Mo, 15:39 Uhr
17.08.2015
Auf Spenden angewiesen
Am späten Vormittag informierte sich das Landtagsmitglied Babett Pfefferlein (Bündnis 90 / Die Grünen) über die Arbeit der Sondershäuser Tafel in der Bedürftige der Stadt Sondershausen sich mit kostengünstigen Lebensmitteln versorgen können, um überhaupt halbwegs über die Runden zu kommen. Und der Anstieg ist stark...
Organisiert wird die Tafel von der FAU. Geschäftsführer Lothar Hildesheim gab dem Gast einen Abriss über die Arbeit der Tafel.
Vorher machte Pfefferlein (li.) zusammen mit Sandy Buße von der Tafel Sondershausen einen Rundgang um sich Vor Ort über die Probleme zu informieren und woher denn so die Spenden für die Tafel kommen.
Obwohl die Berechtigungsscheine zum Bezug von der Sondershäuser Tafel jedes Jahr zu erneuern sind, haben sich dieses Jahr bereits schon 839 Personen angemeldet, wozu 418 Ausweise ausgegeben wurden. Von den 839 Personen sind 212 Kinder, 110 Rentner und 163 Asylbewerber. Und das sind nur die angemeldeten Personen in Sondershausen. In Greußen kommen nochmals 56 Personen dazu.
Im Dezember 2014 waren es noch 646 Personen.
Im Mai 2014 waren übrigens 460 Bedürftige angemeldet (einschließlich Greußen)! Die Situation verschärft sich, wie der Anstieg zeigt. Erschreckend für kn, die hohe Zahl an Rentnern, die nach arbeitsreichen Leben oft jetzt auch noch auf Almosen, sprich verbilligte Ausgabe von Lebensmitteln angewiesen sind.
Und es wird auch für die Tafel immer schwieriger. Im Durschnitt kommen pro Ausgabetag, es gibt zwei in derWoche, kommen rund 250 bis 300 Personen zur Ausgabe. Besonders das Bereitstellen von frischen Dingen wie Obst, Gemüse und Fleisch ist nicht leicht. Fahrten nach Nordhausen um Wust zu bekommen (im Gefrierschrank) zählen noch zu den kurzen Wegen. Oft genug geht es sogar bis nach Kassel.
Hildesheim informierte, dass die FAU 1991 gegründet wurde. Als 2000 der Verein Sondershäuser Tafel aufhörte zu existieren, wurde die FAU beauftragt, die Arbeit der Tafel weiter zu führen. Nach vielen Orten in der Stadt, in der die Tafel schon mal untergebracht war, hat man nun seit 2005 in der August-Bebel-Straße in einem Hintergebäude nun ein Platz gefunden, örtlich zusammen mit der Kleiderkammer und der Möbelkammer. Das war wichtig, so Hildesheim, weil zu Stoßzeiten zwischen einzelnen Abteilungen, die Mitarbeiter schnell wechseln können. Genau so wichtig aber auch, dass nun die Bedürftigen nicht mehr wie früher direkt an einer vielbefahrenen Straße wie auf einem Präsentierteller anstehen müssen.
Autor: khhOrganisiert wird die Tafel von der FAU. Geschäftsführer Lothar Hildesheim gab dem Gast einen Abriss über die Arbeit der Tafel.
Vorher machte Pfefferlein (li.) zusammen mit Sandy Buße von der Tafel Sondershausen einen Rundgang um sich Vor Ort über die Probleme zu informieren und woher denn so die Spenden für die Tafel kommen.
Obwohl die Berechtigungsscheine zum Bezug von der Sondershäuser Tafel jedes Jahr zu erneuern sind, haben sich dieses Jahr bereits schon 839 Personen angemeldet, wozu 418 Ausweise ausgegeben wurden. Von den 839 Personen sind 212 Kinder, 110 Rentner und 163 Asylbewerber. Und das sind nur die angemeldeten Personen in Sondershausen. In Greußen kommen nochmals 56 Personen dazu.
Im Dezember 2014 waren es noch 646 Personen.
Im Mai 2014 waren übrigens 460 Bedürftige angemeldet (einschließlich Greußen)! Die Situation verschärft sich, wie der Anstieg zeigt. Erschreckend für kn, die hohe Zahl an Rentnern, die nach arbeitsreichen Leben oft jetzt auch noch auf Almosen, sprich verbilligte Ausgabe von Lebensmitteln angewiesen sind.
Und es wird auch für die Tafel immer schwieriger. Im Durschnitt kommen pro Ausgabetag, es gibt zwei in derWoche, kommen rund 250 bis 300 Personen zur Ausgabe. Besonders das Bereitstellen von frischen Dingen wie Obst, Gemüse und Fleisch ist nicht leicht. Fahrten nach Nordhausen um Wust zu bekommen (im Gefrierschrank) zählen noch zu den kurzen Wegen. Oft genug geht es sogar bis nach Kassel.
Hildesheim informierte, dass die FAU 1991 gegründet wurde. Als 2000 der Verein Sondershäuser Tafel aufhörte zu existieren, wurde die FAU beauftragt, die Arbeit der Tafel weiter zu führen. Nach vielen Orten in der Stadt, in der die Tafel schon mal untergebracht war, hat man nun seit 2005 in der August-Bebel-Straße in einem Hintergebäude nun ein Platz gefunden, örtlich zusammen mit der Kleiderkammer und der Möbelkammer. Das war wichtig, so Hildesheim, weil zu Stoßzeiten zwischen einzelnen Abteilungen, die Mitarbeiter schnell wechseln können. Genau so wichtig aber auch, dass nun die Bedürftigen nicht mehr wie früher direkt an einer vielbefahrenen Straße wie auf einem Präsentierteller anstehen müssen.




