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So, 20:58 Uhr
26.03.2023
Thüringer HC unter den besten vier Teams im EHF-Cup

Riesenerfolg vor der roten Wand

Mit einem überzeugenden Auftritt vor 1800 Zuschauern zog der Thüringer HC mit einem 27:24 (16:12)-Heimsieg gegen Sola HK ins Viertelfinale der EHF European League in Graz ein...

Die ersten drei Minuten hatten die Gastgeberinnen Startschwierigkeiten. Schnell fing sich das Team und übernahm nach 15 Minuten die Führungsrolle. Die gaben die Thüringerinnen bis zum Spielende nicht mehr ab. Die Norwegerinnen mussten sich am Ende einer geschlossen auftretenden Gastgebermannschaft geschlagen geben. Irma Schjött und Rinka Duijndam agierten ganz stark zwischen den Pfosten. Beste Werferinnen des Thüringer HC waren Johanna Stockschläder und Annika Lott mit je sechs Treffern. Acht Tore erzielte Kristina Novak für den Sola HK.

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Sola HK mit dem Anwurf in der Salza-Halle und der erste Angriff brachte die Gäste in Führung. Rinka Duijndam präsentierte sich von Beginn an in starker Form und ließ Johanna Stockschläder keine Chance auf den Ausgleich. Die Norwegerinnen mit dem besseren Start, drei Angriffe, drei Treffer. Erst in der dritten Minute zirkelte Vilma Matthijs den Ball zum 1:3 ins Gehäuse der Gäste. Der THC startete aufgeregt und unkonzentriert, ließ den Gästen zu Beginn viel Raum. Jennifer Rode hielt ihre Mannschaft im Spiel und verkürzte auf 2:4. Zu Beginn der 6. Spielminute der erste Strafwurf, den Lene Kristiansen Tveiten zum 2:5 verwandelte. Zwei Treffer in Folge brachten die THC-Frauen auf 4:5 heran. Die Gastgeberinnen kamen nun besser ins Spiel und erhöhten den Druck. Johanna Reichert glich in der 10. Spielminute zum 6:6 aus. Irma Schjött, die inzwischen Nicole Roth im Tor abgelöst hatte, startete mit zwei starken Paraden ins Spiel. Der Thüringer HC übernahm in der 13. Minute die Führung, Sola mit dem schnellen Ausgleich zum 9:9. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Mit 10:9 ging es in die letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit. Die Torhüterinnen beider Mannschaften präsentierten sich extrem stark, trotzdem konnte Rinka Duijndam die erste Zweitoreführung durch Nathalie Hendrikse zum 11:9 nicht verhindern. Die Gäste zeigten Nerven und vergaben mehrfach die Chancen für zum Anschlusstreffer.

Der THC machte es besser, suchte seine Möglichkeiten, nutzte die technischen Fehler der Gäste und baute langsam die Führung auf 12:9 aus. Zwölf Minuten vor der Halbzeitpause nahm Steffen Stormo Stegavik das erste Team Timeout für das norwegische Team. Eine Minute später die bereits vierte Zeitstrafe der Gäste. Das Überzahlspiel nutzte der THC erst mal nicht für sich und Sola mit der siebten Feldspielerin im Angriff. Das blieb erfolglos, dafür setzte sich Johanna Stockschläder im Konterspiel durch und erhöhte auf 13:9. Nach der ersten Auszeit des THC die Fünftoreführung der Gastgeberinnen - 14:9. Für die deutsche Mannschaft lief es, die Abwehr arbeitete offensiv, kam zu Balleroberungen und nutzte die sich bietenden Chancen. Sola blieb neun Minuten ohne Torerfolg, ehe Kristina Novak den zehnten Treffer der Gäste erzielte.

