So, 15:31 Uhr
18.05.2014
kn Forum: Das Gesetz der Serie!
Auch diese Zuschrift aus Bad Frankenhausen befasst sich mit der Problematik Schiefer Turm...
Kaum wurde eine Aktion die der Rettung unseres schiefen Turmes dienen soll erfolgreich durchgeführt, kann man sich sicher sein das Wortmeldungen von den Herren Schobeß (KN-FORUM SCHIEFER TURM) und Kobrow (KN-FORUM: SCHIEFER TURM (3)) (CDU) folgen, die in ihren Argumentationen jedoch sehr zu wünschen lassen.
Unser Bürgermeister (KN-FORUM: STREJC MELDET SICH ZU WORT)ist in seiner Stellungnahme auf die widersprüchlichen und auch fehlerhaften Darstellungen bereits eingegangen. Ich füge nun noch ein paar Dinge bei, die aus meiner Sicht nicht unerwähnt bleiben sollten.
Herr Schobeß und Herr Kobrow fokussieren sich in Ihrer Diskussion immer wieder auf den Hausmannsturm und seine dringend notwendige Sanierung. Das ist gut und richtig so! Für mich als Frankenhäuser steht und stand dessen Sanierung nie in Frage. Richtig ist aber auch, dass dessen Sanierung bereits fest eingeplant war und er deshalb auch auf der Prioritätenliste der Stadt stand – jeder erinnert sich.
Deshalb ist auch die jetzt begonnene Sanierung nicht ausschließlich auf Ihr jahrelanges Bemühen zurückzuführen. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang, das die Beschlüsse die letztendlich zum Sanierungsbeginn führten im Stadtrat getroffen wurden, dort ist jedoch Ihre Fraktion weit von jeglicher eigenständigen Mehrheit entfernt. Was das bedeutet muss ich niemanden erklären. Das Ergebnis jedenfalls können Sie nicht allein für sich in Anspruch nehmen.
In Ihren öffentlichen Erklärungen stellen Sie sich diesbezüglich aber auch immer als Mahner und Erinnerer dar. Dem ist nicht ausschließlich so, denn Sie haben auch das Konkurrenzdenken geschürt und immer wieder angeheizt. Sie haben in der breiten öffentlichen Diskussion den Bürgern eingeredet, dass sie sich entweder für den Hausmannsturm oder für die Oberkirche entscheiden müssen. Bei den vielen engagierten Bürgern, die den Hausmannsturm vor Jahren mit ihrer eigenen Hände Arbeit vor dem Verfall gerettet haben, ist das natürlich nicht auf taube Ohren gestoßen – wie könnte es auch.
Dabei sind diese beiden Bauwerke ebenso wie die Unterkirche, das Schloss, die Altstädter Kirche und noch einige andere Bauten untrennbar mit der Geschichte unserer Stadt verbunden. Keines dieser Bauwerke sollte, ja darf zur Disposition stehen. Diese Bauwerke sind steinerne Zeugen unserer Geschichte. Seit Jahrhunderten setzen sich Menschen für deren Erhalt ein, haben sie nach Kriegen, Bränden und Plünderungen immer wieder aufgebaut. Was sagt das wohl über diese Menschen aus, die sich selbst in den schlimmsten Zeiten nicht abwendet haben oder besser gefragt, was sagt das über Sie aus, Mitglieder der CDU, die sich entschieden und abgewendet haben (dies betrifft natürlich nicht alle CDU-Mitglieder im Stadtverband).
Gerade die Oberkirche und den Hausmannsturm verbinden so viele Dinge.
1. Die Sanierungskosten für den Hausmannsturm werden am Ende mindestens so hoch sein, wie die Kosten für die Sicherung der Oberkirche.
2. Beide Bauwerke stehen auf problematischen Untergrund, deshalb fallen die Kosten für den Hausmannsturm ebenfalls hoch aus, da aufgrund der Bewegungen im Untergrund erhebliche Schäden in der Bausubstanz auftreten.
3. Für beide Bauwerke mussten wiederholt Fördermittelanträge eingereicht werden (Anmerkung: die Anträge wurden unter dem jetzt amtierenden Bürgermeister eingereicht). Für den Hausmannsturm fließt Geld für die Oberkirche nicht. Warum? Ich denke es ist eine politische Entscheidung, es fehlt hier allein der Wille zum Dialog.
