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Fr, 10:41 Uhr
19.03.2021
Abschnitt Wolkramshausen - Sondershausen

Strecke Erfurt - Nordhausen wird modernisiert

Für die Modernisierung der Bahnstrecke Erfurt-Nordhausen starten im nächsten Abschnitt die Bauarbeiten. Dafür sperrt die Deutsche Bahn in der Zeit vom 24. April bis 24. Oktober die Strecke zwischen Wolkramshausen–Sondershausen...

Ziel der Modernisierung ist eine schnellere Anbindung an den Fernverkehrsknoten Erfurt und damit ein besserer Anschluss an die ICE-Strecke Berlin–München in Richtung Süden. Durch eine Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 140 km/h können zudem die Reisezeiten verringert werden. Somit wird auch eine Erhöhung der Streckenkapazität ermöglicht. Im Rahmen der Arbeiten werden unter anderem Brücken und Durchlässe sowie Gleise, Signale und Oberleitungen erneuert.

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Zudem werden 18 Bahnübergänge neu gebaut und 15 weitere angepasst. Darüber hinaus wird die Stellwerkstechnik erneuert und an das Elektronische Stellwerk (ESTW) Sondershausen angebunden. Auch Bahnhöfe und Haltepunkte werden modernisiert. Beispielsweise erhielten die Bahnsteige in Sondershausen bereits neue Aufzüge für einen barrierefreien Zugang.

Bauarbeiten Wolkramshausen–Sondershausen im Detail
Mit Abschluss der bauvorbereitenden Maßnahmen wie Grünschnitt und Einrichten der Baustellenflächen beginnen im April die Hauptbauarbeiten:
  • Stabilisierung von Böschungen, Gleis- und Weichenerneuerung inklusive Tiefbauarbeiten, Entwässerung, Optimierung des Spurplans,
  • Kabeltiefbau für die Erstellung der Elektronischen Stellwerkstechnik (ESTW-Technik), Neubau der Eisenbahnüberführung (EÜ) „Wipperbrücke“ am Haltepunkt Glückauf,
  • Neubau ESTW-Modulgebäude in Kleinfurra und Sondershausen, Erneuerung der Bahnübergänge (BÜ) „Hauptstraße“ und „Kleinfurra“ (zwischen Kleinfurra und Großfurra) sowie der BÜ „Privatweg“ und „Am Petersenschacht“ in Sondershausen,
  • elektrotechnische Arbeiten (50 Hz),
  • Installation elektronischer Leit- und Sicherungstechnik,
  • Neubau der Bahnsteige in Kleinfurra und Neubau des Hausbahnsteigs in Sondershausen und Arbeiten am Mittelbahnsteig


Einschränkungen für Anwohner und Reisende
Die Bahnübergänge in Kleinfurra werden in der vom 24. April bis 28. August 2021 wechselseitig gesperrt. Einer der Bahnübergänge bleibt für den Individualverkehr befahrbar. Umleitungen werden vor Ort ausgeschildert. Der Bahnübergang Petersenschacht in Sonderhausen wird voraussichtlich vom 30. August bis 22. September 2021 gesperrt. Der Bahnübergang in Großfurra wird voraussichtlich gesperrt, der Zeitraum wird noch benannt.

Die Hauptarbeiten werden im Rahmen einer Sperrung der Strecke für den Zugverkehrs vom Mittwoch, 24. April, bis Sonntag, 24. Oktober 2021 durchgeführt. Die Arbeiten finden werktags zwischen 7 und 20 Uhr statt, Nachtarbeiten sind nicht auszuschließen und werden gesondert im Bauinfoportal der Deutschen Bahn angekündigt. Für die Unannehmlichkeiten bitten wir um Verständnis.

Ab Ende Oktober werden noch Fertigstellungsarbeiten ohne Beeinträchtigung des Zugverkehrs durchgeführt. Aufgrund dieser Streckensperrung kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen auf dem Streckenabschnitt Nordhausen—Sondershausen/Greußen:

  • Die Züge der Linie RE 55 (Erfurt—Nordhausen) werden zwischen Nordhausen und Sondershausen/Greußen durch Busse ersetzt.
  • Die Züge der Linie RE 56 (Erfurt—Nordhausen) werden zwischen Nordhausen und Hohenebra Ort durch Busse ersetzt. Einzelne Züge werden zwischen Nordhausen und Sondershausen durch Busse ersetzt.


Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es in der App DB Navigator, an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Nordthüringenbahn 0 36 01 – 7 99 44 62 sowie im mdr auf Texttafel 739 und im Internet unter bauinfos.deutschebahn.com.
Autor: red

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Kommentare
Gehard Gösebrecht
19.03.2021, 10:58 Uhr
Tolle Sache
Hoffentlich vergisst man bei der Vielzahl der Maßnahmen nicht die Elektrifizierung der Strecke, oder will man in Zeiten von grüner Fortbewegung immer noch auf fossile Energien setzen?
Flitzpiepe
19.03.2021, 11:30 Uhr
Elektrifiziert
wird die Strecke leider nicht, obwohl dies sicher angebracht wäre.
Aber eine nicht elektrifizierte Strecke muss nicht zwangsläufig fossil betrieben werden.
Mit Wasserstoff geht ja inzwischen auch (in Thüringen) schon gut. Man braucht also nicht zwingend eine Oberleitung um elektrisch zu fahren...
Gehard Gösebrecht
19.03.2021, 12:09 Uhr
Ja schön @Flitzpiepe
Ich habe bloß solche Triebfahrzeuge dort noch nicht gesehen.
Meines Wissens sind die Wasserstoff Loks noch nicht über das Versuchsstadium hinaus.
Also ist noch kein Planverkehr vorgesehen.
ThomasBN
19.03.2021, 13:30 Uhr
Elektrifiziert
... wird nicht. In der jetzigen Zeit könnte man das denken/ erwarten, aber in Thüringen werden in den nächsten Jahren Weimar-Jena-Gera und weiter sowie Erfurt-Leinefelde elektrifiziert. Beides dauert aber noch Jahre... Mir scheint es so, dass durch die bereits erfolgte Elektrifizierung von Erfurt-Sangerhausen, Erfurt-Weimar-Apolda-Naumburg-Halle sowie bald Erfurt-Leinefelde auf gaaaanz lange Zeit keine Elektrifizierung von Erfurt-Nordhausen erfolgen wird. Weil man einfach damit von Erfurt in alle Himmelsrichtungen elektrisch wird fahren können. Gerade für den Güterverkehr ist das wichtig und dieser kann ja theoretisch auch auf die beiden Neubaustrecken ab Erfurt. Das man sich für Erfurt-Leinefelde anstatt Nordhausen entschieden hat, kann ich verstehen, biegt doch diese Strecke in Leinefelde nach Westen ab, in Nordhausen/ Wolkramshausen aber nach Osten ab, wo es mit Erfurt-Sangerhausen schon eine Strecke gibt.

Ich finde den Ausbau aber dennoch positiv, denn das Geholpere ab Wolkramshausen war/ ist ja unterirdisch. Und wenn man mal nach München mit der Bahn gefahren ist und sich die Fahrzeiten anschaut, dann verliert man viel zu viel Zeit auf der Strecke Nordhausen-Sondershausen.

Was ich aber nicht verstehe ist der Zeitpunkt der Maßnahmen. Zur Zeit sind Baumaßnahmen auf der Strecke nach Halle und bald gleichzeitig nach Erfurt. Auf beiden Strecken muss man dann auf Schienenersatzverkehr umsteigen, dass geht eigentlich gar nicht. Wenn man nach Berlin will, wird man jetzt über Göttingen und dann Braunschweig geschickt, nach München nun entweder über Sangerhausen (dann Erfurt) oder gleich über Göttingen.
Halssteckenbleib
19.03.2021, 22:22 Uhr
AcH wo haa denn
hätte Heinz Becker gesagt.Elektrifizierung? Geht doch nicht alles auf einmal.Wird erst später vielleicht gemacht.So schnell geht das heutzutage doch nicht.Für die paar Stromer ist das wirtschaftlich auch nicht profitabel.
grobschmied56
19.03.2021, 23:41 Uhr
Hat sich der Verfasser...
... dieses Artikels mal die Bahnstrecke angesehen?
Zitat:
' Im Rahmen der Arbeiten werden unter anderem Brücken und Durchlässe sowie Gleise, Signale und Oberleitungen erneuert.'

Es werden also unter anderem auch OBERLEITUNGEN erneuert. Dolle Sache, sage ich nur.

WIE KANN MAN NICHT VORHANDENE OBERLEITUNGEN ERNEUERN?

Zwischen dem Bahnhof Wolkramshausen und dem Bahnhof Erfurt existiert nur eine eingleisige Strecke.
Diese war und ist nicht elektrifiziert.
Es können ausschließlich Züge fahren mit Diesel - oder Dampfantrieb.

Elektrische Traktion mit hoher Geschwindigkeit zwischen Nordhausen und Erfurt - das wäre natürlich sehr nett und erfreulich. Aber hier sind die Berichte offensichtlich ihrer Zeit ein ganz klein wenig voraus.
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