Mi, 12:01 Uhr
18.02.2026
Kindergeld steigt auf 259 Euro:
Allein damit wird Nachwuchs zum Millionär
Zu Beginn dieses Jahres ist das monatliche Kindergeld auf 259 Euro gestiegen. Investieren Eltern das Kindergeld 18 Jahre lang vollständig in einen ETF-Sparplan mit 7,5 Prozent Jahresrendite, wächst das angelegte Kapital auf rund 139.000 Euro...
Vermögen (Symbolbild) (Foto: Somchai Sumnow auf Pixabay)
Bis zum 46. Lebensjahr würde dem Nachwuchs über eine Million Euro zur Verfügung stehen – ohne, dass das Kind selbst einen Euro einzahlen muss. Bis zum Rentenalter könnte das Vermögen sogar auf gut 4,8 Millionen Euro steigen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Vergleichsportals Verivox.
Nach 18 Jahren sind knapp 139.000 Euro im Depot
Investieren Eltern das monatliche Kindergeld von 259 Euro vom ersten Lebensjahr an vollständig in einen breit gestreuten ETF-Sparplan, fließen bis zum 18. Geburtstag des Kindes insgesamt rund 70.800 Euro in das Depot.
Dank Rendite und Zinseszinseffekt wächst das Depotvermögen bis zum Ende der Sparphase bereits auf rund 139.000 Euro an. Nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag würde der Erlös bei einem Verkauf bei etwa 126.000 Euro liegen.
Die Verivox-Rechnung basiert auf einer angenommenen Rendite von 7,5 Prozent. Das entspricht der historischen Durchschnittsrendite des Weltaktienindex MSCI World abzüglich marktüblicher ETF-Kosten. In der Modellrechnung erhöhen sich die monatlichen Sparbeträge jedes Jahr um 2,7 Prozent. Das entspricht der durchschnittlichen Steigerungsrate beim Kindergeld in den vergangenen 25 Jahren.
Zinseszinseffekt arbeitet über Jahrzehnte
Entscheidet sich der Nachwuchs nach dem 18. Geburtstag gegen einen Verkauf der Anteile und lässt das Depot unberührt, kann es über die Jahre zum Millionenvermögen anwachsen.
Dafür muss das Kind selbst keine weiteren Einzahlungen veranlassen. Das angesparte Kapital bleibt dafür unangetastet. Bei einer konstanten Rendite läge das Depotvermögen bereits im Alter von 30 Jahren bei rund 331.000 Euro, nach 50 Jahren bei rund 1,4 Millionen Euro. Bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren hätte sich das Vermögen des Kindes ohne eigenes Zutun auf gut 4,8 Millionen Euro erhöht. Selbst nach Abzug von Abgeltungsteuer und Soli würden nach dem Verkauf immer noch rund 3,9 Millionen Euro verbleiben.
Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Kraft vor allem bei langen Anlagezeiträumen, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Wer früh beginnt, verschafft seinem Kind eine außergewöhnlich solide finanzielle Ausgangsbasis. Der Nachwuchs selbst muss dann nur noch so diszipliniert sein, das angelegte Geld unangetastet für sich arbeiten zu lassen.
Millionengrenze bereits im Erwerbsleben überschritten
Die Modellrechnung zeigt: Die Millionengrenze wird deutlich vor dem Rentenalter überschritten – bereits im Laufe des 46. Lebensjahres. Voraussetzung ist lediglich, dass das Vermögen nicht angetastet wird. Eigene Sparleistungen des Kindes sind dafür nicht notwendig.
In der Praxis entwickeln sich die Kurse der Wertpapiermärkte allerdings nicht linear und konstant ausschließlich nach oben. Kurzfristige Kurseinbrüche gehören zur Börse dazu. Über lange Zeiträume relativieren sich diese Schwankungen jedoch.
Zwischenzeitliche Krisen lassen sich bei einem Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten gut aussitzen, so Oliver Maier. Die Vergangenheit zeigt, dass sich die Märkte nach Rücksetzern immer wieder erholt haben.
Langfristiges Sparen ist auch mit kleineren Beträgen sinnvoll
Nicht alle Eltern können oder wollen das komplette Kindergeld investieren. Aber auch geringere Sparraten können zum Grundstein für ein beträchtliches Vermögen werden. Wer beispielsweise 100 Euro monatlich über 18 Jahre anlegt, kann seinem Kind mit 18 Jahren ein Depotvermögen von gut 44.500 Euro übergeben. Unangetastet würde hieraus bis zur Rente des Kindes ein Millionenvermögen (rund 1,5 Millionen Euro) erwachsen.
