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Fr, 07:30 Uhr
19.03.2021
Westliche Friedenspolitik?

Biden bezeichnet Putin als Mörder

"Das politische Gesamtziel besteht darin, Russland den Willen der Vereinigten Staaten und des British Empire aufzuzwingen." Dieser Satz wird Winston Churchill, dem einstigen britischen Premierminister zugeschrieben. Die Bezeichnung „Mörder“ durch US-Präsident Joe Biden für seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin deutet nicht darauf hin, dass der Westen diese Strategie in den vergangenen 65 Jahren geändert hat. Bodo Schwarzberg hat in alten und neuen Zeitungen gestöbert...


„Es gibt viele Mörder. Denken Sie unser Land ist so unschuldig?“ - Nein, das sagte nicht der neue US-Präsident Biden, sondern tatsächlich sein Vorgänger Donald Trump. Joe Biden hingegen, dem man auf Grund seiner politischen, und auch Lebenserfahrung Besonnenheit im Umgang mit Russland zugetraut hätte, bezeichnete dessen Präsidenten Wladimir Putin jüngst als „Killer“. Beide US-Präsidenten hatten die sinngemäße Frage gestellt bekommen, ob Putin in ihren Augen ein Mörder sei.

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Dass sich Biden hier des typisch US-amerikanischen Klischees von Gut und Böse bediente, kann angesichts seiner immensen Verantwortung als US-Präsident nur sprachlos machen.

Dabei ziehen sich ähnliche Entgleisungen durch die westliche Politik von Jahrzehnten:

Gefährliche Rhetorik
"Liebe Amerikaner. Es ist mir ein Vergnügen, Ihnen heute mitzuteilen, dass ich ein Gesetz unterzeichnet habe, das Russland für vogelfrei erklärt. Wir beginnen mit der Bombardierung in fünf Minuten." - Was wäre gewesen, wenn dieser vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan am 11.08.1984 ausgesprochene Kalauer von der Sowjetunion ernst genommen worden wäre? - Reagen hatte vermutet, die im Raum aufgebauten Mikrofone seien ausgeschaltet. Waren sie aber nicht. Der ehemalige Fernsehschauspieler Reagan hätte mit seinen unbedachten Äußerungen unter Umständen den Dritten Weltkrieg auslösen können.

Doch die Welt war damals längst an derartige Tiraden westlicher Politiker gewöhnt, als dass sie sie zwangsläufig ernstnehmen musste:

Denn bereits der einstige britische Premierminister Winston Churchill plante Übles:

Die mehr als 50 Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges (davon 27 Millionen Sowjetbürger) waren noch nicht gezählt, als er im Frühjahr 1945 mit dem Gedanken spielte, die Rote Armee nach Osten zurückdrängen, unter Einbeziehung noch vorhandener deutscher Wehrmachtsverbände übrigens. Polen sollte von der sowjetischen Besetzung befreit und vor allem das heutige Gebiet Ostdeutschlands der US-amerikanischen und britischen Hegemonie unterstellt werden. Diese von Churchill angedachte „Operation Unthinkable“ (zu Deutsch „undenkbar“) hätte, wohl nach dem Zweiten, gleich den Dritten Weltkrieg bedeutet. - Glücklicherweise redeten Churchills Militärstrategen ihrem Chef diese Kriegstümelei aus.

Begründet jedoch hat Churchill damit eine westliche Doktrin im Umgang mit der Sowjetunion und dem späteren Russland, die die westliche Außen- und Sicherheitspolitik bis heute zu bestimmen scheint: "Das politische Gesamtziel besteht darin, Russland den Willen der Vereinigten Staaten und des British Empire aufzuzwingen."

Nachzulesen ist das in verschiedenen bekannten Online-Zeitungen, bei Wikipedia, und auch auf der Seite der AG Friedensforschung unter der Überschrift „Churchills Dritter Weltkrieg“ (http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Kriegsgeschichte1/churchill.html) Fraglich ist, ob derartige strategischen Ziele mit der Proklamation einer angeblichen westlichen Friedenspolitik kompatibel sind.

