Do, 12:37 Uhr
20.08.2015
Thüringer Wirtschaft bereitet sich vor
Interkulturelles Training
Die steigende Zahl an ausländischen Auszubildenden fordert von den Unternehmern ein hohes Maß an Sensibilität und interkulturellem Verständnis. Vor diesem Hintergrund bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt morgen erstmalig einen Workshop an, in dem Ausbilder und Personalverantwortliche interkulturell geschult werden...
Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Anteil ausländischer Jugendlicher in der Berufsausbildung von Industrie und Handel in Nord- und Mittelthüringen von 68 (2012) auf 135 (2014) nahezu verdoppelt. Dies ist bisher vor allem auf die unterschiedlichsten Vermittlungsprojekte der Kammer zurückzuführen, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Ein Trend, der sich aber mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern künftig noch verstärken werde. Bis Ende Juli seien in diesem Jahr bereits 104 Ausbildungsverträge mit ausländischen Jugendlichen registriert worden. So habe das im März 2015 gestartete IHK-Pilotprojekt Vocational Training Center (VTC) bereits über ein Drittel der inzwischen 40 betreuten Jugendlichen in eine betriebliche Lehre oder ein Praktikum vermitteln können.
Für die Ausbildungsunternehmen erwachsen dadurch ganz neue Herausforderungen. Angefangen von rechtlichen Voraussetzungen bezüglich des Aufenthaltsstatus des Lehrlings bis hin zu religiösen Besonderheiten sind zahlreiche Fragen zu klären, so Grusser.
Die IHK Erfurt habe auf die neue Situation reagiert und biete am 21. August 2015 erstmalig einen Workshop an, in dem Ausbilder und Personalleiter sowie auch die IHK-Bildungsexperten interkulturell geschult werden. Zusammen mit einer erfahrenen Trainerin würden praxisnahe Beispiele analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Das Thema Interkulturelle Kompetenz soll künftig auch als Zusatzangebot in das Programm der Ausbilderqualifizierung aufgenommen werden.
Autor: redInnerhalb von zwei Jahren hat sich der Anteil ausländischer Jugendlicher in der Berufsausbildung von Industrie und Handel in Nord- und Mittelthüringen von 68 (2012) auf 135 (2014) nahezu verdoppelt. Dies ist bisher vor allem auf die unterschiedlichsten Vermittlungsprojekte der Kammer zurückzuführen, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Ein Trend, der sich aber mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern künftig noch verstärken werde. Bis Ende Juli seien in diesem Jahr bereits 104 Ausbildungsverträge mit ausländischen Jugendlichen registriert worden. So habe das im März 2015 gestartete IHK-Pilotprojekt Vocational Training Center (VTC) bereits über ein Drittel der inzwischen 40 betreuten Jugendlichen in eine betriebliche Lehre oder ein Praktikum vermitteln können.
Für die Ausbildungsunternehmen erwachsen dadurch ganz neue Herausforderungen. Angefangen von rechtlichen Voraussetzungen bezüglich des Aufenthaltsstatus des Lehrlings bis hin zu religiösen Besonderheiten sind zahlreiche Fragen zu klären, so Grusser.
Die IHK Erfurt habe auf die neue Situation reagiert und biete am 21. August 2015 erstmalig einen Workshop an, in dem Ausbilder und Personalleiter sowie auch die IHK-Bildungsexperten interkulturell geschult werden. Zusammen mit einer erfahrenen Trainerin würden praxisnahe Beispiele analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Das Thema Interkulturelle Kompetenz soll künftig auch als Zusatzangebot in das Programm der Ausbilderqualifizierung aufgenommen werden.
