eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 08:36 Uhr
01.04.2017
Bundestagswahl 2017

Pohl ist Direktkandidat der AfD

Gestern haben die Mitglieder des Wahlkreises 189 Jürgen Pohl einstimmig zum Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl gewählt. Einzelheiten in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...


Der Wahlkreis 189 umfasst die Mitglieder der AfD aus dem Kyffhäuserkreis sowie den Landkreisen Eichsfeld und Nordhausen. Sowohl Jürgen Pohl als auch Landeschef Björn Höcke betonten die Wichtigkeit der Bundestagswahl 2017 als Richtungswahl in einer für Deutschland und Europa extrem schwierigen politischen und ökonomischen Zeit.

Anzeige symplr (1)
Neben den Themen der weiterhin ungebremsten Migration nach Europa war es beiden Politikern wichtig, "auf die Kriegsgefahr durch das unnötige provozierende Verhalten der NATO an der russischen Grenze hinzuweisen. Auf dem Gebiet der Europa Politik gilt es weiterhin darum, auf die Gefahren der Haftungsgemeinschaft aufmerksam zu machen. Mit dem Austritt Englands hat sich das Verhältnis weniger Geberländer zu vielen Nehmerländer weiter verschärft", heißt es in einer Mitteilung der Partei.

Pohl betonte die feste Absicht der AfD, die Europäische Union wieder auf die Grundfeste der EG - später EWG - als Gemeinschaft souveränen Volkswirtschaften zurückzuführen. Innenpolitisch gelte es entsprechend dem Parteiprogramm, den Arbeitern und Angestellten eine Starke Stimme in der Opposition zu verleihen.

Mindestrente, Abschaffung der kalten Progression und die Bürokratie als Dienstleister für den Bürger sollen hier die Schwerpunkte im Wahlkampf werden. Jürgen Pohl betonte seinen Einsatz sowohl für das Ende der Sanktionen gegen Russland, die insbesondere die Ostdeutsche Landwirtschaft treffen, als auch seine Interessenvertretung für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in Wahrheit die Träger von Beschäftigung, Steuerlast und Konjunktur seien.

Björn Höcke habe indes die Einheit der Partei zum Wohle Deutschlands beschworen. Es gehe nicht um die Interessen einzelner Personen, sondern ausschließlich um das Wohl des Vaterlandes. Große Sorge bestehe vor dem Wahlkampf bis September. Nicht wegen der politischen Auseinandersetzung mit den etablierten Parteien in den Sachthemen. Sorge bestehe vielmehr angesichts der schrecklichen Übergriffe der Antifa im Nachgang der jüngsten Montagsveranstaltung in Dresden.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Bodo Schwarzberg
01.04.2017, 21:07 Uhr
Nur AfD u. Linke gegen NATO-Aufmarsch?
Das frage ich mich schon, denn mit Sicherheit für Europa hat das, was der Westen gerade betreibt, nichts mehr zu tun. Renommierte Politiker und Journalisten, wie Genscher, Scholl-Latour und Gorbatschow, ja sogar frühere US-Geheimdienstler und deutsche Intellektuelle, haben sich vergeblich gegen die aggressive Politik des Westens gewandt, die Russlands Politik überbetont, die unendlichen eigenen militärischen Verfehlungen (z.B. im Irak, in Afghanistan und Libyen, einst in Nikaragua und vielen anderen Ländern) aber totschweigt und schönredet. Besonders schlimm: Man hat schon den Eindruck, dass auch unsere Leitmedien fremdgesteuert sind. Von dem Versprechen von 1990, die NATO nicht nach Osten zu erweitern und stattdessen auf gute Beziehungen mit Russland zu setzen, ist nichts geblieben. CDU und SPD sollten sich an ihre eigenen Wahlprogramme und politischen Strategien früherer Jahrzehnte erinnern. Der Westen hat die Russen nach der Wende schlicht betrogen. Deutschland ist dabei, im Verein mit seinen Partnern in der Allianz alles zu verspielen, was zuvor jahrzehntelang mühsam aufgebaut worden war. Sie haben die Botschaft vergessen, die ihnen der Fall des Eisernen Vorhanges einst gab. Ein Egon Bahr würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er die neue Ostpolitik aus Berlin, London und Paris miterleben müsste. Er weiß nur zu gut, dass 70 Jahre Frieden in Europa Respekt und Verhandeln bedeutete. Und selbst der kantige Helmut Kohl wusste, dass ein europäisches Haus mit einem ausgesperrten Russland kein wirkliches Haus ist. Ich wünsche mir eine neue Friedensbewegung in Deutschland, die die Herrschenden massiv unter Druck setzt. Der Bürger fühlt sich angesichts der Gefahren viel zu sicher. Ich hoffe, er wacht noch rechtzeitig auf und erkennt, welches weltvergessene, unseelige Konglomerat aus Politik, Rüstung und Medien ihn gerade regiert. Hat er denn schon vergessen, dass in Zeiten des NATO-Doppelbeschlusses um 1980 hunderttausende gegen die atomar bestückten Mittelstreckenraketen in Mitteleuropa protestierten? Und dennoch: Mit Moskau wurde damals mehr gesprochen, als heute. Eine wenngleich zu hinterfragende Stärke zeigen und zugleich miteinander reden. Nicht einmal dazu ist der Westen heute in der Lage - trotz der fortwährenden Angebote aus dem Kreml.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)