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Sa, 16:02 Uhr
29.04.2023
Tag der Erneuerbaren Energie

Flaute am Windrad

In Thüringen kommt der Ausbau der erneuerbaren Energien voran. Allerdings muss das Tempo – vor allem bei der Windenergie – erhöht werden. So lautet das Fazit der Landesenergieagentur ThEGA zum heutigen Tag der Erneuerbaren Energien...

Der Ausbau von Wind-, Solar- und Bioenergie spielt eine Schlüsselrolle für Deutschlands Klimaschutzziele und für eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energien wie Kohle und Gas.

Bereits 4.319 neue PV-Anlagen in 2023 installiert
Am meisten bewegt sich bei der Solarenergie. In diesem Jahr hat sich die Zahl der Solaranlagen in Thüringen bereits um 4.319 erhöht. Rund 1.200 davon sind Balkonkraftwerke. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2018 wurden lediglich 1.787 Anlagen installiert, 2022 waren es 7.881. Insgesamt produzieren 51.500 Solaranlagen mit einer Leistung von 2.209 Megawatt in Thüringen klimafreundlichen Strom.

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Das entspricht 19 Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Freistaat, wenn die Ausnutzung der PV-Anlagen bei 950 Volllaststunden im Jahr liegt. Bis zum Jahresende rechnet die Servicestelle Solarenergie der ThEGA mit mehr als 60.000 PV-Anlagen in Thüringen. Zudem gehen die Solarexperten davon aus, dass noch in diesem Jahr sechs leistungsstarke Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 60 Megawatt ans Netz gehen. Auch für die kommenden Jahre prognostiziert die ThEGA Wachstum bei der Solarenergie: „Neuerungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wie Steuererleichterungen und höhere Einspeisevergütungen treiben den Solarboom an. Besonders die Nachfrage nach Dach- und Balkonanlagen bleibt hoch“, sagt ThEGA-Projektleiter Marcel Weiland. Allerdings werde es immer schwieriger, die passende Anlagentechnik und den richtigen Handwerker zu finden.

Ausbau der Windenergie gerät ins Stocken
In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist in Thüringen kein neues Windrad in Betrieb gegangen. Im ersten Quartal 2022 waren es zumindest noch vier neue Anlagen. Insgesamt erzeugen in Thüringen 865 Windräder mit 1.796 Megawatt Leistung Strom. Damit deckt die Windenergie bei einer Ausnutzung von 2.100 Volllaststunden pro Jahr 33 Prozent des Thüringer Nettostromverbrauchs ab. „Thüringen muss beim Ausbau der Windenergie wieder Fahrt aufnehmen“, fordert Ramona Rothe von der Servicestelle Windenergie der ThEGA. „Dafür müssen das Landesentwicklungsprogramm und veraltete Raumordnungspläne rasch geändert werden. Auch das bereits auf den Weg gebrachte Windbeteiligungsgesetz, welches die regionale Wertschöpfung und die Beteiligung von Bürgern und Kommunen stärkt, muss zügig kommen.“

Mehr als 400 Bioenergieanlagen sind in Betrieb
In Thüringen produzieren 412 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) Strom mit Biogas und Biomethan. Diese verfügen über eine Gesamtleistung von 176 Megawatt. Bei einer Ausnutzung von 8.000 Volllaststunden im Jahr entspricht das etwa 12 Prozent des Thüringer Stromverbrauchs. 2022 sind vier KWK-Anlagen mit 2,9 Megawatt Leistung hinzugekommen. Bioenergieanlagen erzeugen Biogas, in dem sie vor allem Gülle aus der Schweine- und Rinderhaltung und pflanzliche Biomasse wie Mais vergären.