Atombomben auf der Potsdamer Konferenz
Dass der Westen spätestens mit dem Sieg über Hitler in der Sowjetunion den neuen Feind definierte, war bereits auf der Potsdamer Konferenz der Siegermächte des 2. Weltkrieges vom 17. Juni bis 2. August 1945 deutlich geworden. Denn während dort der damalige US-Präsident Truman über den Frieden sprach, informierte er den sowjetischen Diktator Stalin über eine neue Waffe. Den Befehl zum Abwurf der beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, nur vier bzw. sieben Tage nach Ende der Potsdamer Friedenskonferenz, soll er von Potsdam, also von deutschem Boden aus gegeben haben. Als psychologisches Ziel der von den US-Amerikanern zu verantwortenden Hunderttausenden Atombombenopfer wird von Historikern heute Moskau angegeben.

Erst 1949 testete die Sowjetunion ihre erste eigene Atombombe. Wahrscheinlich waren die vier Jahre zuvor, auf Grund des einseitigen westlichen Übergewichts bei den Atomwaffen die gefährlichsten bis heute. Von 1949 an verhinderte wenigstens das Gleichgewicht des Schreckens eine militärische Konfrontation der beiden damaligen Weltmächte.

Das „Reich des Bösen“ blieben die Sowjetunion bzw. Russland für die Amerikaner, ja für die westliche Wertgemeinschaft bis in die Gegenwart. Dieser Formulierung des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagen vom 08. März 1983 folgten z.B. „Achse des Bösen“ und „Feinde der Freiheit“ von Präsident Gorge W. Bush. Der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt stimmte in diesen Ton ein und titulierte die damalige Sowjetunion als „ein Obervolta mit Atomraketen“.

Die Bezeichnung „Mörder“ für den russischen Präsidenten Putin durch Joe Biden setzt also eine langjährige rhetorische Tradition westlicher Politiker fort. Dabei hatte Bidens Vorgänger Trump wohl ausgesprochen mit seinem für US-Amerikaner selten selbstkritischen Satz „….. Denken Sie, unser Land ist so unschuldig?“ die Wahrheit gesagt:

Die Mörder sind international
Schließlich hatte Biden die US-Außen- und damit auch Kriegspolitik jahrzehntelang wesentlich mehr mitbestimmt als der Immobilienunternehmer Trump, u.a. als langjähriger demokratischer Senator und als Vizepäsident unter Barack Obama. Glaubt man einem wdr-Report, unterstützte er die vom Westen erklärten Golf-Kriege, von denen der letzte (Irakkrieg) zum Sturz des irakischen Diktators Saddam Husseins führte, aber eben auch zu mehreren hunderttausend toten Zivilisten.

Letztlich nahmen die USA, Großbritannien und andere, den Krieg unterstützende westliche Länder diese „Kollateralschäden“ der heute bestätigten Lüge in Kauf, Saddam habe Massenvernichtungsmittel gehortet. Hunderttausende tote Zivilisten wurden Opfer einer westlichen Lüge? - Dies gilt heute als erwiesen. https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/joe-biden-112.html

Dabei ist der Irakkrieg nur ein Krieg, in dem sich die USA mit Unterstützung oder doch zumindest unter dem Schweigen ihrer Verbündeten das Recht herausnahmen, anderen Staaten ihren Willen aufzuzwingen, und zwar nach dem strategischen Muster, das Churchill in seinem oben geschriebenen Zitat gegenüber der Sowjetunion gemeint hatte.
Wie aber hätte der Westen reagiert, wenn Putin Biden als Mörder oder die USA als mörderischen Staat bezeichnet hätte?

Der russische Präsiedent hingegen reagierte diplomatisch, ja staatsmännisch auf den Vorwurf „Mörder“: Man solle nicht von sich auf andere schließen. "Wir sehen in einem anderen Menschen immer unsere eigenen Eigenschaften und denken, dass er so sei wie wir selbst." "Das ist nicht nur ein kindischer Ausdruck, ein Scherz. Die Bedeutung ist tief und psychologisch." So stand es bei tagesschau.de zu lesen.

Nach einer Mitteilung bei welt-online soll Putin Biden zudem zu einem Gespräch vor der Weltöffentlichkeit bereits in den nächsten Tagen aufgefordert haben, womit er angesichts der enormen Verantwortung Russlands und der USA für das Überleben der Menschheit sicher einen guten Vorschlag gemacht hat.

Dabei zweifelt niemand daran, dass auch Russland seine Interessen teilweise mit Gewalt vertritt. Sein Vorgehen gegen Kritiker entspricht ebenso nicht internationalen Beschlüssen zur Menschlichkeit, wie die militärischen Eingriffe in verschiedenen Teilen der Welt. Stalins Sowjetunion hat Millionen Tote im eigenen Land und in den einverleibten Sowjetrepubliken zu verantworten.