Je nach Familiensituation kann ein Junior-Depot sinnvoll sein: Läuft der ETF-Sparplan auf den Namen des Kindes, lassen sich steuerliche Freibeträge nutzen. Wichtig ist, auf niedrige Kaufkosten und geringe Depotgebühren zu achten, damit möglichst viel vom Geld tatsächlich in die Rendite fließt, erklärt Oliver Maier.
Autor: psg
Vermögen (Symbolbild) (Foto: Somchai Sumnow auf Pixabay)
Bis zum 46. Lebensjahr würde dem Nachwuchs über eine Million Euro zur Verfügung stehen – ohne, dass das Kind selbst einen Euro einzahlen muss. Bis zum Rentenalter könnte das Vermögen sogar auf gut 4,8 Millionen Euro steigen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Vergleichsportals Verivox.
Nach 18 Jahren sind knapp 139.000 Euro im Depot
Investieren Eltern das monatliche Kindergeld von 259 Euro vom ersten Lebensjahr an vollständig in einen breit gestreuten ETF-Sparplan, fließen bis zum 18. Geburtstag des Kindes insgesamt rund 70.800 Euro in das Depot.
Dank Rendite und Zinseszinseffekt wächst das Depotvermögen bis zum Ende der Sparphase bereits auf rund 139.000 Euro an. Nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag würde der Erlös bei einem Verkauf bei etwa 126.000 Euro liegen.
Die Verivox-Rechnung basiert auf einer angenommenen Rendite von 7,5 Prozent. Das entspricht der historischen Durchschnittsrendite des Weltaktienindex MSCI World abzüglich marktüblicher ETF-Kosten. In der Modellrechnung erhöhen sich die monatlichen Sparbeträge jedes Jahr um 2,7 Prozent. Das entspricht der durchschnittlichen Steigerungsrate beim Kindergeld in den vergangenen 25 Jahren.
Zinseszinseffekt arbeitet über Jahrzehnte
Entscheidet sich der Nachwuchs nach dem 18. Geburtstag gegen einen Verkauf der Anteile und lässt das Depot unberührt, kann es über die Jahre zum Millionenvermögen anwachsen.
Dafür muss das Kind selbst keine weiteren Einzahlungen veranlassen. Das angesparte Kapital bleibt dafür unangetastet. Bei einer konstanten Rendite läge das Depotvermögen bereits im Alter von 30 Jahren bei rund 331.000 Euro, nach 50 Jahren bei rund 1,4 Millionen Euro. Bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren hätte sich das Vermögen des Kindes ohne eigenes Zutun auf gut 4,8 Millionen Euro erhöht. Selbst nach Abzug von Abgeltungsteuer und Soli würden nach dem Verkauf immer noch rund 3,9 Millionen Euro verbleiben.
Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Kraft vor allem bei langen Anlagezeiträumen, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Wer früh beginnt, verschafft seinem Kind eine außergewöhnlich solide finanzielle Ausgangsbasis. Der Nachwuchs selbst muss dann nur noch so diszipliniert sein, das angelegte Geld unangetastet für sich arbeiten zu lassen.
Millionengrenze bereits im Erwerbsleben überschritten
Die Modellrechnung zeigt: Die Millionengrenze wird deutlich vor dem Rentenalter überschritten – bereits im Laufe des 46. Lebensjahres. Voraussetzung ist lediglich, dass das Vermögen nicht angetastet wird. Eigene Sparleistungen des Kindes sind dafür nicht notwendig.
In der Praxis entwickeln sich die Kurse der Wertpapiermärkte allerdings nicht linear und konstant ausschließlich nach oben. Kurzfristige Kurseinbrüche gehören zur Börse dazu. Über lange Zeiträume relativieren sich diese Schwankungen jedoch.
Zwischenzeitliche Krisen lassen sich bei einem Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten gut aussitzen, so Oliver Maier. Die Vergangenheit zeigt, dass sich die Märkte nach Rücksetzern immer wieder erholt haben.
Langfristiges Sparen ist auch mit kleineren Beträgen sinnvoll
Nicht alle Eltern können oder wollen das komplette Kindergeld investieren. Aber auch geringere Sparraten können zum Grundstein für ein beträchtliches Vermögen werden. Wer beispielsweise 100 Euro monatlich über 18 Jahre anlegt, kann seinem Kind mit 18 Jahren ein Depotvermögen von gut 44.500 Euro übergeben. Unangetastet würde hieraus bis zur Rente des Kindes ein Millionenvermögen (rund 1,5 Millionen Euro) erwachsen.
Je nach Familiensituation kann ein Junior-Depot sinnvoll sein: Läuft der ETF-Sparplan auf den Namen des Kindes, lassen sich steuerliche Freibeträge nutzen. Wichtig ist, auf niedrige Kaufkosten und geringe Depotgebühren zu achten, damit möglichst viel vom Geld tatsächlich in die Rendite fließt, erklärt Oliver Maier.
