der letzten Jahre profitiert hat.
"Dabei gibt es heute vielfältige Fördermöglichkeiten bei der Aufnahme einer Beschäftigung. Jede Förderung ist stets auf die Bedürfnisse beider Seiten zugeschnitten. Dazu gehört beispielsweise auch die individuelle technische Ausgestaltung von Arbeitsplätzen."
Die Aktionswoche, welche Menschen mit Behinderungen ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt, findet zum dritten Mal statt. In diesem Jahr geht es Führungskräften und Vermittlern der Arbeitsagentur vor allem um eines: Sie wollen Berufskenntnisse vertiefen und sich in mehreren Arbeitsbereichen praxisnah und intensiv mit den veränderten Anforderungen in bestimmten Tätigkeiten auseinander setzen.
Zu diesem Zweck tauschen sie für einen Tag ihren Schreibtisch gegen einen Arbeitsplatz bei der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen. "Wer Menschen mit Behinderung unterstützen will, muss das Tätigkeitsprofil und die Anforderungen, die ein Mitarbeiter haben muss, genau kennen", weiß Gabriela Helbing. Die Arbeit mit Behinderten in den Werkstätten sei vielseitig und erfordere neben Geduld und Geschicklichkeit vor allem Einfühlungsvermögen.
"Derzeit sind in den Nordthüringer Werkstätten 550 Menschen mit Behinderung tätig, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten und weiter entwickeln. Häufig sind es hier die kleinen Schritte, die jemand gehen muss, um Erfolg zu haben", bestätigt Werkstattleiter Karsten Sochurek. "Werkstattarbeit und Inklusion schließen sich nicht aus." Ein Teil der Menschen arbeite bereits auf ausgelagerten Arbeitsplätzen. "Gern würden wir dieses Angebot erweitern." Insofern sei man für Anfragen aus der Wirtschaft immer offen und für die Unterstützung der regionalen Unternehmen dankbar.
Für die Vermittler der Arbeitsagentur bedeutet der eintägige Einsatz Praxiserfahrungen für das tägliche Vermittlungsgeschäft zu sammeln. Über 800 Menschen mit Behinderung sind derzeit in Nordthüringen noch auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Rund 80 Prozent haben eine Berufsausbildung oder ein Studium absolviert. "Unser Anliegen ist es, dafür zu sorgen, dass diese Menschen eine berufliche Chance bekommen", so Gabriela Helbing. "Dafür brauchen wir den Einsatz aller Akteure am Arbeitsmarkt."
Autor: redGerhard Böhme (Teamleiter Arbeitsvermittlung in der Arbeitsagentur Nordhausen) informiert sich im Bereich Montage und Verpackung
"Behinderten Menschen wird zu häufig noch mit Vorbehalten begegnet", meint Gabriela Helbing Geschäftsführerin der Nordhäuser Arbeitsagentur. Das sei auch ein Grund dafür, dass diese Personengruppe leider noch nicht ausreichend vom Aufschwung des Arbeitsmarktes der letzten Jahre profitiert hat.
"Dabei gibt es heute vielfältige Fördermöglichkeiten bei der Aufnahme einer Beschäftigung. Jede Förderung ist stets auf die Bedürfnisse beider Seiten zugeschnitten. Dazu gehört beispielsweise auch die individuelle technische Ausgestaltung von Arbeitsplätzen."
Die Aktionswoche, welche Menschen mit Behinderungen ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt, findet zum dritten Mal statt. In diesem Jahr geht es Führungskräften und Vermittlern der Arbeitsagentur vor allem um eines: Sie wollen Berufskenntnisse vertiefen und sich in mehreren Arbeitsbereichen praxisnah und intensiv mit den veränderten Anforderungen in bestimmten Tätigkeiten auseinander setzen.
Zu diesem Zweck tauschen sie für einen Tag ihren Schreibtisch gegen einen Arbeitsplatz bei der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen. "Wer Menschen mit Behinderung unterstützen will, muss das Tätigkeitsprofil und die Anforderungen, die ein Mitarbeiter haben muss, genau kennen", weiß Gabriela Helbing. Die Arbeit mit Behinderten in den Werkstätten sei vielseitig und erfordere neben Geduld und Geschicklichkeit vor allem Einfühlungsvermögen.
"Derzeit sind in den Nordthüringer Werkstätten 550 Menschen mit Behinderung tätig, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten und weiter entwickeln. Häufig sind es hier die kleinen Schritte, die jemand gehen muss, um Erfolg zu haben", bestätigt Werkstattleiter Karsten Sochurek. "Werkstattarbeit und Inklusion schließen sich nicht aus." Ein Teil der Menschen arbeite bereits auf ausgelagerten Arbeitsplätzen. "Gern würden wir dieses Angebot erweitern." Insofern sei man für Anfragen aus der Wirtschaft immer offen und für die Unterstützung der regionalen Unternehmen dankbar.
Für die Vermittler der Arbeitsagentur bedeutet der eintägige Einsatz Praxiserfahrungen für das tägliche Vermittlungsgeschäft zu sammeln. Über 800 Menschen mit Behinderung sind derzeit in Nordthüringen noch auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Rund 80 Prozent haben eine Berufsausbildung oder ein Studium absolviert. "Unser Anliegen ist es, dafür zu sorgen, dass diese Menschen eine berufliche Chance bekommen", so Gabriela Helbing. "Dafür brauchen wir den Einsatz aller Akteure am Arbeitsmarkt."
