Do, 22:10 Uhr
12.12.2013
kn-Forum: Nachtragshaushalt für Frankenhausen
In einem Leserbrief geht es um den jüngst in Bad Frankenhausen beschlossenen Nachtragshaushalt...
Mit großer Verwunderung nimmt man zur Kenntnis, dass am Mittwoch der Stadtrat der Stadt Bad Frankenhausen innerhalb von nicht einmal 10 Minuten mit dem Nachtragshaushalt für das Jahr 2014, die 2 größten Neuverschuldungsprojekte in der Geschichte unserer Kurstadt absegnete.
Die Diskussion über die Erhebung einer Gebühr für die Entsorgung von Baumschnitt, wo es im Vergleich dazu um lächerliche Summen geht, dauerte erheblich länger.
Das sollte den Bürgern unserer Stadt aber auch den Stadträten mal zu denken geben.
Ungeachtet dieser wirklich bemerkenswerten Angelegenheit sollte man der breiten Öffentlichkeit auch mal ein paar Hintergründe zumindest zu einer der beiden Großprojekte ans Herz legen. Genauer gesagt geht es um den Solarpark, der die Stadt von Heute auf Morgen um schlappe 2.500.000,00 € mehr verschuldet. Der Kredit, welchen die Stadt dafür aufnehmen muss, wird uns mindestens die nächsten 20 Jahre auf den Schultern liegen.
Interessant ist die Herangehensweise unseres Bürgermeisters und der Vertreter der Bürger unserer Stadt inkl. den Ortsteilen im Stadtrat.
Da werden schöne Rechenbeispiele, manche würden sie Milchmädchenrechnung nennen, aufgezeigt und man sugeriert, dass eigentlich für die Stadt überhaupt kein Risiko besteht. Im Gegenteil, unsere Kurstadt wird als Stromproduzent und auch Stromnetzeinspeiser in Zukunft gute und rentable Geschäfte machen.
Und nun kommt man an den Punkt, wo man als gutgläubiger Stadtbewohner und Stadtrat die Hände hinter den Kopf legt und denkt: Alles wird gut! Na wenn das so ist, dann kann man dem ja nur zustimmen. Prima gemacht!
Genau jetzt sollte man die rosarote Brille wieder absetzen und mit offenen Augen durch die Welt gehen. Zum Thema Photovoltaik gibt es nämlich auch eine zweite Wahrheit. Und genau mit dieser Wahrheit hätte man sich vor einem solchen Beschluss einfach mal beschäftigen müssen.
Zu dieser zweiten Wahrheit gab es einen schönen Artikel bei Spiegel-Online vom 28.09.2013.
Zwei Kernaussagen des Artikels sind: Der Markt ist tot und Der Markt für Freiflächenanlagen ist platt. Jeder sollte diesen Artikel mal lesen und überlegen, ob für unsere Stadt mit dieser Investition eventuell doch ein erhebliches Risiko verbunden ist.
Ich sage nicht, dass das Projekt von vorneherein ein Reinfall wird. Ich sage nur, dass man endlich mal von allen Seiten anfangen sollte, gewisse Vorschläge zu hinterfragen und sich darüber ein unabhängiges, objektives Urteil zu bilden. Es geht nämlich nicht um das Geld des Bürgermeisters oder die Aufwandsentschädigungen der Stadträte, sonder um das Geld aller Bürger in unserer Kurstadt.
Link zum Artikel von Spiegel-Online:
Zum Artikel
Steffen Kobrow
Autor: khhMit großer Verwunderung nimmt man zur Kenntnis, dass am Mittwoch der Stadtrat der Stadt Bad Frankenhausen innerhalb von nicht einmal 10 Minuten mit dem Nachtragshaushalt für das Jahr 2014, die 2 größten Neuverschuldungsprojekte in der Geschichte unserer Kurstadt absegnete.
Die Diskussion über die Erhebung einer Gebühr für die Entsorgung von Baumschnitt, wo es im Vergleich dazu um lächerliche Summen geht, dauerte erheblich länger.
Das sollte den Bürgern unserer Stadt aber auch den Stadträten mal zu denken geben.
Ungeachtet dieser wirklich bemerkenswerten Angelegenheit sollte man der breiten Öffentlichkeit auch mal ein paar Hintergründe zumindest zu einer der beiden Großprojekte ans Herz legen. Genauer gesagt geht es um den Solarpark, der die Stadt von Heute auf Morgen um schlappe 2.500.000,00 € mehr verschuldet. Der Kredit, welchen die Stadt dafür aufnehmen muss, wird uns mindestens die nächsten 20 Jahre auf den Schultern liegen.
Interessant ist die Herangehensweise unseres Bürgermeisters und der Vertreter der Bürger unserer Stadt inkl. den Ortsteilen im Stadtrat.
Da werden schöne Rechenbeispiele, manche würden sie Milchmädchenrechnung nennen, aufgezeigt und man sugeriert, dass eigentlich für die Stadt überhaupt kein Risiko besteht. Im Gegenteil, unsere Kurstadt wird als Stromproduzent und auch Stromnetzeinspeiser in Zukunft gute und rentable Geschäfte machen.
Und nun kommt man an den Punkt, wo man als gutgläubiger Stadtbewohner und Stadtrat die Hände hinter den Kopf legt und denkt: Alles wird gut! Na wenn das so ist, dann kann man dem ja nur zustimmen. Prima gemacht!
Genau jetzt sollte man die rosarote Brille wieder absetzen und mit offenen Augen durch die Welt gehen. Zum Thema Photovoltaik gibt es nämlich auch eine zweite Wahrheit. Und genau mit dieser Wahrheit hätte man sich vor einem solchen Beschluss einfach mal beschäftigen müssen.
Zu dieser zweiten Wahrheit gab es einen schönen Artikel bei Spiegel-Online vom 28.09.2013.
Zwei Kernaussagen des Artikels sind: Der Markt ist tot und Der Markt für Freiflächenanlagen ist platt. Jeder sollte diesen Artikel mal lesen und überlegen, ob für unsere Stadt mit dieser Investition eventuell doch ein erhebliches Risiko verbunden ist.
Ich sage nicht, dass das Projekt von vorneherein ein Reinfall wird. Ich sage nur, dass man endlich mal von allen Seiten anfangen sollte, gewisse Vorschläge zu hinterfragen und sich darüber ein unabhängiges, objektives Urteil zu bilden. Es geht nämlich nicht um das Geld des Bürgermeisters oder die Aufwandsentschädigungen der Stadträte, sonder um das Geld aller Bürger in unserer Kurstadt.
Link zum Artikel von Spiegel-Online:
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Steffen Kobrow
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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