Außerdem soll durch diese Polarisation eine Änderung in der politischen Umgebung erzwungen werden. Das man dafür unsere wichtigsten Kulturgüter instrumentalisiert, ist für mich unfassbar. Mir drängt sich auch eine Erkenntnis auf. Gerade in den Meinungsbekundungen von Herrn Kobrow taucht immer wieder das Geld als einzig bestimmendes legitimes Gegenargument auf. Was passiert eigentlich, wenn die Sanierungskosten für den Hausmannsturm noch viel höher ausfallen als jetzt schon bekannt. Ist man nach Erreichen seines politischen Zieles vielleicht auch bereit diesen zu opfern? Wie heißt es so schön: Beim zweiten Mal fällt Alles leichter.
Herr Kobrow schreibt in seinem Artikel, die SPD-Genossen in Erfurt lehnen sich aus jedem Fenster das gerade offen ist und unterstützen ihren Parteifreund in Bad Frankenhausen. Schön das Sie es erkannt haben, die Fenster der SPD-Abgeordneten sind wenigstens noch geöffnet, sie sind noch bereit die Stimme des Volkes zu hören. Währenddessen hat Ihr Parteifreund Herr Carius nicht nur seine Fenster vor langer Zeit geschlossen und die Rollos runtergezogen, nein er scheint nach seiner Aussage auch seinen Briefkasten abmontiert zu haben. Denn bis heute hat er ja noch kein Unterstützer-Schreiben erhalten. Weiterhin schreiben Sie, dass Sie nicht jeden Tag für den Oberkirchturm, den Kyffhäuser etc. auf Arbeit gehen.
Ich für meinen Teil gehe gerne für diese Dinge auf Arbeit, denn diese Dinge dienen keinem Selbstzweck, sondern sollen den Tourismus als Wirtschaftsfaktor Nr. 1 in unserer Stadt stärken. Wenn die Einnahmen in diesem Bereich steigen, können auch die Löhne der Angestellten bei der Kur GmbH erhöht werden und sie müssen eben nicht mehr zu diesen niedrigen Löhnen arbeiten. Mir widerstrebt es allerdings jeden Tag auf Arbeit zu gehen und dann jeden Tag neue Berichte über die Veruntreuung unserer Steuergelder, bei den von Ihnen geschätzten Landespolitikern der CDU zu lesen (ausdrücklich erwähnt sei hier Herr Gnauck). Hätten wir diese Summen zur Verfügung, wäre der Turm schon lange gerettet.
Sven Jahn
Bad Frankenhausen
Autor: khhKaum wurde eine Aktion die der Rettung unseres schiefen Turmes dienen soll erfolgreich durchgeführt, kann man sich sicher sein das Wortmeldungen von den Herren Schobeß (KN-FORUM SCHIEFER TURM) und Kobrow (KN-FORUM: SCHIEFER TURM (3)) (CDU) folgen, die in ihren Argumentationen jedoch sehr zu wünschen lassen.
Unser Bürgermeister (KN-FORUM: STREJC MELDET SICH ZU WORT)ist in seiner Stellungnahme auf die widersprüchlichen und auch fehlerhaften Darstellungen bereits eingegangen. Ich füge nun noch ein paar Dinge bei, die aus meiner Sicht nicht unerwähnt bleiben sollten.
Herr Schobeß und Herr Kobrow fokussieren sich in Ihrer Diskussion immer wieder auf den Hausmannsturm und seine dringend notwendige Sanierung. Das ist gut und richtig so! Für mich als Frankenhäuser steht und stand dessen Sanierung nie in Frage. Richtig ist aber auch, dass dessen Sanierung bereits fest eingeplant war und er deshalb auch auf der Prioritätenliste der Stadt stand – jeder erinnert sich.
Deshalb ist auch die jetzt begonnene Sanierung nicht ausschließlich auf Ihr jahrelanges Bemühen zurückzuführen. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang, das die Beschlüsse die letztendlich zum Sanierungsbeginn führten im Stadtrat getroffen wurden, dort ist jedoch Ihre Fraktion weit von jeglicher eigenständigen Mehrheit entfernt. Was das bedeutet muss ich niemanden erklären. Das Ergebnis jedenfalls können Sie nicht allein für sich in Anspruch nehmen.
In Ihren öffentlichen Erklärungen stellen Sie sich diesbezüglich aber auch immer als Mahner und Erinnerer dar. Dem ist nicht ausschließlich so, denn Sie haben auch das Konkurrenzdenken geschürt und immer wieder angeheizt. Sie haben in der breiten öffentlichen Diskussion den Bürgern eingeredet, dass sie sich entweder für den Hausmannsturm oder für die Oberkirche entscheiden müssen. Bei den vielen engagierten Bürgern, die den Hausmannsturm vor Jahren mit ihrer eigenen Hände Arbeit vor dem Verfall gerettet haben, ist das natürlich nicht auf taube Ohren gestoßen – wie könnte es auch.
