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Mi, 16:30 Uhr
05.10.2016
Bis zu 2.500 Hektar Wald sollen sich naturnah entwickeln

Urwald rund um den Possen

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat sich heute deutlich für die Ausweisung eines Wildnisgebietes in den Wäldern rund um den Possen ausgesprochen...


„Der Possen hat ein hervorragendes Potential für Waldwildnis. Hier findet sich ein großer geschlossener Buchenwald. Für Buchenwälder trägt Deutschland und vor allem Thüringen eine besondere Verantwortung“, sagte die Ministerin in Sondershausen auf einer Informationsveranstaltung zu den Waldwildnis-Plänen der Landesregierung.

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„Wo die natürlichen Prozesse der Waldentwicklung ungestört ablaufen, entstehen neue Lebensräume für biologische Arten, die in Wirtschafts-wäldern keine Perspektive haben“, so Siegesmund weiter. Nach Plänen des Thüringer Umweltministeriums sind ca. 2.500 Hektar der Possenwälder für naturnahe Entwicklung geeignet. Diese Wälder in der Mittleren Hainleite könnten zum größten Wildnisgebiet Thüringens nach dem Nationalpark Hainich werden. Gleichzeitig würden sie Bestandteil eines Wildnisnetzes, das sich über ganz Thüringen spannt: Vom Schwarza- und Vessertal im Süden über den Nationalpark Hainich bis zur Hohen Schrecke.

Aus der Rede der Umweltministerin (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Aus der Rede der Umweltministerin (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Pläne zur Waldwildnis um den Possen erfahren bereits heute Unterstützung in der Region, eröffnen sie doch neue Perspektiven für den Naturtourismus und damit eine naturverträgliche wirtschaftliche Entwicklung.

Aus der Rede der Umweltministerin (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Aus der Rede der Umweltministerin (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die an den Possenwald grenzenden Bebraer Teiche sind Lebensraum für die größte Erdkrötenpopulation Deutschlands mit ca. 25.000 Tieren. Die Wälder des Possens bilden zudem die ursprüngliche Heimat der sogenannten Mutterblutbuche, die Mutter aller weltweit existierenden Blutbuchen.

Hintergrund

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens 5 Prozent der Thüringer Wälder ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen. Bis zum Jahr 2020 sollen ca. 26.000 Hektar Waldfläche aus der forstlichen Nutzung genommen werden.

Bislang gibt es Vereinbarungen über rund 19.000 Hektar Thüringer Waldwildnis. Die Ausweisung der Wälder um den Possen zum Wildnisgebiet könnte ein weiterer großer Schritt zur Erreichung dieses Ziels sein. Thüringen leistet damit auch seinen Beitrag zur Nationalen Biodiversitätsstrategie: Auf 2 Prozent der Landesfläche Deutschlands soll sich die Natur wieder nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln.

Mehr zur Veranstaltung in Kürze hier.
Autor: red

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Kommentare
Franziskus
05.10.2016, 21:01 Uhr
Allerliebste Fr.
Siegesmund, ich hoffe,daß Sie den Müll damit meine ich die vielen leeren und gefüllten Plastetüten - und becher vom Auto aus, gesehen haben? Die am Straßenrand liegen und auf diese Weise hier entsorgt werden.
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