Entscheidend ist der Frieden
Über allem aber muss, im Interesse von Milliarden Menschen, die Erhaltung des Weltfriedens stehen und damit auch die Erinnerung an eine Politik, die in den 70er und 80er Jahren den Ausgleich mit Moskau suchte: Wandel durch Annäherung, Vertrauensbildung und Respekt lauteten damals bewährte Formeln der Diplomatie von Willy Brandt, Egon Bahr und Hans-Dietrich Genscher. Und zwar trotz aller politischen und gesellschaftlichen Unterschiede. Ohne diese Politik wäre der jüngst von den Amerikanern einseitig aufgekündigte Abrüstungsvertrag über INF-Vertrag über atomare Mittelstreckenraketen in Europa kaum zustande gekommen.

Permanente Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und am Ende fast immer wirkungslose Sanktionen sollten in einer wahren Friedenspolitik keinen Platz haben. Wie weit sich aber der Westen von dieser Politik verabschiedet hat, kritisierte kein Geringerer als Michael Gorbatschow anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls in Berlin:

Unter der Überschrift: „Gorbatschow klagt an“, veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung am 8. November 2014 eine scharfe Kritik des früheren sowjetischen Generalsekretärs der KPdSU und Vaters von Glasnost und Perestroika sowie Friedensnobelpreisträgers:

„Bereits in den neunziger Jahren habe der Westen begonnen, im Verhältnis zu Russland das Vertrauen zu untergraben, das die friedliche Revolution in Deutschland und in Osteuropa möglich gemacht habe. Gorbatschow nennt Beispiele, an denen sich die Geringschätzung Russlands durch den Westen ablesen lasse: Die Jugoslawienkriege und der Weg zur Nato-Erweiterung, außerdem Irak, Libyen, Syrien. "Und wer leidet am meisten unter der Entwicklung? Es ist Europa, unser gemeinsames Haus", schrieb die Süddeutsche Zeitung. (https://www.sueddeutsche.de/politik/jahrestag-des-mauerfalls-gorbatschow-klagt-an-1.2211398)

Egon Bahr, Willy Brandt und Hans-Dietrich Genscher sind tot und Micheal Gorbatschow feierte gerade seinen 90. Geburtstag. Anlässlich dessen warnte der in einem Interview vor einem Dritten Weltkrieg.

Der Westen sollte sich mehr an die Worte weiser Vorreiter des gegenwärtigen Friedens in dieser gefährlich gewordenen Welt orientieren, den Schulterschluss mit Moskau und auch Peking, statt die Konfrontation mit ihnen zu suchen und viel mehr tun, als bisher, der Menschheit eine atomare Apokalypse zu ersparen.

Zudem wäre eine neue weltweite Friedensbewegung nötig, die einer sich immer mehr ausbreitenden politischen Arroganz die Spitze nimmt und 66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges die leider zunehmend verblassende Erinnerung an die Apokalypse als einen psychologischen und politischen Friedensmotor am Leben erhält.
Bodo Schwarzberg
Autor: psg

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

19.03.2021, 08.00 Uhr
-Insider- | Normal
schalte ich ja ab, wenn ich den Namen des Verfassers lese, weil er inhaltlich meilenweit daneben liegt.

Hier muss ich allerdings sagen: wirklich ein sehr, sehr guter Kommentar der inhaltlich absolut stimmig ist und eines der großen Probleme unserer Zeit aufführt. Die westliche Welt bzw. deren Anführer suhlen sich täglich in Schuld, Kriminalität, Verbrechen und Doppelmoral. Das traurige - niemanden interessiert das.

15   |  4     Login für Vote
19.03.2021, 08.41 Uhr
Richie Tannenhäher | Ja, ja, ich bin auch für den Frieden
Da hat wieder einer seinen Machiavelli nicht gelesen. Aus einem von der Mafia kontrollierten Staat wird so schnell kein Partner für Frieden und Völkerfreundschaft. Da bedarf es schon knallharter Argumente. Ich bin da mehr bei Helmut Schmidt und Winston Churchill, die hatten klarere Gedanken.

