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Fr, 11:29 Uhr
24.10.2025
Es gibt viel zu tun

Marode Infrastruktur bremst Wirtschaft

84 Prozent der deutschen Unternehmen sehen in der schlechten Verkehrsinfrastruktur eine wirtschaftliche Belastung, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Mittel aus dem Sondervermögen könnten helfen – wenn sie tatsächlich in Straßen und Schienen investiert werden...

Grafik (Foto: IW) Grafik (Foto: IW)
Die marode Verkehrsinfrastruktur belastet die Unternehmen in Deutschland aktuell so stark wie noch nie. 84 Prozent der Firmen sehen sich durch die mangelhafte Verkehrsinfrastruktur in ihrer Geschäftstätigkeit regelmäßig beeinträchtigt – ein neuer Rekordwert. 2018 waren es 67 Prozent, 2013 nur 59 Prozent der Unternehmen. Mehr als jedes vierte Unternehmen fühlt sich aktuell sogar stark belastet. Das geht aus einer IW-Unternehmensumfrage hervor.

Rekordbelastung durch kaputte Straßen
Der Straßenverkehr ist das größte Problem: 92 Prozent der Unternehmen, die sich durch Infrastrukturmängel eingeschränkt fühlen, nennen Straßenmängel als eine der Ursachen. Im Jahr 2013 waren es 64 Prozent. Auch der Schienenverkehr bereitet zunehmend Sorgen: 71 Prozent der betroffenen Unternehmen betrachten ihn als Standortproblem.

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Mehr als die Hälfte von ihnen berichtet sogar von erheblichen Einschränkungen. Seit 2013 hat sich dieser Wert verachtfacht. Von Problemen im Luft- bzw. Schiffsverkehr sind jeweils knapp 34 Prozent der Unternehmen betroffen.

Sondervermögen darf kein Lückenfüller sein
„Grundsätzlich ist das Sondervermögen der Bundesregierung ein geeignetes Mittel, um die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern“, sagt IW-Experte Thomas Puls. Doch die Milliarden dürften nicht dazu verwendet werden, Löcher in den Sozialkassen zu stopfen. So sollen im Jahr 2026 etwa 19 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen in den Schienenverkehr fließen, allerdings werden gleichzeitig fast 14 Milliarden Euro aus dem Kernhaushalt gestrichen. „Die Verkehrsinfrastruktur ist ein Bremsklotz für die deutsche Wirtschaft geworden. Das Geld muss auch dort ankommen, wo es gebraucht wird. Sonst verpassen wir den Anschluss“ mahnt Puls.


Zur Methodik: Die Datengrundlage bildet das im Frühjahr 2025 erhobene IW-Zukunftspanel. Dabei handelt es sich um eine seit 2006 online durchgeführte Unternehmensbefragung zu Themen des Strukturwandels in der deutschen Wirtschaft. An der diesjährigen Befragung nahmen rund 1.100 Unternehmen teil. Die Zahlen für die Jahre 2013 und 2018 basieren auf der IW-Konjunkturumfrage.

Die komplette Studie finden Sie hier .
Autor: psg

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Kommentare
free Gigi
24.10.2025, 12:33 Uhr
die nächste Meldung wird so lauten:
Marodes Bildungssystem bremst Wirtschaft
emmerssen
24.10.2025, 13:51 Uhr
Die nächste Meldung müsste lauten
Ständig welchselde inkompetente und unehrliche Regierung bremst die Wirtschaft. Das ist aber dann sicher "rechts".
S.P.Andreas
24.10.2025, 16:00 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Schmähkritik
Teja
24.10.2025, 16:29 Uhr
Geldverteilung
Kein Wunder,wenn das Geld an alle Welt verschenkt wird,ist für das Inland keines da.Wenn Deutschland so weiter misswirtschaftet,wird es noch schlimmer.
Dann wird Deutschland immer uninteressant für Jedermann.
Traurig,aber mit den derzeitigen Politikern nicht zu retten.
rasska86
24.10.2025, 21:15 Uhr
Wer hat die Verantwortung..
.. für unsere Infrastruktur ? Bund für Autobahnen und Bundesstraßen, Land für Landstraße usw. Die Bahn gehört dem Bund, Prestigeobjekte wie Stuttgart 21 (heute schon 25 und eine Fertigstellung in ferner Zukunft für zig Milliarden mehr als einst geplant) sind politische Mahnmahle der Steuerverschwendung. Bei Autobahnen und Bundesstraßen ähnlich. Luxuriöse, überdimensionale Planungen und Bau (s. z.B. Ortsumfahrungen Langensalza bis Leinefelde) verschlingen Unsummen und werden nur selten im Zeit-und Kostenplan fertiggestellt. Die Politik hingegen schiebt den schwarzen Peter gern andere zu, Flüchtlingskrise , Corona, Kriege usw. Dabei sind auch hier viele Dinge selbst verschuldet. Im Übrigen, wer soll allein 2026 die vielen Mrd verbauen ??
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