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Fr, 10:39 Uhr
19.03.2021
Mehr Information auf Eierverpackung gefordert

Eier ohne Kükentöten

Das massenweise Töten männlicher Küken soll ab 2022 verboten werden. Schon jetzt kommen viele Erzeuger ohne diese Praxis aus. Verbraucher erkennen solche Eier beim Einkauf an Hinweisen wie „ohne Kükentöten“. In einer repräsentativen Umfrage ermittelten die Verbraucherzentralen jetzt, was Verbraucher von einer solchen Kennzeichnung erwarten...

Jährlich werden rund 45 Millionen männliche Küken in Deutschland getötet, weil Hähne der Legehennenrassen nicht für die Mast geeignet sind. Das Töten ist aber nicht alternativlos: Erzeuger können auch Bruderhähne trotz ihres geringen Fleischansatzes aufziehen und die Mehrkosten ausgleichen, indem sie die Eier der Schwesterhennen mit einem Preisaufschlag anbieten. Eine andere Methode ist die Geschlechtsbestimmung im Brutei mit anschließendem Aussortieren der Eier mit männlichen Embryonen.

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Im Handel finden sich zahlreiche Label, die Eier aus solchen Produktionsweisen auf dem Karton kennzeichnen. „Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist jedoch nicht immer nachvollziehbar, was genau sich dahinter verbirgt“, sagt Tina Hanke, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen. Ziel der Befragung war es daher, das Verbraucherverständnis zu diesen Labeln zu ermitteln.

In einem Punkt sind die Ergebnisse der im Dezember 2020 durch das Marktforschungsinstitut GfK durchgeführten Erhebung eindeutig: 85 Prozent der 1003 Befragten lehnen das Töten männlicher Küken ab. Bei der Frage nach der Kennzeichnung ergibt sich hingegen ein heterogenes Bild: 45 Prozent finden den Hinweis „ohne Kükentöten“ für beide Alternativen ausreichend. 38 Prozent der Befragten akzeptieren diese Angabe nur für die Aufzucht der männlichen Küken.

Bei der Vorlage von vier verschiedenen Eierpackungen mit Labeln zum Thema Kükentöten und Bruderhähne wird die Verwirrung für Verbraucher deutlich: Nur zwei der Label („Huhn & Hahn“ sowie „Hähnlein“) konnten immerhin 71 bzw. 68 Prozent richtig einordnen. Die Bedeutung der anderen beiden Label „Bruderhahn-Patenschaft“ (Dein Landei) und „Ohne Kükentöten“ (respeggt) kannten 56 bzw. 30 Prozent nicht. 46 Prozent nahmen an, dass hinter „ohne Kükentöten“ eine Bruderhahnmast steckt, was nicht der Fall war.

Laut Umfrage wünschen sich die Befragten mehr Transparenz: 73 Prozent fordern, dass die Methode genannt wird, mit der der Kükentod vermieden wird. Darüber hinaus wünschen sich einige sogar, dass das Verfahren bereits auf oder in der Verpackung erläutert wird.

„Die Ergebnisse zeigen, dass ein Teil der aktuellen Kennzeichnungen und insbesondere die alleinige Angabe „ohne Kükentöten“ nicht verbraucherfreundlich ist“, sagt Tina Hanke. „Wir erwarten, dass Hersteller Hühnereier eindeutig kennzeichnen. Neben der Methode, mit der Kükentöten verhindert wird, sollte auch transparent gemacht werden, wie und wo Bruderhähne aufgezogen werden. “
Autor: red

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Kommentare
Hector_Landers
19.03.2021, 10:53 Uhr
da stellt sich mir die frage....
.... warum verbietet man das nicht mit sofort, sondern erst 2022???

wo sind da die "grünen" und peta und greenpeace??? *grübel*
E20
19.03.2021, 12:14 Uhr
Grillhähnchen
stellt sich die Frage, wer dann die 45 Mio zusätzlichen Grillhähnchen kauft?
Halssteckenbleib
19.03.2021, 16:38 Uhr
So ein Blödsinn
Ab 2022 soll das Töten verboten werden.Muß gleich sofort geschehen sowas. Da helfen auch keine Eierhinweise.Aber Tiere sind ja nur Wegwerfartikel.Die Diätenerhöhungen die treten immer mit sofortiger Wirkung in Kraft.Aber sind ja nur wehrlose Tiere.
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