4   |  14     Login für Vote
19.03.2021, 08.56 Uhr
Dieter | Danke Bodo
Endlich ein realistischer fundierter Kommentar.
Den sollten sich mal alle heutigen Politiker als Pflichtlektüre zu Gemüte führen.
Leider kommt man heute bei vielen politische Äußerungen Gänsehaut, wenn man an die Verbrechen und Opfer des zweiten Weltkrieges und der Nahost Kriege denkt.
Ist das alles vergessen ???

16   |  3     Login für Vote
19.03.2021, 09.34 Uhr
Rene Strube | Was ich selber denk und tue?
Soso, Russland soll versucht haben die Wahl in den tollen USA, dem Hort der Freiheit und Wahrheit zu beeinflussen?
Wie viele Regimwechsel, mit wieviel Millionen Toten haben US Präsidenten herbei bomben lassen - bzw mit Geld oder Geheimdiensten herbei geführt?
Die Briten haben an Macht verloren, waren aber nicht besser. Nach der "uneigennützigen Befreiung" unserer Großeltern versuchten sie mit Gewalt Kolonien zu behalten, die sie mit Gewalt, Lug und Trug erhalten hatten.
Und in den USA und Großbritannien gab es bei führenden Politikern nie ein wirkliches Umdenken, keine Wende.
Und unsere Führung, ob Regierung oder Grüne und Liberale "Opposition" sind berauscht vom "Wahlsieg" des alten Mannes dessen unlöbliche Vergangenheit auf internationalem Parkett bekannt war.

18   |  4     Login für Vote
19.03.2021, 09.57 Uhr
Sonnenschein2014 | Genau so ist es !
Erinnert mich an meinen letzten Kommentar zu Sputnik V.
Ja nichts gutes verlauten.Laut Medien und Regierung immer böser Russe und gute Demokratie Amerika.
Ein amerikanischer Präsident der bei seiner Amtseinführung nicht von den Bürgern sondern von 25000 Soldaten begrüßt wurde.
Putin hat in seiner Heimat ein viel größeres Ansehen,als Deutschland oder Amerika von seinen Bürgern!
Wenn ich ehemalige Menschen aus der UdSSR oder jetzt Russland treffe sind die immer stolz auf Putin.
Das ist immer der Widerspruch zur angeblichen Wirklichkeit.

13   |  4     Login für Vote
19.03.2021, 10.14 Uhr
RWE | Russen und Amis sind beides Lumpen
Ich bin mir sicher nach dem 2, Weltkrieg wären die Osteuropäer und auch die SBZ lieber von den Amis besetzt worden. Gerade in Osteurropa wurde der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Schließlich hat Stalins kommunistischer Terror auch mindestens 20 Millionen Opfer gefordert.
Wenn sich Amis, Russen und zunehmend die Chinesen die Welt unter sich aufteilen wollen, solten wir nicht für eine Seite Partei ergreifen. Deutschland und Europa sollten ihre eigenen Interessen vertreten und nicht Schutz im Hintern von Uncle Sam oder dem Iwan suchen.

7   |  8     Login für Vote
19.03.2021, 10.15 Uhr
muraschke | politische Demenz
Putin reitet derweil durch die Taiga ... Ein digitales Treffen zwischen Biden und Putin live und ohne doppelten Boden wird es nicht geben. Man kann sich denken, wer hier in alter Breschnew-Tradition (alt ... und dement) den Kürzeren ziehen würde. Biden? Klar ... ist er doch schon von Journalistenfragen (wenn er diese überhaupt zulässt) völlig überfordert.

Wenn es nicht so tragisch wär, könnte man d'rüber lachen. Letztendlich geht es um Krieg und Frieden.

Wer hätte gedacht, dass wir uns zu Trump zurücksehnen? Der demente Demokrat schleudert den Atomkoffer Richtung China und Russland ... und wir sind Teil dieser "Wertegesellschaft".

