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Sa, 08:35 Uhr
20.03.2021
30 Prozent im Corona-Jahr

Trotz Lockdown klettern die Immobilienpreise nach oben

Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie das Leben und die Wirtschaft. Bei der Entwicklung der Immobilienpreise ist davon nichts zu spüren, wie eine aktuelle Analyse von immowelt zeigt: In den 14 Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern steigen die Kaufpreise von Bestandswohnungen seit Februar 2020, also kurz vor dem 1. Lockdown, bis heute weiter...

In der Spitze beträgt der Anstieg sogar bis zu 30 Prozent. Untersucht wurden die Angebotspreise für eine Beispielwohnung (80 Quadratmeter, 3 Zimmer, 2. Stock) aus dem Bestand. Auch in den teuersten deutschen Städten ist keine Entspannung in Sicht. In München stiegen die Preise während der Corona-Pandemie um 8 Prozent. Eine Bestandswohnung kostete im vergangenen Monat 8.140 Euro pro Quadratmeter. In Frankfurt, der zweitteuersten Stadt der Untersuchung, ist der prozentuale Preiszuwachs ähnlich: plus 7 Prozent binnen eines Jahres. Aktuell werden 5.490 Euro pro Quadratmeter verlangt. Einen noch stärkeren Anstieg mit einem Plus von 15 Prozent verzeichnet Hamburg (5.100 Euro), das während der Corona-Pandemie sogar die 5.000-Euro-Marke geknackt hat.

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„Einerseits blicken viele Deutsche durch den anhaltenden Lockdown in eine ungewisse Zukunft. Andererseits ist bei denjenigen, die keine finanziellen Einbußen haben, der Wunsch nach räumlicher Veränderung stark angewachsen. Die Nachfrage nach Immobilien ist sogar noch größer als vor der Corona-Krise“, sagt Prof. Dr. Cai Nicolas Ziegler, CEO von immowelt. „Besonders der Immobilienkauf ist im vergangenen Jahr nochmal stärker in den Fokus der Deutschen gerückt. Da das Angebot in den Großstädten aber nach wie vor begrenzt ist, steigen die Kaufpreise unbeirrt weiter.“

Die gestiegene Nachfrage wird auch in den beiden Großstädten am Rhein sichtbar. Sowohl in Köln (+9 Prozent) als auch in Düsseldorf (+19 Prozent) machten die Angebotspreise für Bestandswohnungen nochmal einen kräftigen Sprung. Während der Quadratmeter in Köln aktuell 3.730 Euro kostet, liegt dieser auf der anderen Seite des Rheins bereits bei 4.490 Euro. Damit ist Düsseldorf auch teurer als Berlin (3.860 Euro), wo die Preisveränderung mit plus 7 Prozent deutlich geringer ausfällt. Dies ist unter anderem eine der Folgen des Mietendeckels, wie eine gemeinsame Analyse des ifo Institutes und immowelt zeigt.

Größter Anstieg in Essen
Die größten Anstiege der Analyse verzeichnen hingegen Städte mit einem eher niedrigen Preisniveau. In Essen haben sich die Kaufpreise von Eigentumswohnungen im Bestand seit dem Beginn der Corona-Krise um 30 Prozent verteuert. Mit 2.220 Euro pro Quadratmeter liegt die Stadt im Ruhrgebiet aber deutlich hinter den absoluten Hotspots. Ein ähnliches Bild auch in Dresden: Trotz eines Anstiegs von 20 Prozent ist das Preisniveau mit 2.760 Euro noch moderat. Hannover (+24 Prozent) hat im vergangenen Jahr sogar die 3.000-Euro-Grenze überschritten.

Die Preisanstiege in den deutschen Großstädten werden aller Voraussicht auch so weitergehen. Die immowelt Kaufpreis-Prognose zeigt, wie teuer Eigentumswohnungen Ende des Jahres sind.