Das so gewonnene Biogas wird in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt. „Die Zahl der Biogasanlagen ist zuletzt leicht gewachsen. Mittelfristig wird sich dieser Trend abschwächen. Zum einen ist bundesweit ein Rückgang bei der Massentierhaltung zu verzeichnen, weshalb die Potenziale für die Gaserzeugung weitestgehend ausgeschöpft sind. Andererseits hat Biogas – bezogen auf die genutzte Fläche – eine bis zu zehnfach schlechtere Energieausbeute als Solar- oder Windenergie“, sagt Daniel Krieg, Projektleiter für Bioenergie bei der ThEGA. Künftige Herausforderung sei es vor allem, den wirtschaftlichen Weiterbetrieb älterer Anlagen zu sichern, deren staatliche EEG-Förderung nach 20 Jahren ausläuft. Auch die technische und wirtschaftliche Vermarktung der anfallenden Wärme, zum Beispiel durch Nahwärmenetze, böte noch reichlich Potenzial.
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
29.04.2023, 17:10 Uhr
Flaute am Windrad
Nicht verzagen,
Habeck, baerboch, Göhring-Eckartdt fragen - die wissen was hilft und was die Netze nicht verstopft.
grobschmied56
29.04.2023, 18:48 Uhr
Solarenergie hat sich bestens bewährt ...
... beim Schneeräumen. Windkraft ist ist in so fern zuverlässig, weil man sich fest darauf verlassen kann, daß sie mal viel, mal wenig und mal fast nix zum Strom-Mix beiträgt!
Klasse Fortschritt. Nun warte ich noch darauf, daß der Preis pro Kilowattstunde auf das Niveau des Jahres 2003 zurückgeht. Zur Erinnerung, das war die Zeit, in der eine Kilowattstunde 14 bis 16 Cent kostete und uns der unvergleichlich optimistische Herr Trittin versprach, die ganze schöne Energiewende werde nicht mehr als eine Kugel Eis pro Monat und Haushalt kosten.
Inzwischen sind wir leider bei Kosten angelangt, die einer Kugel Eis pro Kilowattstunde entsprechen. Aber - Entspannung ist in Sicht!
Das hat uns die kluge und weitsichtige Frau Göring - Eckardt versprochen.
Man erinnert sich... das ist die Bundestags - Vizepräsidentin der Grünen, welche festgestellt hatte, es ständen in Deutschland immer wieder mal Windräder still, weil der 'Atomstrom das Netz verstopft'. Das hat die Frau tatsächlich so von sich gegeben!
Nun, da alles nukleare Teufelswerk stillgelegt ist, kann ja der gute, sichere und preiswerte Wind- und Solarstrom ungehindert fließen!
Und er wird auch ganz schnell sehr preiswert sein, da bin ich mir ganz sicher!
Schließlich hat das ja Frau Göring - Eckardt versprochen.
Ach jo.
Echter-Nordhaeuser
30.04.2023, 07:27 Uhr
Ausbau der Windenergie gerät ins Stocken
Das ist auch gut so,weil die Dinger keiner haben will,soll sich doch Habeck,Baerbock und der Rest der Fanatiker solche Teile in Garten stellen. So wie Rügen das LNG-Terminal nicht haben will, will Thüringen die Windräder nicht. Soweit darf es auch gar nicht kommen das hier die Wälder und Felder mit Windkraftanlagen verdreckt werden.
Psychoanalytiker
30.04.2023, 09:36 Uhr
Zitat aus dem Artikel:
"Der Ausbau von Wind-, Solar- und Bioenergie spielt eine Schlüsselrolle für Deutschlands Klimaschutzziele und für eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energien wie Kohle und Gas."

Mir wäre da eine "größere Unabhängigkeit" der offensichtlich von diversen Journalisten aufgedeckten und im Deutschen Bundestag bereits angesprochenen Familien-Clan-Mitgliedschaften und die Klüngelei im Wirtschaftsministerium vorerst mal wichtiger.

Da gab es in der Vergangenheit schon geringere Anlässe für den Rücktritt von "Politgrößen", aber seit einiger Zeit haben solche Typen (GRÜNE, CSU und bestimmt auch noch weitere) kein Gewissen mehr.
Kama99
30.04.2023, 10:52 Uhr
Man könnte ja ...
mit dem gespeicherten Strom in den Leitungen (Baerbock) einen kleinen E-Motor zum Antreiben benutzen. Damit es wenigstens so aussieht als würden die Dinger laufen. ;-)
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