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Sa, 12:01 Uhr
15.08.2015
Polizeibericht

Ideologische Debatten beenden

„Rückenwind für das Kindergeld plus“ sieht die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Meißner, in einer aktuellen Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA –Consulere, auf die MDR-Info gestern hingewiesen hatte...


Danach kann der von Thüringens CDU-Fraktionsvorsitzendem Mike Mohring auf eine Mehrheit unter den Deutschen für seinen Vorschlag bauen, das Kindergeld in den ersten drei Lebensjahren eines Kleinkindes deutlich zu erhöhen.

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Mit dem auf 200 Euro für das erste, 250 Euro für das zweite, 300 Euro für das dritte und 400 Euro für das vierte und alle weiteren Kinder angehobenen Kindergeld soll die Entscheidungsfreiheit der Eltern in der dreijährigen Elternzeit verbessert werden. Zur Gegenfinanzierung sollen die bisher für das Bundesbetreuungsgeld benötigen Gelder dienen.

Wie INSA-Consulere auf Rückfrage bestätigte, haben sich 53 % der Befragten für dieses Kindergeld plus ausgesprochen, nur 27 % dagegen. 20 % machten keine Angaben. Die Zustimmung zum Kindergeld plus ist dabei unabhängig von Alter, Geschlecht und regionaler Herkunft. Besonders hoch ist die Zustimmung bei Wählern von CDU/CSU und SPD mit 59 % bzw. 57 %. „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass Mike Mohring für seinen Vorschlag auf breite Unterstützung setzen kann“, kommentierte Meißner.

Das Kindergeld soll nach der Vorstellung Mohrings angehoben werden, „damit Eltern kleiner Kinder mehr Freiheit bei der Entscheidung haben, ob, wann und wie lange sie ihre Kinder einer Tagesmutter anvertrauen, in die Kita bringen oder sie zu Hause betreuen“, sagte Mohring. Der Zeitraum orientiert sich an der gesetzlich verankerten dreijährigen Elternzeit. In der Staffelung nach Kinderzahl sieht der Thüringer CDU-Fraktionsvorsitzende auch einen Anreiz zugunsten von Mehrkinderfamilien.

„Der finanzielle Aufwand wächst mit jedem Kind und die Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden in aller Regel aufwendiger. Darauf muss Rücksicht genommen werden, wenn wir uns nicht einfach damit abfinden wollen, dass die angestammte Bevölkerung Generation für Generation um ein Viertel schrumpft“, sagte Mohring.

Die Mehrkosten für das Kindergeld plus belaufen sich auf 997 Millionen Euro pro Jahr. „Das ist geringer als die derzeitigen Ausgaben für das Bundesbetreuungsgeld. Und das Modell hat den Vorteil, dass der bürokratische Aufwand wesentlicher geringer ist als beim Bundesbetreuungsgeld“, nannte der CDU-Politiker weitere Vorteile. Entscheidend ist für ihn ein weiterer Aspekt: „Wir müssen die ideologischen Debatten über die Betreuung zu Hause, in Kindertagesstätten oder bei Tagesmüttern endlich hinter uns lassen. Ein Konsens darüber hat sich nicht erzielen lassen und wird sich auch in Zukunf nicht erzielen lassen. Mit dem erhöhten Kindergeld entscheiden die Eltern ganz alleine ohne irgendwelche Anreize und Erwartungen in die eine oder andere Richtung“, so Mohring wörtlich.
Autor: red

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