16   |  4     Login für Vote
19.03.2021, 11.49 Uhr
Marino50 | Westliche Friedenspolitik
Wir haben bis zur Wende logischerweise mit der damaligen Sowjetunion zusammen gearbeitet. RGW - den älteren noch ein Begriff. Wenn Herr Putin ein Mörder ist, dann sind es auch alle US-Präsidenten. Wer hat den Krieg in Vietnam geführt und verloren und wer hat die beiden Atombomben abgeworfen. Keiner sollte hier den ersten Stein werfen. Die Weltmächte sitzen in einem Glashaus und der kleine dumme muss es schützen

13   |  1     Login für Vote
19.03.2021, 13.55 Uhr
Real Human | Was feiert Ihr KARFREITAG?
Die Filmreihe „Planet der Affen“, basierend auf dem Roman von Pierre Boulle von 1963, ist eigentlich eine Parabel auf den „Planeten der Menschen“ und eine Warnung vor seinem (fast?) UNAUSWEICHLICHEN Schicksal:

Wir kennen keine einzige extraterrestrische Zivilisation, obwohl es Abermillionen viel höher entwickelte als die menschliche im Kosmos geben müsste. Warum?

Gib einem einzelnen Menschen Macht!

• Er/(sie) wird sie nutzen!
• Er wird Fehler machen und dabei auch Unrecht begehen.
• Er wird sich vor Bestrafung fürchten.
• Er wird das verhindern wollen.
• Er wird deshalb noch mehr Macht haben wollen.
(Deshalb hat der russische Präsident Putin ein Gesetz unterzeichnet, das ihn und seine Familie lebenslang vor Strafverfolgung schützt. Immerhin denkt er nicht nur: "Nach mir die Sintflut!")
• Jeden, der seine Macht auch nur relativieren könnte, wird er mit allen geeigneten, hinreichenden Mitteln für sich und seine „Kumpels“ UNSCHÄDLICH machen wollen.
• Dabei wird er (oder seine Befehlsempfänger) weitere Fehler machen. (Schließlich ist kein Mensch eine Allgemeine Superintelligenz!)
• Wenn ein solcher Mensch über den Einsatz von Massenvernichtungswaffen entscheiden kann, ist die MenschHEIT in ständiger Existenzgefahr. (Aber auch so kann eine „Künstliche Dummheit“ z.B. einen Weltkrieg auslösen. Stichwort: Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow)

Man nennt dies auch die „Slippery-Slope“.

Übrigens wurde „Sleepy“ Joe Biden nur GEFRAGT:

ABC-Interviewer:
Sie kennen Putin. Glauben Sie, er ist ein Mörder?
Biden: Ja, das glaube ich.
ABC-Interviewer:
Wird er dafür bezahlen müssen?
Biden:
„Well, you’ll see shortly.“

Damit hat Biden nicht gesagt, WER Putin bezahlen lassen wird!

Einen frohen atomwaffenfreien Osterhimmel!

5   |  5     Login für Vote
19.03.2021, 14.09 Uhr
Betrachter | Nicht zu vergessen
sollte einer von Biden´s Söhnen den Chefposten eines Konzerns in der Ostukraine! zum Schieferabbau/Erdgasgewinnung besetzen. Dann nahmen es bekanntlich prorussische Separatisten mit Putins Hilfe selbst in die Hand. Biden wird Putin dafür hassen. Ich persönlich halte nicht viel von Biden, er ist keinesfalls besser als sein Vorgänger. Und Putin hat nach der "Alles Verschleudern"-Ära von Jelzin Stabilität rein gebracht, was ihm viele Landsleute danken. Zunächst gab es da auch weiter Hoffnung auf internationaler Ebene. Nur ist eben der Ami und Westeuropa dazu in typisch arroganter Manier und keinesfalls auf Augenhöhe dem Russen begegnet. Schade drum, denn wenn man mit den Russen auf Augenhöhe kooperieren will, öffnen sich Tür und Tore. Die Vereinigten Staaten sprechen davon, dass sich Westeuropa mit Nord-Stream 2 erpressbar macht, verhängt andererseits Sanktionen gegen deutsche Firmen, die mit den Russen bei diesem Projekt zusammenarbeiten. Und dann sollen wir das viel kostspieligere Fracking-Öl kaufen. Wer erpresst hier wen? Schlimm auch, dass Grüne wie Frau Baerbock auf diesen Zug aufspringen, obwohl es für die Natur und die Finanzen eine viel größere Belastung darstellt!
Guter Artikel Herr Schwarzberg!

