Fr, 00:04 Uhr
23.05.2014
Doch keine neue Küche für die Helbespatzen
Trotz Einstellung der Kosten in den Haushalt wurde die Sanierung der Kita Helbespatzen vom Ebelebener Bürgermeister wieder gestrichen. Dazu eine Stellungnahme des Fördervereins der Helbespatzen...
Ausgangspunkt des Ganzen war eine Auflage des Veterinäramtes von Ende 2013, welche aufgrund geänderter Hygienevorschriften eine grundlegende Sanierung der bereits 38 Jahre alten Küche notwendig machte, so der Förderverein der Kita. Ziel dieser Maßnahme ist nicht nur die Ausgabe von Tee (wie vom Bürgermeister behauptet – TA v. 3.2., 18.2., 24.2.) sondern auch die Sicherstellung der Mittagsverpflegung und die Förderung einer Essenskultur unter den Kindern. Das Essen wird zwar nicht mehr in der Küche zubereitet, doch dient diese der Portionierung und Ausgabe der Essen. Wir wollen nicht, dass die Kinder zukünftig ihr Essen in Einweggeschirr serviert bekommen oder zum Mittagessen nach Hause geholt werden müssen.
Dies sah der Stadtrat ähnlich und stellte in seiner Sitzung am 13.02.2014 für das Haushaltsjahr 2014 die erforderlichen 30.000 € für die Sanierung (ohne Mobiliar) in den Vermögenshaushalt der Stadt Ebeleben ein (TA berichtete).
Anfang April teilte der Bürgermeister jedoch gegenüber der Kita-Leitung mit, dass dieses Geld nun doch nicht mehr zur Verfügung stünde. Unerwartet und vorher nicht absehbar wurden von der Stadt Ebeleben Fördermittel zurück gefordert. Schnell schien für Herrn Vogt klar gewesen zu sein, dass dieses Geld doch zu großen Teilen bei den Helbespatzen eingespart werden könnte und sollte.
Im Einvernehmen mit der Kreisverwaltung und nach nochmaliger Überprüfung der Kita-Küche durch das Veterinäramt einigten sie sich mit dem Bürgermeister auf einen Aufschub der grundhaften Sanierung bis 2017/2018. Sehr verwunderlich dabei ist, dass bereits getroffene Auflagen des Veterinäramtes plötzlich aufschiebbar sind. Im laufenden Jahr müssten lediglich noch ein paar Fliesen ausgebessert und einige für die Lebensmittelhygiene taugliche Küchenschränke angeschafft werden. Dafür könnten die Helbespatzen noch mit 5.000 € Unterstützung durch die Stadt rechnen.
Bedauernswerterweise wurden alle diese inhaltlichen und finanziellen Einschnitte sehr schnell und ohne Beteiligung der Kita-Leitung, des Trägers, des Fördervereins oder des Elternbeirates beschlossen. Auch der Stadtrat hat bis zum heutigen Tag kein weiteres Mal über die neue Haushaltssituation befunden. Was ist aus dessen Etatrecht geworden, wenn ohne vorheriges Anhören und Abstimmen Entscheidungen schon längst getroffen und Verpflichtungen schon eigegangen wurden?
Wir können nicht damit einverstanden sein, dass bei den mittlerweile 104 in der Kita betreuten Kindern wieder einmal Flickschusterei betrieben wird und Entscheidungen einfach in die Zukunft verschoben werden, stellt der Förderverein klar. Der Umbau der Küche ist dringend notwendig und die aufzubringenden Haushaltsmittel werden auch in den Folgejahren sicher nicht leichter zusammen kommen. Im Gegenteil: In den nächsten Jahren kommen noch weitere Kosten im Zuge der Sanierung des Kindergartens auf die Kommune zu.
Aus diesem Grund versuchten Kita-Leitung und –träger gemeinsam mit dem Förderverein Lösungen zu finden, die Generalsanierung der Küche doch noch realisieren zu können. Konkrete Kostenvoranschläge wurden eingeholt, Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung oder in Form von persönlichem Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder wurden überlegt und Gespräche mit dem Bürgermeister geführt. Man hätte dadurch sogar eine 50%ige Einsparung der Kosten erreichen können. Eine grundhafte und für die Zukunft aus unserer Sicht einzig sinnvolle weitreichende Sanierung der Kindergartenküche stand für Herrn Vogt aber gefühlt zu keinem einzigen Zeitpunkt mehr zur Debatte, so der Eindruck der Mitwirkenden.
Ob diese Rechnung allerdings aufgehen kann, bleibt abzuwarten. Schließlich unterhalten schon heute viele umliegende Ortschaften keine eigenen Kinderbetreuungseinrichtungen mehr. Umso wichtiger sollte es doch dann sein, die wenigen Einrichtungen die noch verbleiben, qualitativ gut instandzusetzen und auszustatten, damit sie aktuellen und kommenden Anforderungen umfassend und langanhaltend gerecht werden können. Auch das ist letztlich ein Qualitätsmerkmal, dass nicht zuletzt auch den demographischen Wandel abschwächt, indem es junge Familien in der Gemeinde hält und Ebeleben auch attraktiv für neue Familien werden lässt.
