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Di, 10:10 Uhr
24.05.2022
Ein Blick in die Statistik

Leben und Sterben 2021

Im Jahr 2021 wurden in Thüringen 15 377 Geburten und 34 830 Sterbefälle registriert. Im Vergleich zum Jahr 2020 sind das 614 Geburten weniger (-3,8 Prozent) und 4 604 Sterbefälle mehr (+15,2 Prozent). Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, hat der sogenannte Sterbefallüberschuss in Thüringen 2021 mit 19 453 Personen einen neuen Höchststand erreicht...

Den bisherigen Höchst- stand hielt mit einem Defizit von 16 550 Personen das Jahr 1993. Damals lag die Ursache in einem extremen Geburteneinbruch, welcher Mitte der 1990er Jahre in Thüringen zu verzeichnen war.

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Auch wenn eine Auswertung der Todesursachen für 2021 noch nicht vorhanden ist, liefert die Analyse der monatlichen Sterbefallzahlen Anhaltspunkte dafür, dass zum einen die Corona-Pandemie im Jahr 2021 Einfluss auf die Zahl der Gestorbenen hatte. Denn der Anstieg der Gestorbenen resultierte zu einem großen Teil aus den erhöhten Sterbefallzahlen der Monate Januar, November und Dezember 2021. Dies waren die Monate, in denen in Thüringen bzw. Deutschland jeweils Corona- Wellen ihren Höhepunkt erreichten. Zum anderen waren 2021 auch in allen weiteren Monaten im Vergleich zu 2020 und zum Schnitt der Vorjahre höhere Sterbefallzahlen zu verzeichnen. Das deutet darauf hin, dass auch die immer älter werdende Bevölkerung Thüringens eine Begründung für die immer weiter steigenden Sterbefallzahlen liefert.

Bei den Geburten hingegen konnte kein coronabedingter Einfluss festgestellt werden. Bis auf zwei Monate (Februar und März) liegen in Thüringen im Jahr 2021 alle Monate unter den Ergebnissen des Vorjahres. Für den Geburtenrückgang sind andere Ursachen verantwortlich, wie zum Beispiel der generelle Rückgang der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter.

Unter den Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten wurden in der Stadt Erfurt im Jahr 2021 mit 1 903 Geburten die meisten gezählt, gefolgt vom Wartburgkreis (1 086 Kinder) und der Stadt Jena (1 052 Kinder). Die kreisfreie Stadt Suhl (233 Kinder) sowie die Landkreise Sonneberg (364 Kin- der) und Hildburghausen (441 Kinder) wiesen im Jahr 2021 absolut betrachtet die wenigsten Geburten auf.

Die meisten Sterbefälle wurden mit 2 786 gestorbenen Personen in Erfurt erfasst, gefolgt vom Wartburgkreis mit 2 565 Gestorbenen und dem Landkreis Gotha mit 2 267 Gestorbenen. Die wenigsten Sterbefälle wurden in den kreisfreien Städten Suhl (722 Personen) und Weimar (888 Personen) so- wie im Landkreis Sonneberg (1 071 Personen) registriert.

Keine kreisfreie Stadt und kein Landkreis hatten 2021 einen Geburtenüberschuss. Den geringsten negativen Saldo konnte die kreisfreie Stadt Jena aufweisen. In der Stadt an der Saale starben 169 Personen mehr als Kinder geboren wurden. Danach folgten die Stadt Weimar (-366 Personen) und die Stadt Suhl (-489 Personen). Das höchste Geburtendefizit gab es mit -1 479 Personen im Wartburgkreis, gefolgt vom Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit -1 461 Personen und dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen (-1 347 Personen).
*) Beginn der Zeitreihe
Autor: red

Kommentare
DonaldT
24.05.2022, 12.43 Uhr
Sterbefallüberschuss
Bisher war doch ein Überschuss positiv belegt.

Bei den Sterbefällen hieß es bisher auch immer: Übersterblichkeit (selbst im ÖRR so bezeichnet!).

Wer kam denn auf diese "Wortschöpfung? Wer will hier, einer traurigen Angelegenheit, etwas Positives abgewinnen, etwas positiv darstellen, was doch negativ ist?
ES250
24.05.2022, 18.47 Uhr
Übersterblichkeit?
Wie des öfteren kennt Donald T. (offensichtlich oder scheinbar) die Bedeutung von Begriffen nicht! (so konnte er - seinen Beiträgen zufolge auch nicht zwischen Notzulassung und vorläufiger Zulassung unterscheiden).
Mit Übersterblichkeit ist eine höhere Sterblichkeit als die (z.B. aufgrund derr Demographie) zu erwartende gemeint .
Hier geht es aber darum , daß mehr Menschen verstorben sind, als geboren wurden, von daher der Begriff Überschuss.
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