Dabei sind diese beiden Bauwerke ebenso wie die Unterkirche, das Schloss, die Altstädter Kirche und noch einige andere Bauten untrennbar mit der Geschichte unserer Stadt verbunden. Keines dieser Bauwerke sollte, ja darf zur Disposition stehen. Diese Bauwerke sind steinerne Zeugen unserer Geschichte. Seit Jahrhunderten setzen sich Menschen für deren Erhalt ein, haben sie nach Kriegen, Bränden und Plünderungen immer wieder aufgebaut. Was sagt das wohl über diese Menschen aus, die sich selbst in den schlimmsten Zeiten nicht abwendet haben oder besser gefragt, was sagt das über Sie aus, Mitglieder der CDU, die sich entschieden und abgewendet haben (dies betrifft natürlich nicht alle CDU-Mitglieder im Stadtverband).
Gerade die Oberkirche und den Hausmannsturm verbinden so viele Dinge.
1. Die Sanierungskosten für den Hausmannsturm werden am Ende mindestens so hoch sein, wie die Kosten für die Sicherung der Oberkirche.
2. Beide Bauwerke stehen auf problematischen Untergrund, deshalb fallen die Kosten für den Hausmannsturm ebenfalls hoch aus, da aufgrund der Bewegungen im Untergrund erhebliche Schäden in der Bausubstanz auftreten.
3. Für beide Bauwerke mussten wiederholt Fördermittelanträge eingereicht werden (Anmerkung: die Anträge wurden unter dem jetzt amtierenden Bürgermeister eingereicht). Für den Hausmannsturm fließt Geld für die Oberkirche nicht. Warum? Ich denke es ist eine politische Entscheidung, es fehlt hier allein der Wille zum Dialog.
Außerdem soll durch diese Polarisation eine Änderung in der politischen Umgebung erzwungen werden. Das man dafür unsere wichtigsten Kulturgüter instrumentalisiert, ist für mich unfassbar. Mir drängt sich auch eine Erkenntnis auf. Gerade in den Meinungsbekundungen von Herrn Kobrow taucht immer wieder das Geld als einzig bestimmendes legitimes Gegenargument auf. Was passiert eigentlich, wenn die Sanierungskosten für den Hausmannsturm noch viel höher ausfallen als jetzt schon bekannt. Ist man nach Erreichen seines politischen Zieles vielleicht auch bereit diesen zu opfern? Wie heißt es so schön: Beim zweiten Mal fällt Alles leichter.
Herr Kobrow schreibt in seinem Artikel, die SPD-Genossen in Erfurt lehnen sich aus jedem Fenster das gerade offen ist und unterstützen ihren Parteifreund in Bad Frankenhausen. Schön das Sie es erkannt haben, die Fenster der SPD-Abgeordneten sind wenigstens noch geöffnet, sie sind noch bereit die Stimme des Volkes zu hören. Währenddessen hat Ihr Parteifreund Herr Carius nicht nur seine Fenster vor langer Zeit geschlossen und die Rollos runtergezogen, nein er scheint nach seiner Aussage auch seinen Briefkasten abmontiert zu haben. Denn bis heute hat er ja noch kein Unterstützer-Schreiben erhalten. Weiterhin schreiben Sie, dass Sie nicht jeden Tag für den Oberkirchturm, den Kyffhäuser etc. auf Arbeit gehen.
Ich für meinen Teil gehe gerne für diese Dinge auf Arbeit, denn diese Dinge dienen keinem Selbstzweck, sondern sollen den Tourismus als Wirtschaftsfaktor Nr. 1 in unserer Stadt stärken. Wenn die Einnahmen in diesem Bereich steigen, können auch die Löhne der Angestellten bei der Kur GmbH erhöht werden und sie müssen eben nicht mehr zu diesen niedrigen Löhnen arbeiten. Mir widerstrebt es allerdings jeden Tag auf Arbeit zu gehen und dann jeden Tag neue Berichte über die Veruntreuung unserer Steuergelder, bei den von Ihnen geschätzten Landespolitikern der CDU zu lesen (ausdrücklich erwähnt sei hier Herr Gnauck). Hätten wir diese Summen zur Verfügung, wäre der Turm schon lange gerettet.
Sven Jahn
Bad Frankenhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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