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Mi, 00:46 Uhr
12.04.2017
Kommunalpolitiker äußern sich

Zukunft von Sondershausen

Gespräche wurden geführt, mit regionalen wie auch Landespolitikern. Briefe wurden geschrieben und Überzeugungsarbeit geleistet. Es geht um viel! Es geht ganz wesentlich um die Zukunft von Sondershausen! Dazu eine Meldung der CDU Sondershausen...

Mit der Frage, ob Sondershausen Kreisstadt bleibt, sind wichtige Entscheidungen für die Einwohner verbunden. Nicht nur das Landratsamt mit seinen Mitarbeitern ist von zentraler Bedeutung für unsere Stadt. Viele Behörden und Institutionen gruppieren sich um den Kreissitz. Man denke an Polizei, Rettungswache, Sparkasse, medizinische Versorgung usw. Auf dem Spiel stehen neben vielem; Arbeitsplätze, Erreichbarkeiten und Service.

Nun hat die Landesregierung angekündigt, nach Ostern „die Bombe“ platzen zu lassen und ihre Entscheidung hinsichtlich Zuschnitte und Kreisstädte zu treffen und bekannt zu geben. Ganze Regionen wurden in den vergangenen Monaten wg. der Konkurrenzsituation gegeneinander aufgebracht, da der drohende Verlust des Kreissitzes überall erhebliche Einschnitte hinterlassen wird. Hier wieder Eintracht und Vertrauen herbeizuführen wird sehr lange dauern.

Nach wie vor bleibt die Skepsis, ob dies wirklich so alternativlos gewesen und notwendig ist. Es ist kaum möglich, die Kreisgebietsreform als „großen Wurf“ zu bezeichnen, so lange damit verbundene Ziele wie Einsparungen etc. nicht wirklich umgesetzt werden können. Die Beispiele aus anderen Bundesländern lehren, daß es eben keine Ersparnisse gibt. Die Landesregierung konnte bis heute anvisierte Einsparungen nicht beziffern. Zu Recht stellt sich deshalb die Frage; Wofür das Ganze? Zurück bleiben geschwächte Städte, weniger Identifikation mit der Region, weil man die Handelnden nicht mehr persönlich kennt und, wie Untersuchungen aus anderen Regionen ergeben, eine noch geringere Wahlbeteiligung.

Daß die Existenz als Kreisstadt für fast jeden Einwohner von Bedeutung ist, liegt allein schon in den Umständen begründet, daß sich die Attraktivität der Stadt reduziert und z.B. Grundstücks- bzw. Immobilenpreise sinken dürften, wenn Sondershausen den Kreissitz verliert.
Berücksichtigt die Landesregierung den Kreissitz als regionalen Wirtschafts- und Entwicklungsfaktor, was er definitiv ist, liegt die Bestimmung von Sondershausen als Kreissitz eigentlich auf der Hand und ist ohne Alternativen. Um Nachteile hier auszugleichen, die durch große Gewerbemöglichkeiten oder Autobahnanschlüsse in Nordhausen oder auch Sömmerda kompensiert werden, ist Sondershausen aus entwicklungspolitischer Sicht auch als Kreissitz eines neuen Kreises zu bestimmen. Ich hoffe nun, daß die handelnden Politiker von „Rot-Rot-Grün“ in Erfurt sich diesen Tatsachen nicht verschließen.

Es ist im Übrigen nicht im Geringsten so, wie der Nordhäuser Landrat gern glauben machen will, daß nur die größte Stadt vernünftigerweise Kreisstadt werden soll. Es gibt eine Vielzahl von Beispielen, wo dies nicht so ist und tatsächlich mit Erfolg dadurch auch bewußt gestaltende Politik betrieben wurde. Selbst auf Landesebene würde sich die Frage stellen, wie bspw. Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern oder Wiesbaden in Hessen sonst die jeweiligen Landeshauptstädte werden konnten.

Bei günstigster Auslegung könnte man der Landesregierung noch unterstellen, daß Sie evtl. Gutes gewollt hat, was sich aber offensichtlich so nicht erreichen läßt. Am Ende kommt dieses ganze Unterfangen einem „Spiel mit dem Feuer“ gleich, bei dem sich Initiatoren und „blinde“ Unterstützer nicht wundern brauchen, wenn sie sich daran die Finger verbrennen. Alle Einwohner von Sondershausen sollten daher nach Ihren Möglichkeiten noch einmal darauf aufmerksam machen, wie wichtig dieses Thema für uns ist.

Stefan Schard
Vorsitzender CDU-Sondershausen
Autor: khh

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