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Di, 11:47 Uhr
03.01.2017
Arbeitsmarktreaktionen

Die Bilanz kann sich sehen lassen

Das insgesamt hervorragende Jahresergebnis könne auch der saisonal bedingte Anstieg der Arbeitslosenzahl im Dezember nicht trüben, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, mit Blick auf die veröffentlichten Daten zum Arbeitsmarkt. Die Bilanz für 2016 könne sich durchaus sehen lassen...

Erwartungsgemäß hat die Arbeitslosenzahl im Dezember 2016 wieder zugenommen. 71.619 Erwerbslose – 2.186 mehr als im November – meldete heute die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2015 (6,9 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit jedoch um weitere 8.290 Personen gesunken.

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Im Jahresdurchschnitt seien mit 77.215 Erwerbslosen und einer Quote von 6,7 Prozent die besten Werte seit der Wiedervereinigung erzielt worden. Ein Trend, der auch 2017 anhalten dürfte und nach Auffassung der IHK jetzt Spielraum für eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung eröffne.

„Die derzeit gute Beschäftigungslage beschert den Sozialkassen hohe Einnahmen. So rechnet die Bundesagentur für Arbeit für das abgelaufene Jahr mit einem Überschuss in der Arbeitslosenversicherung in Höhe von 4,9 Milliarden Euro“, erklärt der IHK-Chef. Damit würden die ursprünglichen Erwartungen von 1,8 Milliarden Euro weit übertroffen. Das Plus gehe vor allem auf höhere Beitragseinnahmen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie geringere Leistungen für Arbeitslose zurück.

„Das Finanzpolster der Arbeitsverwaltung wächst somit auf 11 Milliarden Euro. Diese Marke sieht der aktuelle Haushaltsplan eigentlich erst für Ende 2017 vor“, ergänzt Grusser. Eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von 3,0 auf 2,5 Prozent für 2017 würde mit Blick auf die Reduzierung der Lohnzusatzkosten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sichern und zwischen drei und vier Milliarden Euro im Jahr kosten. Dies könnte gestiegene Beitragssätze in anderen Sozialleistungen etwas ausgleichen, wie die der Pflegeversicherung, die zum 1. Januar 2017 um 0,2 Punkte auf 2,55 beziehungsweise 2,8 Prozent für Kinderlose angehoben wurden.
Autor: red

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