9   |  0     Login für Vote
19.03.2021, 14.17 Uhr
grobschmied56 | Der Heiligenschein zeigt...
... erste Flecke. Das ging ja ziemlich flott. Wer erinnert sich noch an die Jubelgesänge auf 'sleepy Joe'? Weiland wie die Ankunft des Messias wurde er gefeiert! Die Journos überschlugen sich fast vor freudiger Erregung und konnten's kaum abwarten, daß Trump endlich aus dem weißen Haus gescheucht wird. Kaum in Amt und Würden, macht sich etwas Ernüchterung breit, um den neuen Präsidenten.
Nicht, daß Zar Putin einer von den ganz Guten wäre. Die sind seit längerem vergriffen, werden auch nicht mehr hergestellt. Das Material, aus dem man die macht ist knapp geworden. Putin ein Tugendbold? Eher nicht. Aber ihm das so direkt an den Kopf zu werfen, das zeugt nicht von diplomatischem Geschick. Das hätte der gerichtsnotorische Polterkopp Trump kaum schlechter hinbekommen.

Was Winston Churchill und Harry S. Truman anbelangt, die waren halt schlichtweg Kinder ihrer Zeit. Sie waren harte Hunde, mit einer gewissen Portion Verschlagenheit. Das brauchte es auch, wenn man sich mal ihre Gegner ansieht. Hitler, Stalin und Mao waren knallharte Diktatoren, die gewohnt waren über Leichen zu gehen, ob eigene Leute oder sonstige, war denen völlig piepe.
Parlamentarische Demokratien gegen solche hemdsärmeligen Rabauken zu verteidigen, das ist kein 'Hanni und Nanni auf'm Ponyhof'.
Kein Job für weichgespülte Jammerlappen oder einfältige Maggischmuggler. Wären Churchill und Truman solche Softis gewesen, ihre Gegner hätten sie gnadenlos in die Pfanne gehauen und gegrillt.

9   |  1     Login für Vote
19.03.2021, 18.03 Uhr
HUKL | Der neue US - Präsident Biden verliert die Fassung!
Geradezu händeringend hat nicht nur der überwiegende Teil der „nnz“ – Leser, sondern auch der weltweiten Bevölkerung unseres gesamten Erdballs besonders in der Schussphase das Ende des zuletzt schmutzigen Wahlkampfes um die Nr. 1 Amerikas verfolgt. Die Mehrheit war regelrecht glücklich, dass der ältere Mister Biden letztlich die Nase vorn hatte, um das zuletzt völlig durchgedrehte „Monster“ Trump abzulösen, dessen zeitlich begrenzte Macht längst die verschiedensten internationalen Beziehungen in Richtung Stillstand abgleiten ließ.

Die Befürworter diesen Ergebnisses waren froh, einen älteren Herren mit kurzen und schnellen Schritten auf der Bühne zu sehen, der im Sog seine sichtlich sehr charmant wirkende zukünftige Vertreterin gleich mit vorstellte. Mehrheitlich dürften für viele Politiker, aber auch ganz einfache Menschen in diesem Moment weltweit die Herzen plötzlich höher geschlagen haben.

Und nun das! Der erhoffte vermutliche Heilsbringer für eine friedliche und wieder gemeinsame wirtschaftlich völkerübergreifend angestrebte Zukunft soll ausgerechnet über seinen russischen Amtskollegen, W.Putin, diese zitierten Worte gesagt haben!?
Ich kann es kaum glauben! Sollte es aber tatsächlich nachweislich passiert sein, wäre das allerdings ein herber Rückschlag, dem von der Gegenseite aus sicherlich noch sehr unangenehme Aktionen folgen könnten.

Bei Bodo Schwarzbergs Artikel über den Ritt in die politische Vergangenheit und auf der Suche nach schlimmen Entgleisungen von Mächtigen, dürfte er allerdings etwas einseitig agiert haben. Natürlich hatte der Autor Recht, dass unkontrollierte Drohgebärden böse Folgen für alle Menschen haben könnten. Deshalb wird nur „eine schwache Minute“ vom vermeintlichen Biden, wer ihn auch dazu beraten haben mag, nach diesem Ausspruch des vermeintlichen Hoffnungsträgers in seiner restlichen Amtszeit nicht immer die Sonne scheinen und erwartete Hoffnungen und Wünsche für Freunde und Feinde stark dämpfen!

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19.03.2021, 18.22 Uhr
Real Human | An die „Völkischen Betrachter“:
„Eine Republik zählt mehr große Männer als eine Monarchie; in jener wird die Tapferkeit fast immer geehrt, in dieser fürchtet man sie sehr.“ (Niccolo Machiavelli)

Konkreter: In den westlichen Demokratien ehrt man Freiheitskämpfer. In den – vornehmlich östlichen – Diktaturen fürchtet man sie.