Mehrheit der Städte mit größerem Anstieg als vor Corona
Generell lässt sich feststellen, dass die Corona-Krise bisher noch keinen signifikanten Einfluss auf die Immobilienpreisentwicklung genommen hat. Das liegt auch daran, dass der Immobilienmarkt sehr träge auf aktuelle Entwicklungen reagiert und dementsprechend krisenfest ist. Im Gegenteil: So ist in 8 von 14 untersuchten Städte der Preiszuwachs von Februar 2020 auf Februar 2021 sogar stärker als im Vorjahreszeitraum. Große Unterschiede gibt es beispielsweise in Essen, wo sich der Anstieg von 2 auf 30 Prozent erhöht hat. In 6 Städten fällt der Preiszuwachs hingegen geringer aus. So stand in Frankfurt von 2019 auf 2020 noch ein Plus von 25 Prozent, während es im vergangenen Jahr nur noch 7 Prozent waren.
Autor: red

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Kommentare
Psychoanalytiker
20.03.2021, 09:03 Uhr
Sag ich doch …
… und da kann man soviel "schimpfen" wie man will, "Corona" trifft wirtschaftlich nur einige wenige Branchen, denen es allerdings wirklich Schei..e" geht.

Schaut man näher hin, boomen sogar viele Branchen, so wie hier die Immobilienbranche. Schaut man sich die Börsenberichte an … nix zu spüren von Rezession, im Gegenteil, die Anleger*innen und *außen verdienen sich "dumm und dämlich". Amazon und andere Onlineshops, die teilweise Null-Steuern zahlen müssen, denen gehts gut wie nie zuvor.
Die Autobahnen sind vollgestopft mit ausländischen Transportern … .

Treffen tut's wieder die, dies immer trifft. Selbst den Rentnern erzählt man, dass dieses Jahr keine Rentenerhöhung stattfindet. Die 0,72 Prozent, um die im Osten erhöht wird, sind lediglich eine leichte Anpassung an das Westniveau. Das sagen unsere Medienvertreter im Fernsehen aber nicht so, und schon beginnt die "Stimmung bei des Westrentner*innen und *außen gegen den Osten wieder zu wachsen. Und …
Hauptsache "die Kleinen" zahlen Steuern.
free Gigi
20.03.2021, 11:50 Uhr
alles im Sinne
einer kapitalistischen Globalisierung und Unterstützung multinationaler Konzerne.

Bildung und Mittelstand gehen den Bach runter...
Blautanne
20.03.2021, 13:17 Uhr
Nicht trotz, sondern WEGEN
Die Überschrift müsste lauten "Wegen... " !
grobschmied56
20.03.2021, 21:55 Uhr
Auf dem Holzweg...
... sind hier mal wieder einige 'antikapitalistische Linke'.
Das Geschimpfe gegen die 'Spekulanten' und 'Krisengewinnler' ist teils verständlich. Immer höhere Preise für Bauland, Eigentumswohnungen, immer höhere Mieten - das führt mit Recht zu Ärger oder auch blanker Wut. Aber die entlädt sich gegen die falschen Leute.

Eigentlich müßten die Menschen die Geldpolitik der EU und der EZB verfluchen. Wenn Sparer ihr Geld nicht mehr auf die Bank oder die Sparkasse bringen können, weil es dort nur Zinsen in homöopatischer Verdünnung (weit unterhalb der Inflationsrate) oder gar 'Negativ-Zinsen' gibt, also Bestrafung des Sparers, dann muß der Sparer sein Geld eben woanders anlegen.

Ein Anlage-Modell sieht so aus, daß man sein Erspartes in Immobilien investiert. Das tun sehr viele Leute gleichzeitig, so daß eben eine erhöhte Nachfrage entsteht. Verstärkte Nachfrage wiederum treibt - man ahnt es schon - die Preise. So einfach ist das.

Als ein naher Verwandter in den 90'er Jahren in einer größeren Stadt ein Grundstück erwarb, um dort mit einem Kollegen zusammen ein Doppelhaus zu errichten, kostete der Quadratmeter Boden nach Erschließung dort noch etwas unter 100 DM. Nur ein paar Meter weiter hin kostet erschlossenes Bauland mittlerweile um die 180 €. (grob gerechnet ca. 350 DM), innerhalb 25 Jahren hat sich also der Preis fast vervierfacht! Bedankt Euch bei der europäischen Niedrigzinspolitik, die selbst 'Kleinanleger', ohne daß die es eigentlich wollen zu 'Bodenspekulanten' macht.
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