Viereinhalb Minuten standen beim 15:10 auf der Spieluhr. Ihrer starken Torhüterin hatten es die Norwegerinnen zu verdanken, dass der Vorsprung nicht anwuchs. Nach einer Zeitstrafe für Jennifer Rode nahm auch Herbert Müller seine Torhüterin zugunsten einer Feldspielerin raus. Vilma Matthijs netzte vom Kreis zum 16:11 ein. Nathalie Hendrikse kassierte wenige Sekunden vor der Pause eine Zeitstrafe, sodass der THC mit einer Spielerin weniger die zweite Halbzeit beginnen wird. Dafür geht die Heimmannschaft mit einem 16:12-Viertorevorsprung in die nächsten 30 Minuten.

Noch 30 Minuten galt es mit Wiederanpfiff zu überstehen. Der THC startete mit einem technischen Fehler, Irma Schjött schloss an die Leistung in der ersten Halbzeit an und verhinderte den Anschlusstreffer. Stark zirkelte Dominika Zachova den Ball von der rechten Außenbahn zum 17:12 ins Sola-Tor. In der 34. Minute der zweite Strafwurf für Sola, Irma Schjött hatte die Hand am Ball, doch Lene Kristiansen Tveiten blieb Siegerin im Duell - 18:13. Die norwegischen Gäste erhöhten ihrerseits den Gegendruck und arbeiteten sich Treffer für Treffer an die Thüringerinnen heran. Nach 38 Minuten war der Vorsprung auf zwei Tore geschmolzen - 18:16. Für Herbert Müller genug, um die nächste Auszeit zu nehmen und seine Mannschaft zu mehr Konzentration aufzurufen. Die Abwehr der Gäste trat beweglich und offensiv auf. Zweimal hinderte man so Sonja Frey am Abschluss. Die beiden Freiwürfe brachten dem THC keine Vorteile.

Aus dem schnellen Umschaltspiel heraus bauten Dominika Zachova und Sonja Frey die Führung auf 21:16 aus und brachten wieder Luft ins Ergebnis. Kristina Novak stach mit ihren Treffern gegen die Gastgeberinnen hervor, so verkürzte sie in der 45. Minute auf 21:18. Die THC-Abwehr hatte über die gesamte Spielzeit einige Male Probleme, die sehr drangvolle Spielerin unter Kontrolle zu bringen. Annika Lott, hellwach, eroberte sich den Ball aus der Abwehr und legte zum 22:18 nach. Entsprechend angefressen zeigte sich Steffen Stormo Stegavik bei seiner Auszeit. Treffsicher präsentierte sich Lene Kristiansen Tveiten an der Siebenmetermarke, als sie in der 49. Minute gegen Nicole Roth zum 22:19 verwandelte. Noch war nichts entschieden und Sola HK gab alles, um eine Vorentscheidung der Thüringerinnen zu vertagen. Vier Tore lag das deutsche Team mit Beginn der letzten zehn Minuten vorn - 24:20. Um jeden Torerfolg wurde auf beiden Seiten gekämpft. Pech für Nathalie Hendrikse, die in der 53. Minute ihren Wurf von der Strafwurflinie nur am Aluminium platzierte. Den vergebenen Treffer holte sie direkt im nächsten Angriff zum 25:20 nach. Ein drittes Mal zog Steffen Stormo Stegavik die Timeout-Karte. Noch knapp siebeneinhalb Minuten musste man bangen. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff eine weitere Zeitstrafe gegen Sola - Guro Bergland Husebø musste auf die Bank.

Ein kleiner Vorteil für die Thüringer Mannschaft und Johanna Stockschläder ließ sich da nicht lange bitten, als sie ihren Tempogegenstoß zum 26:21 im Netz der Gäste unterbrachte. Annika Lott zeigte in Angriff und Abwehr eine starke Leistung, immer wieder war sie Dreh- und Angelpunkt im Spielaufbau. Hinten eroberte sie die Bälle, vorn folgten die Treffer. Kristina Novak tat mit ihrem sehenswerten Kempator zum 27:23 was für ihr Torekonto. Einen letzten Treffer der Gäste verkraftete der THC. Mit 27:24 zog der Thüringer HC verdient ins Final 4 in Graz ein.
Autor: red

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