Förderverein der Kita Helbespatzen"
Autor: khhAusgangspunkt des Ganzen war eine Auflage des Veterinäramtes von Ende 2013, welche aufgrund geänderter Hygienevorschriften eine grundlegende Sanierung der bereits 38 Jahre alten Küche notwendig machte, so der Förderverein der Kita. Ziel dieser Maßnahme ist nicht nur die Ausgabe von Tee (wie vom Bürgermeister behauptet – TA v. 3.2., 18.2., 24.2.) sondern auch die Sicherstellung der Mittagsverpflegung und die Förderung einer Essenskultur unter den Kindern. Das Essen wird zwar nicht mehr in der Küche zubereitet, doch dient diese der Portionierung und Ausgabe der Essen. Wir wollen nicht, dass die Kinder zukünftig ihr Essen in Einweggeschirr serviert bekommen oder zum Mittagessen nach Hause geholt werden müssen.
Dies sah der Stadtrat ähnlich und stellte in seiner Sitzung am 13.02.2014 für das Haushaltsjahr 2014 die erforderlichen 30.000 € für die Sanierung (ohne Mobiliar) in den Vermögenshaushalt der Stadt Ebeleben ein (TA berichtete).
Anfang April teilte der Bürgermeister jedoch gegenüber der Kita-Leitung mit, dass dieses Geld nun doch nicht mehr zur Verfügung stünde. Unerwartet und vorher nicht absehbar wurden von der Stadt Ebeleben Fördermittel zurück gefordert. Schnell schien für Herrn Vogt klar gewesen zu sein, dass dieses Geld doch zu großen Teilen bei den Helbespatzen eingespart werden könnte und sollte.
Im Einvernehmen mit der Kreisverwaltung und nach nochmaliger Überprüfung der Kita-Küche durch das Veterinäramt einigten sie sich mit dem Bürgermeister auf einen Aufschub der grundhaften Sanierung bis 2017/2018. Sehr verwunderlich dabei ist, dass bereits getroffene Auflagen des Veterinäramtes plötzlich aufschiebbar sind. Im laufenden Jahr müssten lediglich noch ein paar Fliesen ausgebessert und einige für die Lebensmittelhygiene taugliche Küchenschränke angeschafft werden. Dafür könnten die Helbespatzen noch mit 5.000 € Unterstützung durch die Stadt rechnen.
Bedauernswerterweise wurden alle diese inhaltlichen und finanziellen Einschnitte sehr schnell und ohne Beteiligung der Kita-Leitung, des Trägers, des Fördervereins oder des Elternbeirates beschlossen. Auch der Stadtrat hat bis zum heutigen Tag kein weiteres Mal über die neue Haushaltssituation befunden. Was ist aus dessen Etatrecht geworden, wenn ohne vorheriges Anhören und Abstimmen Entscheidungen schon längst getroffen und Verpflichtungen schon eigegangen wurden?
Wir können nicht damit einverstanden sein, dass bei den mittlerweile 104 in der Kita betreuten Kindern wieder einmal Flickschusterei betrieben wird und Entscheidungen einfach in die Zukunft verschoben werden, stellt der Förderverein klar. Der Umbau der Küche ist dringend notwendig und die aufzubringenden Haushaltsmittel werden auch in den Folgejahren sicher nicht leichter zusammen kommen. Im Gegenteil: In den nächsten Jahren kommen noch weitere Kosten im Zuge der Sanierung des Kindergartens auf die Kommune zu.
Aus diesem Grund versuchten Kita-Leitung und –träger gemeinsam mit dem Förderverein Lösungen zu finden, die Generalsanierung der Küche doch noch realisieren zu können. Konkrete Kostenvoranschläge wurden eingeholt, Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung oder in Form von persönlichem Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder wurden überlegt und Gespräche mit dem Bürgermeister geführt. Man hätte dadurch sogar eine 50%ige Einsparung der Kosten erreichen können. Eine grundhafte und für die Zukunft aus unserer Sicht einzig sinnvolle weitreichende Sanierung der Kindergartenküche stand für Herrn Vogt aber gefühlt zu keinem einzigen Zeitpunkt mehr zur Debatte, so der Eindruck der Mitwirkenden.
Ob diese Rechnung allerdings aufgehen kann, bleibt abzuwarten. Schließlich unterhalten schon heute viele umliegende Ortschaften keine eigenen Kinderbetreuungseinrichtungen mehr. Umso wichtiger sollte es doch dann sein, die wenigen Einrichtungen die noch verbleiben, qualitativ gut instandzusetzen und auszustatten, damit sie aktuellen und kommenden Anforderungen umfassend und langanhaltend gerecht werden können. Auch das ist letztlich ein Qualitätsmerkmal, dass nicht zuletzt auch den demographischen Wandel abschwächt, indem es junge Familien in der Gemeinde hält und Ebeleben auch attraktiv für neue Familien werden lässt.
Förderverein der Kita Helbespatzen"