„Republiken enden durch Luxus [und/oder Dekadenz], Monarchien durch Armut.“ (Charles de Montesquieu)

Konkreter: Bisher hätte sich jeder russische Zar vor zu großen sozialen Unterschieden fürchten sollen. Aber die Arroganz der Macht ...

(Zitiert nach „Berühmte Zitate“)

Noch ein paar Thesen:

• Die Ukraine hätte ihre Atomwaffen lieber behalten sollen. So hat sie beides verloren: die Krim UND ihre Abschreckungsfähigkeit.

• Für die meisten völkisch verblendeten Russen war Gorbatschow schlecht und Putin bisher gut. Für uns demokratische Deutsche ist es umgekehrt – von bemerkenswerten extremistischen Ausnahmen abgesehen.

• „Der Ami“, „der Iwan“, „der Tommy“, „der Itaker“ und „der deutsche Michel“ – alles Klischees von klischeehaften Leuten ohne Klassenbewusstsein.

• Jede Abhängigkeit ist ein Übel. Die von einem Gewalttäter aber ist am schlimmsten.

• Zaren waren für das Deutsche VOLK niemals gut. Ginge es 1914 nicht gegen das russische Zarenreich, hätten die (Mehrheits-) Sozialdemokraten die Kriegskredite vielleicht nicht bewilligt.

„Hitler, Stalin und Mao waren knallharte Diktatoren, die gewohnt waren über Leichen zu gehen, ob eigene Leute oder sonstige, war denen völlig piepe.“ Dafür haben Sie meine „100prozentige“ Zustimmung, „grobschmied56“, insbesondere was „eigene Leute“ betrifft. Allerdings sollten parlamentarische Demokratien ihre Werte „gegen solche hemdsärmeligen Rabauken“ viel entschlossener verteidigen, anstatt wie „weichgespülte Jammerlappen“ „in dieser gefährlich gewordenen Welt (...), den Schulterschluss mit Moskau und auch Peking, (…) zu suchen“.

Mit Duckmäusertum wird der Weltfrieden nicht gerettet, Herr Schwarzberg!

Fazit:
Ex oriente tyrannis! Das wussten schon die Alten Griechen. Ausnahmen sind selten.

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19.03.2021, 23.09 Uhr
Sonnenschein2014 | Freut mich
Freut mich ,anhand der Kommentare und meine Erfahrung im Alltag zu wissen,das Herr Putin auch bei uns eine Mehrheit hätte( zumindest Ostdeutschland)
In den meisten Medien wird Herr Nawalny gelobt nach dem Motto der Feind meines Feindes ist mein Freund.
Aber das dieser in seiner Heimat selber umstritten ist durch rassistische Äußerungen ,das lässt man weg.
Ein Anwaltspruch ist ,nicht lügen aber sollst mit der Warheit sparsam sein.
Man gut das unsere Politiker meist Juristen sind.

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20.03.2021, 00.30 Uhr
grobschmied56 | Die Macht des Wortes -Real Human...
... kann bisweilen beängstigende Form annehmen!
Wenn ich von anderen Kommentar- Verfassern zitiert werde, dann wird mir das unheimlich.
Eitle Menschen fühlen sich gepinselt, wenn man ihre Sprüche klopft und wieder und wieder ans schwarze Brett heftet.
Von meinen Eltern und Erziehern, auch von früheren Vorgesetzten bin ich eher zu Demut und Bescheidenheit erzogen worden. Nicht gerade mit Erfolg.
Trotzdem möchte ich hier zu Demut und Bescheidenheit raten. Man muß sich stets selbst disziplinieren.
Vor allem rate ich zu althergebrachten Tugenden:
- überprüfe stets die Quellen
- vergleiche mit anderen Quellen - falls vorhanden
- durchdenke genau, was die Quellenlage besagt
- achte auf Widersprüche
- achte Deine Gegner und lerne, ihnen zuzuhören
- versuche, gerechte Urteile zu fällen
Ich bin nur ein schlichter Amateur - Historiker.
Meine Wahrheit basiert nicht auf Absolutheit.
Ich kann mich irren.
Aber ich habe auch gelernt, aus dem Irrtum zur Wahrheit zu gelangen.

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20.03.2021, 02.01 Uhr
Hector_Landers | nawalny...
.... kennt in seiner heimat kein grunzendes tier!

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