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Do, 13:57 Uhr
29.12.2016
Lass uns übers Wetter reden...

Zu warm, zu trocken, zu wenig weiß

Das Wetter eignet sich ja bekanntermaßen exzellent dazu, behäbige Konversation zu beleben. Wer es also ganz genau wissen will, dem können die Experten vom Deutschen Wetterdienst reichlich Gesprächsstoff an die Hand geben. Zum Beispiel über den Dezember, der zu warm war und das auch noch an den falschen Orten...

Der Dezember 2016 war der drittsonnigste seit Messbeginn in Deutschland und außergewöhnlich trocken. Er fiel zugleich recht warm aus. Hochdruckgebiete sorgten für viel Sonnenschein, aber auch für hartnäckigen Nebel. Das Flachland steckte häufig in einer dünnen Kaltluftschicht, so dass dort zumindest nachts oft Frost herrschte.

Wetterbild (Foto: Angelo Glashagel) Wetterbild (Foto: Angelo Glashagel)

An Weihnachten unterbrachen atlantische Tiefausläufer mit milder Luft und Regen sowie Sturm im Norden den Hochdruckeinfluss. So lag an den Feiertagen nur oberhalb von 1000 Metern stellenweise etwas Schnee. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

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Auf den Bergen oft wärmer als im Flachland

Die Durchschnittstemperatur lag in Deutschland im Dezember mit 2,1 Grad Celsius (°C) um 1,3 Grad über dem Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur Periode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +0,9 Grad. Der anhaltende hohe Luftdruck führte zu Beginn des Monats über Deutschland zur Bildung einer bodennahen Kaltluftschicht. Dabei blieb das Quecksilber in den Niederungen oft ganztägig unter dem Gefrierpunkt, während auf den Bergen häufig deutliche Plusgrade herrschten. In der bergnahen Umgebung konnten sich die hohen Temperaturen durch Lee-Effekte teils bis ins Flachland durchsetzen. So trat das bundesweite Maximum am 8. in Wernigerode am nördlichen Harzrand mit 15,5 °C auf. Nur einen Tag zuvor hatte der DWD in Fichtelberg-Hüttstadl im Fichtelgebirge mit -12,1 °C die kälteste Nacht registriert. Das Weihnachtsfest verlief mild, aber wesentlich kühler als 2015.

Zu trocken, sehr wenig Schnee

Mit rund 25 Litern pro Quadratmeter (l/m²) blieb der Dezember erheblich zu trocken und erreichte nur 35 Prozent seines Solls von 70 l/m². Damit gehört er zu den zwölf trockensten Dezembermonaten seit Beginn der Messungen 1881. Nur gelegentlich konnten Tiefdruckgebiete oder ihre Ausläufer den permanenten Hochdruckeinfluss unterbrechen. Dann fiel Regen. Der von vielen erhoffte Schnee blieb allerdings auch dieses Jahr fast überall aus. Lediglich der Alpenrand sowie das Erzgebirge hüllten sich für wenige Tage in Weiß, wie in Garmisch- Partenkirchen am 19. mit 12 cm. Der insgesamt meiste Niederschlag fiel im Erzgebirge mit örtlich mehr als 130 l/m², der wenigste am Südostrand des Schwarzwaldes mit teils nur 1 l/m². Die größte Tagesmenge meldete Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge am 27. mit 26,7 l/m².

Platz drei beim Sonnenschein

Mit etwa 65 Stunden erreichte der Dezember in Deutschland 170 Prozent seines Solls von 38 Stunden und war damit der drittsonnigste seit dem Beginn dieser Messungen 1951. Am längsten zeigte sich die Sonne im Süden mit teils knapp 150 Stunden. Manche Orte erreichten dabei fast 500 Prozent ihres Solls. In Schleswig-Holstein schien die Sonne im zurückliegenden Monat gebietsweise kaum 25 Stunden.

Der Dezember in Thüringen

Thüringen war im Dezember mit 1,4 °C (0,0 °C) ein relativ kaltes, mit knapp 20 l/m² (64 l/m²) ein trockenes und mit rund 70 Stunden (36 Stunden) ein sonniges Bundesland. In der bodennahen Kaltluftschicht stieg die Temperatur am 5. in Olbersleben, etwa 20 km nördlich von Weimar, nicht höher als -4,9 °C. Weimar selbst meldete dagegen +2,0 °C. Eisregen führte am späten Abend des 22. örtlich zu Glätte.
Autor: red

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